Fahrplan-Murks bei Stadtbahn Nord

Langsam wachen die Kommunen in der Region Heilbronn beim Thema Stadtbahn Nord auf. In Gundelsheim hat jetzt der Gemeinderat mit Entsetzen festgestellt, dass sich das Bahnangebot mit der Stadtbahn Nord keineswegs verbessert – es wechselt in erster Linie die Farbe der Züge! „Entsetzen über Takt bei Stadtbahn“ titelt daher die Heilbronner Stimme: „Wenn das so bleibt, haben wir Millionen in den Sand gesetzt„, sagt Wolfgang Schneiderhan (Bürger aktiv). Denn einen Stundentakt hat Gundelsheim mit der Regionalbahn, die von der Stadtbahn ersetzt wird, schon jetzt. „Ich kann keinem Menschen erklären, warum wir so viel ausgeben, damit es bestenfalls beim Alten bleibt“, sagt SPD-Stadtrat und Bundestagsabgeordneter Josip Juratovic. Claus-Jürgen Renelt, Chefplaner im Landratsamt Heilbronn, versteht die mal wieder Aufregung nicht. Von einem Halbstundentakt sei nie die Rede gewesen.
Da hat Herr Renelt ausnahmsweise mal recht. Denn bislang wurden Fahrpläne und Taktung der Stadtbahn Nord – wahrscheinlich mit entsprechender Absicht – wie ein Staatsgeheimnis behandelt und öffentlich so gut wie gar nicht kommuniziert. Und auch nicht unter dem neuen grünen Verkehrsminister, der sich Transparenz und Bürgernähe groß auf die Fahnen geschrieben hat. Auch beim Heilbronner JU-Kreisverband sorgen der Fahrplanentwurf sowie die missglückte Kommunikation für große Irritationen. Stellvertretender Kreisvorsitzender Schuster fordert endlich Transparenz.
Es wird immer nur so getan, als werde mit der Stadtbahn Nord alles besser beim Bahnverkehr, de facto verschlechtert sich auf der Linie nach Neckarelz sehr viel im Vergleich zu heute. Der VCD hat schon vor über einem Jahr ein Alternativ-Konzept für die Stadtbahn Nord entwickelt und fordert einen Halbstundentakt. Eine S-Bahn ist eine S-Bahn und muss wenigstens alle 30 Minuten fahren und NICHT in einem verqueren 20-40 Takt ohne Anschlüsse zum übrigen Bahn- und Busverkehr, wie ihn Herr Renelt stolz in der Stadtbahnzeitung Nr. 5 vom 15. Dezember 2011 anpreist. Sie kann auch keine überregionalen Züge wie Neckarelz – Stuttgart ersetzen, sondern muss das Bahn-Angebot sinnvoll ergänzen! Schließlich geht es darum, MEHR Fahrgäste für die Schiene zu gewinnen! Sonst ist ein solches Konzept absolut SINNLOS!

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