S Nord

Stadtbahn S41 in Neckarsulm

Stadtbahn S41 in Neckarsulm auf dem Weg nach Norden. Anschlüsse funktionieren oft nicht, Verspätungen sind an der Tagesordnung.

Aktuelle News zum Projekt Heilbronn Stadtbahn Nord Linie S41 und S42:

– Weiterhin beklagen Fahrgäste im Landkreis Heilbronn die massiven Verschlechterungen beim Nahverkehr zwischen Neckarsulm und Heilbronn seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014.

– Der Fahrplan 2015 der Stadtbahn Nord Heilbronn – Neckarelz – Mosbach (S41) und Heilbronn – Bad Rappenau – Sinsheim (S42) auf den Seiten des HNV oder hier zum Download.

– Nachdem die Bahnbrücke in Bad Wimpfen endlich fertig wurde, fährt die Stadtbahn auf der Linie S42 seit 1. Mai 2015 auch nach Bad Rappenau und Sinsheim.

– Neben den Problemen mit den neuen Fahrzeugen gab es viele Diskussionen über das Fahrplankonzept, das – anders als bei S-Bahnsystemen üblich – vorsieht, dass die Stadtbahn lediglich bestehende stündliche, überregionale Bahnverbindungen ersetzt – mit allen damit verbundenen Nachteilen. Nach Mosbach-Neckarelz und Sinsheim sollen die Stadtbahnen nur jede Stunde fahren und bisherige Züge ersetzen. Nach vielen Protesten von Busunternehmen und dem VCD wurde der ursprüngliche 20-Minuten-Takt von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg inzwischen aufgegeben, um fahrgastfreundliche Anschlüsse zum Busverkehr (15/30-Taktung) oder zur S4 von/nach Öhringen zu ermöglichen. Der Fahrplan für 2015 hat diese Anschlüsse teilweise wieder zerstört und ergibt keinen wirklichen Taktverkehr.

– In einem Appell und mit Briefen an Entscheidungsträger forderte das Aktionsbündnis Bahnwende Korrekturen bei den Stadtbahn-Planungen und die Verschlechterungen für Fahrgäste abzuwenden.

Siehe dazu auch die Blog-Einträge:
Fahrplan-Murks bei Stadtbahn Nord sowie Stadtbahn Nord: Nichts wird besser, aber alle zahlen.
Sowie das VCD-Fahrplankonzept zur Stadtbahn Nord.
Hier gibt es auch noch Infos zu den künftigen Stadtbahn-Fahrzeugen, die bei weitem nicht die Qualität von modernen Eisenbahnfahrzeugen erreichen.

– Mit Öffentlichkeitsarbeit informierte die Stadt Heilbronn über den Bauablauf. Infos dazu auf der Internetseite www.stadtbahn-nord.hn. Dort gibt es in der „Infothek“ auch die Ausgaben der Heilbronner Stadtbahnzeitung zum Download.

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30. August 2015:
Minister Hermann nimmt aus Neckarelz viele Vorschläge mit

Bei seiner Sommertour machte Verkehrsminister Winfried Hermann in Neckarelz Station – Landrat Brötel: „Das Ziel wurde verfehlt“

Pünktlich um 10.07 Uhr kam der baden-württembergische Minister für Verkehr und Infrastruktur, Winfried Hermann, mit seinem Gefolge am gestrigen Dienstag während seiner Sommertour am Neckarelzer Bahnhof an. Seine Sommertour führte an diesem Tag noch über Seckach nach Hardheim und per Fahrrad bis an die Landesgrenze. In den gut 40 Minuten bis zur Abfahrt kam auf dem Bahnhofsvorplatz nur ein Thema zur Sprache: die Probleme mit der Stadtbahn Heilbronn Nord, die nun schon seit gut neun Monaten auf der Schiene ist.

Bei der Begrüßung wies Bürgermeister Michael Keilbach darauf hin, dass es für die Pendler „schwer vermittelbar“ sei, dass die Direktverbindungen nach Stuttgart fehlen. Zur Erinnerung: Seit Beginn der Stadtbahn sind viele Pendler auf das Auto umgestiegen und fahren nach Bad Friedrichshall oder Neckarsulm, um der Umsteigeproblematik bei der Stadtbahn zur Bahn und umgekehrt zu entgehen. Wartezeiten bei verpassten Zügen von bis zu einer Stunde wollen die Pendler nicht mehr hinnehmen. Auf Testfahrten in den letzten Monaten hat sich die RNZ selbst ein Bild von der Lage gemacht.

„Es ist schon eine merkwürdige Geschichte, die mich ereilt hat, wenn das Projekt Stadtbahn im Nahverkehrsbereich eigentlich eine Verbesserung darstellt, aber dann doch so viele Klagen kommen“, erzählte Winfried Hermann. In seiner Ansprache bemerkte der Verkehrsminister, dass sich „einiges verbessert hat“, aber es wohl erst in der neuen Ausschreibung 2018/2019 dauerhafte Direktverbindungen (alle zwei Stunden) Neckarelz nach Stuttgart geben wird.

„Trotzdem möchte ich betonen, dass es für alle im Land gerecht zugehen muss, und es eben nicht ganz so einfach ist, mit diesem Budget eine zusätzliche Leistung zu schaffen“, sagte der Landesminister. Landrat Dr. Achim Brötel entgegnete, dass die Region diese Verschlechterung für Pendler nicht akzeptieren kann: „Das Ziel wurde verfehlt, wenn Pendler auf das Auto umsteigen.“ Bis zur neuen Ausschreibung sei es eine „verdammt lange Zeit“. Deutlich vorher schon müssten Schritte eingeleitet werden, um Direktzüge fahren zu lassen, betonte der Landrat dem Minister gegenüber.

Auf Gegenwind stieß Winfried Hermann auch bei einigen Stuttgart-Pendlern, die bei der kleinen Diskussionsrunde vor Ort waren und die Problematik schilderten. „Die Verbesserungen, die hier erwähnt wurden, sind nicht so groß wie sie gemacht werden. Die Situation ist immer noch nicht hinnehmbar“, erklärte ein Pendler. Da das Gleis 8 im Stuttgarter Hauptbahnhof immer noch vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) gesperrt sei, bleibe die Abfahrt aus Stuttgart fragil. Verspätungen in Bad Friedrichshall und das Verpassen der Anschlusszüge in Richtung Neckarelz seien die Folge.

„Die Ungewissheit jeden Tag ist unerträglich. Auch die Informationspolitik, wenn Züge ausfallen, ist unzulänglich. Wenn jetzt Extra-Parkplätze in Bad Friedrichshall gebaut werden, spricht es für sich“, meinte eine andere Pendlerin. Mit dem Versprechen, die Vorschläge mit nach Stuttgart zu nehmen und zu prüfen, ob früher schon Direktverbindungen in und aus der Landeshauptstadt verkehren können, stieg Hermann in die erneut pünktliche S-Bahn nach Seckach.

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29. Juli 2015:
Stadtbahn Nord: Bad Rappenau will ohne Verbesserung nicht zahlen

Der Bad Rappenauer Gemeinderat verweigert Unterschrift unter Finanzierungsvertrag zu Betriebskosten mit großer Mehrheit.

Bad Rappenau bleibt bis auf Weiteres die einzige Kommune entlang der Stadtbahn Nord, die den Vertrag über die Aufteilung der Betriebskosten nicht unterzeichnet. Der Anteil der Kurstadt an den Betriebskosten – für 2016 werden 2,6 Millionen Euro erwartet – beträgt knapp acht Prozent. Für 2016 kommen so 210 000 Euro zusammen. Für das laufende Jahr stehen für Bad Rappenau anteilige Kosten in Höhe von rund 280 000 Euro im Raum (Gesamtbetriebskosten 3,5 Millionen Euro mit Vorlaufkosten). Die Gemeinderäte wollen aber erst Nachbesserungen beim Fahrplan verwirklicht sehen, bevor sie ihrer Kommune die gestiegenen finanziellen Lasten aufbürden. Der Antrag der Verwaltung auf Vertragsunterzeichnung wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Rechnungen, die in Verbindung mit der Stadtbahn stehen, sollen vorerst nur unter Vorbehalt bezahlt werden, beschloss das Gremium.

„Wir befürchten, dass der Zug abgefahren ist, wenn wir unterzeichnen“, brachte es CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Hocher in der jüngsten Sitzung auf den Punkt. Auch Bernd Hofmann von den Freien Wählern sperrte sich gegen eine Unterschrift. „Die Stadtbahn ist keine Erfolgsgeschichte für alle“, betonte er und Klaus Ries-Müller (ÖDP) sieht den Stadtbahnstart als eine Serie aus „Pleiten, Pech und Pannen“. „Keine Zahlung ohne Verbesserung“, forderte er, „sonst haben wir kein Druckmittel mehr.“

Knackpunkt ist der als zu lange empfundene Takt, in dem die Stadtbahn die Teilorte Grombach und Babstadt bedient. Zwei Stunden müssen die Fahrgäste hier warten, bis der nächste Zug fährt. Sonntags hat der Fahrplan noch größere Lücken. SPD-Stadtrat Willi Freymeyer etwa sieht dadurch seinen Wohnort Babstadt „im Windschatten“ von Bad Rappenau. „Wir sind damit absolut nicht zufrieden“, betonte er. Wie Hocher befürchtet auch Freymüller, dass der Stadt die Hände gebunden sind, sobald die Unterschrift unter dem Finanzierungsvertrag trocken ist. Dieses Misstrauen begründe sich „auf die ganze Historie der Stadtbahn“, bekannte er.

Die Zahl der Züge nach Sinsheim habe sich nicht erhöht, resümierte Klaus Ries-Müller, die Anbindung sei aber schlechter geworden, etwa durch das Umsteigen in Grombach „mit längerem Fußmarsch“. Für Schüler und Pendler aus Bad Rappenau und Siegelsbach habe die Stadtbahn teilweise erheblich längere Fahrzeiten gebracht, betonte Ries-Müller.

Die Stadtverwaltung hatte in den zurückliegenden Monaten mit dem Landkreis Heilbronn und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) über Verbesserungen verhandelt – mit bescheidenem Ergebnis: Zum Fahrplanwechsel im kommenden Dezember sollen die Verbindungen nun so angepasst werden, dass die Züge zu den Hauptnutzungszeiten auch Babstadt und Grombach im Stundentakt bedienen. Dafür entfallen dort allerdings Verbindungen am Vor- und am Nachmittag. Grund sind die gedeckelten Kosten für den Mehrverkehr. Weitere Verbindungen sind ohne Streichungen an anderer Stelle unter diesen Vorgaben nicht möglich.

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24. Juli 2015:
In Mosbach sorgt die Stadtbahn weiterhin für Zündstoff

Offener Brief von Pendlerin Gabriele Kappe – Verkehrsunternehmen AVG und das Landratsamt nehmen Stellung zur Situation.

„Eine unendliche Geschichte“, so betitelte Bahnfahrerin Gabriele Kappe ihr Schreiben an alle Beteiligten, die mit der Problematik der Stadtbahn Heilbronn Nord betraut sind. In ihrem Brief, der noch von zehn weiteren Pendlern unterschrieben wurde, beschwert sie sich über die Situation. Die RNZ berichtete in den vergangenen Monaten mehrfach über die angespannte Lage, die sich angeblich nur leicht verbessert haben soll. Die zunehmenden Zugausfälle bei den Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) sieht der Verkehrsclub VCD mit großer Sorge. „Die Stadtbahnen waren noch vor zehn Jahren das große Vorbild für den attraktiven Ausbau des Nahverkehrs, doch derzeit ärgern sich immer mehr Fahrgäste über die Mängel im System“, beklagt der VCD- Landesvorsitzende Matthias Lieb.

Ein Kritikpunkt, den auch die Neckarelzer Pendlerin vorbringt, sind die fehlenden Informationen auf dem Bahnsteig, wenn Züge ausfallen oder sich verspäten. „Die Zugausfälle müssen frühzeitig in alle Auskunftsmedien, nicht nur der AVG, sondern auch der DB eingespeist werden, so dass die Fahrgäste, aber auch die DB-Mitarbeiter in den Zügen und Reisezentren über die Stadtbahn-Ausfälle informiert sind und frühzeitig Alternativverbindungen wählen können“, erklärt Matthias Lieb weiter.

Pendlerin Gabriele Kappe ist verärgert, denn nach ihrer Meinung sind nur marginale Verbesserungen eingetreten. „Es wird deutlich schlechter. Und das fast messbar, von Woche zu Woche. Viele der Mitfahrer sind mittlerweile auf das Auto umgestiegen. Woran das wohl liegen mag?“, fragt die Bahnfahrerin.

Am 13. Juli ist erneut die Stadtbahn (Abfahrt: 5.50 Uhr) ausgefallen, und über 50 Pendler standen am Bahnsteig. Auch beim abendlichen Rückreiseverkehr, trotz teilweise verlängerter Umsteigezeiten, gibt es immer wieder Probleme. „Die Zustände sind seit der Umstellung nicht mehr hinnehmbar“, sagt Gabriele Kappe. Großer Ärger kommt dabei auf, wenn der Zug in Stuttgart pünktlich losfährt und doch der Anschluss (Umsteigezeit acht Minuten) in Bad Friedrichshall nicht erreicht wird.

Wie reagieren nun das Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises, das im aktuellen Bahn-Arbeitskreis federführend ist, und die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft? „Grund für den Ausfall am 13. Juli ist, dass ein Mitarbeiter unseres Partnerunternehmens, das die Fahrer auf den Linien S41 und S42 stellt, sich kurzfristig krank gemeldet hat und kein Ersatz gestellt werden konnte. Für die Kundin kamen an diesem Tag gleich mehrere Punkte zusammen. Wir können ihre Verärgerung absolut nachvollziehen und wollen uns dafür entschuldigen. Sie erhält natürlich eine ausführliche persönliche Antwort“, nimmt die Pressesprecherin der AVG, Sarah Fricke, Stellung. (…)

Auch das Landratsamt reagiert und hofft mit dem Arbeitskreis Erleichterungen herbeizuführen. „Die Experten der Landkreisverwaltung arbeiten auf allen Ebenen daran, weitere Verbesserungen im Betriebsablauf der Stadtbahn Heilbronn Nord zu erreichen“, erklärt Pressesprecher Jan Egenberger. Die Anmerkungen seien sehr wertvoll und würden in den regelmäßigen Sitzungen des Arbeitskreises analysiert. Mit den Rückmeldungen des Personals vor Ort und dem Wissen der Nahverkehrsexperten würden, wenn technisch möglich, konkrete Handlungsvorschläge umgesetzt.

Kritik äußert Gabriele Kappe daran, dass sich in Bezug auf Direktverbindungen zu Pendlerzeiten, die für sichere Zugverbindungen stehen, zu wenig getan wird. „Hinsichtlich der Rückreise von Stuttgart in den Kreis sind die Prüfung durchgehender Zugverbindungen zweistündlich ab Stuttgart, insbesondere um 16.13 und 18.15 Uhr über Heilbronn nach Neckarelz, ab Dezember 2016 festgehalten“, hält Jan Egenberger fest. Ob und wann die „unendliche“ Geschichte ein Ende finden wird, steht noch in den Sternen. Ein Minimalstandard sollte sich aber baldmöglichst einstellen.

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13. Juni 2015:
Mit der Stadtbahn Nord entspannt ans Ziel? Kommt darauf an!

An diesem Wochenende ist die Stadtbahn ein halbes Jahr auf der Schiene – Vor allem die Stuttgart-Pendler sind unzufrieden.

Stuttgart/Neckarelz. Stuttgart Hauptbahnhof, die Regionalbahn 19136 setzt sich um 16.46 Uhr mit einer knapp einminütigen Verspätung in Bewegung. Erleichterung im Lager der „Stuttgart-Pendler“, der Anschluss in Bad Friedrichshall mit der Stadtbahn scheint gesichert zu sein. Ein Blick aus dem Fenster am Neckarsulmer Bahnhof verstärkt rund eine Stunde später das gute Gefühl, denn die Stadtbahn steht dort noch auf den Gleisen, einer pünktlichen Ankunft in Neckarelz steht nichts mehr im Wege. Die Umsteigezeit von acht Minuten, die für diese Verbindung seit März vorgesehen ist, wird ausreichen.
Im Gegensatz zur ersten Testfahrt im Januar mit dem „Problemzug“ um 5.50 Uhr hat sich die Situation allerdings verändert. Resignation macht sich vor allem bei den Stuttgart-Pendlern breit. Viele sind nicht mehr da, die die Stadtbahn nutzen. Die bessere Alternative scheint nun zu sein, das Auto in Bad Friedrichshall oder Neckarsulm abzustellen, um nicht das „Risiko einzugehen“, eine „Stunde sinnlos auf dem Bahnsteig zu verharren“. Sollten die Leute nicht eher auf die Schiene gebracht werden und weg von der überfüllten Bundesstraße 27?

In der Stadtbahn sind viele Themen immer noch präsent: Züge sind nur nahverkehrstauglich, Verspätungen aus Stuttgart sind immer noch im Griff, keine Direktzüge, die Barrierefreiheit an einigen Bahnhöfen ist nicht gegeben. Die Liste lässt sich noch weiterführen.

Sinnbildlich stehen sich die AVG und die Deutsche Bahn gegenüber. Trotzdem gab es auf der Testfahrt auch einige glückliche Gesichter. Denn trotz berechtigter Kritik der Stuttgart-Pendler aus dem Elzmündungsraum sehen die sog. „Audianer“ bei der Stadtbahn viele Vorteile aufgrund der neuen Neckarsulmer Werkshaltestelle.

Haben sich im Januar noch wenige Audi-Mitarbeiter in der Stadtbahn verirrt, ist die Zahl der Zugfahrer deutlich angestiegen. „Viele sind schon auf die Stadtbahn umgestiegen. Das ist eine Entspannung und ein Vorteil, wenn man nicht mehr im Stau steht. Die Zeit, die eingespart wird, ist merklich spürbar“, meint ein sichtlich entspannter Audianer. (…)

Entspannt ans Ziel? Es kommt also darauf an! Vor allem hängt es davon ab, ob beide Züge tatsächlich gebraucht werden. Welche Verbesserungen können die Zugfahrer erwarten und welche Aussichten haben die Berufspendler für die Zukunft? Der Infokasten gibt einen Hinweis.

Eines ist aber jetzt schon sicher: Die Stuttgart-Pendler brauchen gute Nerven, sowieso wenn man in der Regionalbahn in Stuttgart sitzt und aufgrund Verspätungen anderer Züge (wie am Donnerstag) warten muss. Da reichen selbst die acht Minuten Umsteigezeit inkl. Bahnsteigwechsel in Bad Friedrichshall nicht mehr aus.

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29. April 2015:
Stadtbahn Nord verbindet die Metropolregion mit Heilbronn

Mit der Stadtbahn Nord beginnt am 1. Mai ein neues Zeitalter im Nahverkehr für Sinsheim, Bad Rappenau und Bad Wimpfen – Zu Verzögerungen kam es durch den Neubau einer Brücke

Bereits 1993 wurde der Ausbau der Stadtbahntrasse Nord für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Heilbronn festgeschrieben. Dennoch hat es mehr als 20 Jahre gedauert, die Bahn auf ihrem Weg von der Großstadt am Neckar Richtung Mosbach und schließlich Sinsheim auf die Gleise zu setzen. Damit ist jetzt auch die Metropolregion Rhein-Neckar ans Stadtbahnnetz angebunden. Technische Schwierigkeiten beim Neubau der Eisenbahnbrücke bei Bad Wimpfen haben den Lückenschluss bislang verhindert. Zum 1. Mai geht die Stadtbahnlinie S42 Heilbronn – Bad Wimpfen – Bad Rappenau – Sinsheim in Betrieb – mehr als fünf Monate nach dem ursprünglich festgesetzten Termin. Und es ist mehr als ein zusätzliches Angebot im öffentlichen Personennahverkehr. Die Erfindung aus Karlsruhe kombiniert bekanntlich Straßenbahn und Zug in einem Fahrzeug: Die Tram fährt auf Straßenbahn- und Bahngleisen mit der Regelspurweite von 1435 Millimetern. Somit bringt sie die Passagiere direkt in die Innenstadt.

Allein die Trassenführung in Heilbronn war eine schwere Geburt. Hier musste innerhalb von mehr als zwei Jahren die Hauptzufahrt in die Innenstadt, die Allee, für das Jahrhundertprojekt komplett umgekrempelt werden – sehr zum Vorteil der württembergischen Großstadt. Von der direkten und umsteigfreien ÖPNV-Anbindung des nördlichen Umlandes an die Heilbronner Innenstadt wollen vor allem der Einzelhandel, die Gastronomie, aber auch Praxen, Kulturanbieter und Schulen profitieren. Für die Expansion Richtung Norden und Westen wurden insgesamt 15 neue Züge geordert, vier verkehren bereits seit Dezember 2014 auf der Achse zwischen Heilbronn und Neckarsulm. Der Preis pro Fahrzeug liegt bei 4,5 Millionen Euro. Die 37 Meter langen und 63 Tonnen schweren Züge mit Panoramablick verfügen über 90 Sitz- und 150 Stehplätze, sind voll klimatisiert und haben eine Toilette an Bord. Barrierefreie Einstiege, ausreichend Raum für Kinderwagen, Fahrräder und Gepäck sowie bequeme Schalensitze tragen den Wünschen der Reisegäste Rechnung. Mit maximal 100 Stundenkilometern fährt die Stadtbahn über Land. Besonders erhofft man sich eine spürbare Verringerung des innerstädtischen Pkw-Verkehrs, Autofahrer sollen auf die Stadtbahn umsteigen.

Gleiches erhofft man sich in Neckarsulm. Allein in der Autostadt gibt es fünf Stadtbahn-Haltestellen, eine unmittelbar am Audi-Werk. Bei aller Vorfreude gibt es aber bei der Fahrplangestaltung noch Diskussionsbedarf. Die Kosten für die Stadtbahntrasse innerhalb des Heilbronner Stadtgebiets belaufen sich auf 84,2 Millionen Euro inklusive Planungskosten. Gerechnet wird auf der Nordstrecke mit täglich bis zu 10 000 Fahrgästen.

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16. Februar 2015:
Stadtbahn nach Mosbach: „Der lautstarke Protest der Pendler hilft“

Das Projekt „Stadtbahn Heilbronn Nord“ steht weiterhin massiv in der Kritik – Im RNZ-Interview äußert sich Stadtplaner Klaus Kühnel (…)

Die Pendler im Neckar-Odenwald-Kreis fühlen sich massiv abgehängt. Haben sie das „Unheil“ als Vertreter der Stadt Mosbach nicht kommen sehen?
Die Stadt Mosbach ist 2005 erstmals zu einem Gespräch eingeladen worden, das das Landratsamt Heilbronn mit den betroffenen Gemeinden führte. Als klar wurde, dass dafür der stündliche Doppelstockzug von der Landeshauptstadt nach Neckarelz entfällt, waren wir gelinde gesagt entsetzt, weil es viel schlechtere Verbindungen von und nach Stuttgart zur Folge gehabt hätte. Wir trugen unsere Bedenken sofort dem Verkehrsministerium vor. Am Grundprinzip konnte man aber schon damals nichts mehr ändern. Was jetzt an Problemen eingetreten ist, übertrifft unsere Befürchtungen bei Weitem. Ich denke, dass Stuttgart 21 eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Wie kann es sein, dass der Neckar-Odenwald-Kreis knapp 2,8 Millionen Euro für das Stadtbahn-Projekt investiert und dafür bei der Fahrplangestaltung (beispielsweise für bessere Direktverbindungen) dann kaum ein Mitspracherecht hat?
Die Stadtbahn hat auf jeden Fall auch ihre Vorzüge, die eine Investition rechtfertigen, zumal 2,8 Millionen nur zwei Prozent der Gesamtkosten von rund 140 Millionen Euro darstellen. Wer in der Heilbronner Innenstadt oder bei Audi arbeitet, kann jetzt direkt dorthin hinfahren. Der Haßmersheimer Steg wäre ohne Stadtbahn nicht denkbar gewesen. Die Direktverbindungen von Neckarelz nach Stuttgart sind dagegen kein Stadtbahnthema. Dafür ist das Land Baden-Württemberg als Aufgabenträger zuständig. Das Verkehrsministerium verweist bisher auf fehlende Mittel, um zusätzlich zur Stadtbahn Züge durch das Neckartal zu führen.

Wer hat nach beim aktuellen BahnChaos die größte Verantwortung – die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), die Deutsche Bahn (DB) oder doch die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG)?
Der Raum Heilbronn, der das Projekt Stadtbahn auf den Weg gebracht hat, ist Hauptverursacher der Veränderungen. Die NVBW ist als Tochter des Landes Baden-Württemberg der Bezahler des Nahverkehrs, außerdem gibt sie den Fahrplan vor. Der DB Netz AG gehört die Infrastruktur, die DB Regio fährt die Züge im Neckartal und die AVG stellt im Auftrag vom Raum Heilbronn die Stadtbahn. Die Verantwortung liegt ein Stück weit bei allen. Hier zeigt sich aber auch der Nachteil des zerstückelten Systems: Wenn man möglichst viele Verkehre kleinräumig ausschreiben und an unterschiedliche Anbieter vergeben will, bleibt der überregionale Verkehr buchstäblich auf der Strecke. Haben wir es aber mit unterschiedlichen Unternehmen zu tun, wird es in Zukunft wohl tatsächlich unmöglich sein, durchgebundene Verkehre im Neckar-Odenwald-Kreis zu erreichen. (…)

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9. Februar 2015:
Stadtbahn nach Mosbach: Der Konflikt ist am Siedepunkt

Bei der Diskussion „Stadtbahn – ein Ärgernis“ bezogen Verantwortliche Stellung. Das Interesse war derart groß, dass Besucher sogar in den Gängen Platz nehmen mussten. „Wir sind doch auch Baden-Württemberger“, eröffnete eine Frau die Diskussion um die Stadtbahn. Viele Pendler fühlen sich nach der Einführung Dezember 2014 wie in „Badisch-Sibirien“, „verkehrstechnisch in einem Entwicklungsland“ oder sich völlig auf das „Abstellgleis“ verschoben.
(…) Es drehte sich immer wieder um die Umsteigezeit von vier Minuten auf der Hin- und Rücktour in Richtung Stuttgart am Bahnhof Neckarsulm. „Wer das geplant hat, ist noch nie Bahn gefahren“, rief eine genervte Pendlerin den Herren der NVBW zu. „Wenn man noch einen Koffer oder Kinderwagen dabei hat und dann das Gleis wechseln muss, ist der Zug längst weg. Ich hätte schon meinen Job verloren, wenn ich für diesen Schwachsinn verantwortlich wäre“, warf eine andere Bahnfahrerin ein.
Bei Verspätungen haben sogar Güterzüge Vorrang, die Pendler stehen in der Kälte. Eine Stunde müssen sie dann ausharren. „Ohne den Begriff zu sehr zu strapazieren, aber das ist schlichtweg menschenverachtend“, schüttelte ein Bahnfahrer den Kopf.
(…) Um die Umsteigeproblematik dauerhaft zu lösen, sieht Landrat Brötel nur eine Möglichkeit: Es müsse zu den typischen Pendlerzeiten wieder Direktverbindungen geben. Neben der NVBW und der DB Regio steht auch die AVG als Betreiber der Stadtbahn in der Kritik. Fahrzeugprobleme, Zugausfälle, eine unterbesetzte Leitstelle und jede Menge Verspätungen verpatzten den Start.

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14. Januar 2015:
Stadtbahn Nord: Die Fahrgäste werden massiv verprellt

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert die Rücknahme der Verschlechterungen beim Nahverkehr zwischen Heilbronn und Neckarsulm – Oftmals herrsche das Chaos

Nach über einem Monat Betrieb der Stadtbahn Heilbronn Nord zieht der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine erste Bilanz und fordert umgehend Nachbesserungen beim Fahrplanangebot, die Wiedereinführung von gestrichenen Busverbindungen im Ballungsraum Heilbronn – Neckarsulm und einen 15-Minuten-Takt als Mindeststandard.
„Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 hat sich beim Öffentlichen Verkehr in der Region vieles verschlechtert“, stellt VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter ernüchtert fest. Oftmals herrsche das Chaos. Stadtbahnen seien unpünktlich oder fielen ganz aus, Anschlüsse funktionierten überhaupt nicht oder würden regelmäßig verpasst, die Fahrgastinformation an den Haltestellen sowie die Online-Fahrplanauskunft funktionierten nicht. (…)

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14. Januar 2015:
Stadtbahn Nord: Entspannung Fehlanzeige – Eine Reportage

Die Stadtbahn Nord ist seit einem Monat in Betrieb und steht weiter in der Kritik. Zu recht? Die RNZ ist im „Problemzug“ mitgefahren.

Mosbach-Neckarelz. Montagmorgen, Bahnhof Neckarelz, es ist 5.50 Uhr, es ist dunkel, es ist kalt, die Stadtbahn Nord setzt sich diesmal pünktlich in Bewegung. Zahlreiche Pendler strömen in den Zug, sie wollen in Richtung Heilbronn oder auch Stuttgart, wo ihre Arbeitsstellen sind. Anlässlich immer wieder auftretender Probleme erschien es naheliegend, sich einmal selbst ein Bild von der Lage zu machen: Gibt es mit der Stadtbahn tatsächlich so viel Ärger? Ist sie wirklich so unbeliebt, wie es den Anschein hat?
Meine Mitreisenden sind alles andere als schläfrig, erteilen mir gerne Auskunft. Der ein oder andere Pendler spricht mich auf dem Weg durch den Zug sogar von sich aus an, will unbedingt seine Meinung loswerden. „Toll, dass Sie da sind“, wertschätzt einer, „endlich ist jemand vor Ort, um die Probleme offenzulegen“, freut sich ein anderer.
Noch im Dezember hatte mir die AVG (Albtal-Verkehrs-Gesellschaft) auf Nachfrage mitgeteilt, dass ausschließlich neue Züge auf der Strecke zwischen Mosbach und Heilbronn eingesetzt werden sollen. Die 5.50-Uhr-Pendler müssen in einem Wagen älteren Baujahrs Platz nehmen.
Egal ob alte oder neue Züge, mit den Stadtbahnwägen sind die meisten Pendler nicht glücklich. Mir selbst fällt auf, dass das Platzangebot auf den Sitzen gerade für größere Menschen nicht befriedigend ist. Es gibt zudem keine Ablagemöglichkeiten für Taschen oder Koffer und gleichzeitig nur wenige Haken, um Jacken aufzuhängen.
Das größte Problem bleibt aber die knappe Umsteigezeit in Neckarsulm sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt. Dort haben die Pendler nur vier Minuten Zeit, um den Bahnsteig zu wechseln und die Regionalbahn in Richtung Stuttgart zu erreichen. „Das ist eine deutliche Verschlechterung“, sagt mir eine aufgebrachte Stuttgart-Pendlerin, „von wegen entspannt“. Auf Monitoren im Abteil wirbt die Stadtbahn damit, dass man „großzügig, komfortabel und entspannt ans Ziel“ gelangt. Eine Botschaft, die mancher Pendler als „blanken Hohn“ empfindet.
Im vorderen Zugteil angelangt, weisen mich Mitreisende darauf hin, dass sich die „Stuttgart-Fahrer“ im hinteren Teil des Zuges „postiert“ hätten. Um so schnell wie möglich aus der Stadtbahn zu stürzen, damit der Anschlusszug erreicht werden kann. Und tatsächlich: In Neckarsulm geht es auf einmal sehr hektisch zu, da es gleistechnisch vor Ort nicht möglich ist, die Züge vom selben Bahnsteig abzufertigen. Entspannung? In diesem Fall wirklich Fehlanzeige!
Um dieser Situation zu entgehen, haben sich offenbar sogar schon einige Bahnpendler aus der Region Mosbach dafür entschieden, ihr Auto in Bad Friedrichshall abzustellen, um von dort direkt mit der Regionalbahn nach Stuttgart zu fahren.
Beschwerden gibt es aber noch weitere: Etwa, dass man als Pendler mehrere Fahrpläne braucht oder es mitunter keine Lautsprecherdurchsagen gibt.
Ein paar Vorteile finden sich aber auch: Eine direkte Verbindung zwischen Mosbach und Heilbronn ist für viele tatsächlich eine deutliche Verbesserung. Auch Audi-Mitarbeiter profitieren von der Stadtbahn (aufgrund zusätzlicher Haltepunkte) und bewerten diese Neuerung auf Nachfrage positiv.
Fazit nach dem frühmorgendlichen Bahncheck: Tauschen würde ich mit den Pendlern nicht unbedingt wollen (und das nicht nur wegen der Uhrzeit), ihre Verärgerung ist zum überwiegenden Teil verständlich. Dass die Kritik auch einen Monat nach Stadtbahnstart derart massiv ausfällt, war allerdings überraschend. Es lässt Fragen aufkommen, ob sich die Investitionen tatsächlich gelohnt haben. Die Fahrgäste selbst hoffen indes, dass es kurz vor sechs am Morgen bald wieder eine Direktverbindung nach Stuttgart geben wird. So wie vor dem Start der Stadtbahn.
Kleine Ergänzung eines Lesers: Am Tag nach der Reportage (also am 13.01.) ist die 5:50 S-Bahn komplett ausgefallen – die Pendler wurden darüber um 5:47 Uhr über die Anzeigetafel informiert. Sie mussten dann auf den nächsten Zug/S-Bahn warten oder, gleich mit dem Auto fahren.

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15. Dezember 2014:
Stadtbahn nach Mosbach: Gerade gestartet und schon Zugausfälle

Die kostenlosen Fahrten zum Start der Stadtbahn Heilbronn Nord haben am Samstag viele Gäste aus der Region genutzt. Mit der Stadtbahn existiert nun eine weitere Möglichkeit, um „umsteigefrei“ nach Heilbronn zu gelangen. Die Freude über die neue Verbindung war allerdings nicht lange ungetrübt, denn pünktlich zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn kam es vermehrt zu Problemen auf dieser Strecke. Die Bahn jedoch sieht sich hier außen vor; auf eine RNZ-Anfrage verwies deren Pressestelle auf die Betreibergesellschaft AVG (Albtal-Verkehrs-Gesellschaft).
Bereits am Sonntag fielen mehrere Züge aufgrund technischer Probleme aus. „Wir bedauern natürlich diese Unannehmlichkeiten auf unserer neuen Strecke. Leider hat die Technik in manchen Bereichen nicht funktioniert“, erklärt Sarah Breuer, Pressesprecherin der AVG. Aufgrund der komplett neuen Züge sei es im ersten „Stresstest“ des regulären Betriebs zu Schwierigkeiten gekommen.
Nicht nur die Zugausfälle verunsichern die Kunden der Region, die mit der neuen Stadtbahn und der AVG noch keine Erfahrungen gesammelt haben. Auch Berufspendler haben am gestrigen Montagmorgen Ungereimtheiten hinnehmen müssen.
Die Stadtbahn von Mosbach-Neckarelz (Abfahrt: 5.50 Uhr) nach Neckarsulm (Ankunft: 6.16 Uhr) hatte am Montag so viel Verspätung, dass der Anschlusszug nach Stuttgart, der vier Minuten später abfährt, nicht erreicht werden konnte. „Sind diese ärgerlichen Vorkommnisse ein erster Vorgeschmack auf weitere Unannehmlichkeiten?“, fragt sich indes RNZ-Leser Dr. Albrecht Ernst besorgt, der auf diese Verbindung angewiesen ist. (…)
Der Mosbacher Landtagsabgeordnete Georg Nelius (SPD) versteht den Ärger der Bahnkunden, die am Montagmorgen um 5.50 Uhr die Verbindung Mosbach-Neckarelz nach Stuttgart nutzen wollten. Empörte Fahrgäste hatten sich an den Abgeordneten gewendet. Nelius fragte sofort bei der DB Regio Stuttgart und der AVG Karlsruhe nach und erläuterte die Problematik der Umsteigebeziehung in Neckarsulm bei dieser Verbindung. „Ich hätte mir einen besseren Start für das ÖPNV-Projekt Stadtbahn Nord gewünscht“, meinte Georg Nelius.
Es bleibt in diesem Fall abzuwarten, wie die Absprache der AVG und der Deutschen Bahn in den kommenden Tagen funktioniert, denn in Neckarsulm sollte der Anschlusszug der Bahn nach Stuttgart eigentlich warten, wenn die Verspätung noch im Rahmen liegt. Den ersten Stresstest hat die neue Stadtbahn Heilbronn Nord in den ersten zwei Tagen nicht bestanden.

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15. Dezember 2014:
Die Stadtbahn Nord rollt trotz etlicher Hindernisse

Pünktlich zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn am 14. Dezember nahm die S 41 ihren Betrieb auf und verbindet zunächst Mosbach mit Heilbronn. Bereits am Samstag konnte die Bevölkerung die Verbindung kostenlos testen. Die Landräte der Kreise Heilbronn und Neckar-Odenwald, Detlef Piepenburg und Dr. Achim Brötel, hatten an der Seite von Innenminister Reinhold Gall sowie von Vertretern angrenzender Kommunen und MdB Josip Juratovic (SPD) mit einer Jungfernfahrt die Strecke sozusagen freigegeben. Am Gleis 1 des Gundelsheimer Bahnhofs hatte Landrat Piepenburg augenscheinlich mehr als einen Grund zur Aufforderung, „schieben wir den Ärger weg und freuen uns, dass es heute läuft“. Heike Schokatz, Bürgermeisterin von Gundelsheim, war leider erkrankt.
Das letzte Ärgernis war relativ kurzfristig bekannt geworden: Die Inbetriebnahme der gesamten Strecke ist am Abschnitt bis Sinsheim ins Stocken geraten. Die Deutsche Bahn AG hat Brücke und Bahnhof in Bad Wimpfen nicht termingerecht fertigstellen können. Aus Kreisen der Bahn wird als Fertigstellungstermin Ende April 2015 genannt. Piepenburg rechnet eher bis Mitte 2015.
Stolpersteine gab es bei diesem Großprojekt, das drei Landkreise verbindet, bereits zur Genüge. (…)
Die Fahrt mit der Stadtbahn vom Bahnhof Mosbach nach Heilbronn (Hbhf) dauert 55 Minuten. Wer schneller nach Heilbronn will, kann den Regionalexpress nehmen, der vom Bahnhof Neckarelz im Zwei-Stunden-Takt fährt und die Strecke mit weniger Halten in etwa der Hälfte der Zeit bewältigt. Direkte Zugverbindungen von Mosbach-Neckarelz nach Stuttgart wurden stark reduziert.

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13. November 2014:
Stadtbahn Nord: Die neue Brücke sitzt – Ab wann die Stadtbahn verkehren wird, ist noch unklar

Es ist der wichtigste Lückenschluss zur Stadtbahn Nord, die künftig zwischen Heilbronn, Bad Wimpfen und Sinsheim verkehren soll: Die Eisenbahnbrücke bei Bad Wimpfen. Das knapp 400 Tonnen schwere Stahlbauwerk wurde am gestrigen Mittwoch mit einem Spezialkran in die vorbereiteten Widerlager gehoben – Millimeterarbeit für alle Beteiligten.
Nach knapp zwei Stunden war die spektakuläre Aktion erfolgreich auf den Weg gebracht. Die Stahlbrücke sitzt genau dort, wo sie hin sollte. Die zweigleisige, rund 400 Tonnen schwere und 31,50 Meter lange Brücke war in den letzten Wochen vormontiert und in der Nacht im Schritttempo etwa 600 Meter weit an den endgültigen Standort transportiert worden. Dort hob gestern Mittag ein 600-Tonnen-Raupenkran das Bauwerk in seine endgültige Position, unter den Augen von unzähligen Schaulustigen.
Für die aufwendigen Bauarbeiten der Bahn ist die wichtige Verbindungsstraße durch Bad Wimpfen schon seit längerer Zeit gesperrt. Vor allem vor den Herbstferien brach in der Umgebung deshalb regelmäßig der Berufsverkehr zusammen. Rechtzeitig vor dem Weihnachtsmarkt soll die Straße wieder geöffnet werden.
Wegen der Gleisbauarbeiten fahren zwischen Bad Friedrichshall und Bad Rappenau seit nahezu einem Jahr keine Züge mehr. Die ursprünglich geplante Stadtbahneinweihung am 13. Dezember sagte die Bahn wegen Verzögerungen an der Brücke ab. Der neue Termin steht nach Angaben eines Sprechers noch nicht fest. Nicht vorhersehbare bautechnischer Probleme im Bereich des Baugrundes erforderten eine Neuplanung sowie eine erheblich aufwendigere Gründung der Brückenwiderlager. Dies führte dazu, dass sich Einbau und Fertigstellung der Brücke verzögerten.

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31. Oktober 2014:
Die Stadtbahn Nord kommt schon wieder später

Die Stadtbahn wird dieses Jahr nicht mehr von Heilbronn über Bad Wimpfen und Bad Rappenau nach Sinsheim fahren. Wie ein Sprecher des Heilbronner Landratsamtes mitteilte, hat die Bahn den für 14. Dezember geplanten Einweihungstermin gestern kurzfristig abgesagt. Der Neubau der Brücke in Bad Wimpfen werde nicht rechtzeitig fertig, hieß es zur Begründung. Seit rund einem Jahr gibt es in Bad Wimpfen wegen der Brückenbaustelle keine Zuganbindung mehr. Der Brückenneubau wurde notwendig, um ein zweites Gleis zu legen. Bad Wimpfen soll zum Kreuzungsbahnhof für die Stadtbahn Nord ausgebaut werden.
„Noch 100 Tage bis zur Eröffnung der Stadtbahn“ schrieb am 5. September die RNZ, nachdem ein Sprecher der Bahn keinen Zweifel an der Einhaltung des Termins gelassen hatte. „Auf der Baustelle wird auf Hochtouren gearbeitet – auch an den Wochenenden“, teilte damals Sabrina Nebauer mit. Die Pressesprecherin der Deutschen Bahn in Stuttgart weiter: „Wir gehen davon aus, dass die Bauarbeiten rechtzeitig abgeschlossen sind“.
Jetzt also doch nicht, das Nadelöhr wird nicht termingerecht fertig. Denn alles hängt diesmal an der Eisenbahnbrücke in Bad Wimpfen. Ohne dieses Bauwerk kann bekanntlich keine Stadtbahn von Heilbronn über Neckarsulm nach Bad Rappenau und Sinsheim fahren. (…)

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28. Oktober 2014:
Sinsheim: Der Fahrplan der Stadtbahn Nord weist bedeutende Lücken auf

Mit der geplanten Einführung der Stadtbahn Nord von Heilbronn nach Sinsheim zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember wird eine spürbare Verbesserung des Schienen- und Busangebotes im nördlichen Kraichgau erwartet. Bei der letzten Sitzung des Arbeitskreises Nahverkehr wurde der aktuelle Fahrplanentwurf erörtert und festgestellt, dass das Zugangebot zwar insgesamt gesehen eine Vielzahl neuer Verbindungen enthält, das Fahrplanangebot im Lokalverkehr zwischen Sinsheim und Bad Rappenau jedoch Lücken aufweist. So werden die Zwischenhalte Grombach und Babstadt tagsüber nur in einem Zweistundentakt bedient. Darüber hinaus sind die Ankunftszeiten im morgendlichen Schülerverkehr nicht auf den Unterrichtsbeginn der Sinsheimer Schulen abgestimmt. (…)

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13. Juni 2014:
Farbe für das Sülmertor: Gelbe Holzverkleidung fertig montiert

Sülmertor Wandverkleidung

Sülmertor Wandverkleidung

(PM) Seit wenigen Tagen erstrahlt die gleisseitige Wand an der neuen Sülmertor-Unterführung in drei verschiedenen Gelbtönen. Um die betongeprägte neue Unterführung für die Stadtbahn Nord attraktiver zu gestalten, wurde seit dem Frühjahr auf der Südwand auf rund 400 Metern Länge eine senkrecht stehende Holzlattenkonstruktion auf einer Stahlträgerkonstruktion angebracht. Die in drei verschiedenen Gelbtönen gestrichenen Holzelemente haben verschiedene Längen. Die Latten wurden nach den Plänen des Karlsruher Architektenbüros basicc aus heimischem Tannenholz gefertigt und sind teilweise gehobelt, teilweise auch sägerauh, um zusätzliche Lichteffekte in der Oberflächenstruktur zu erzeugen. Rund 5000 Meter Holz, 4000 Klebedübel und etwa 1500 laufende Meter Winkelstahlprofile waren für die Gestaltung notwendig. Die Idee war entstanden, nachdem die SPD-Fraktion eine Anfrage nach Gestaltungsmöglichkeiten der Unterführung gestellt hatte. Eine ursprünglich vorgeschlagene Begrünung der Wände konnte wegen der notwendigen regelmäßigen Bauwerkskontrolle nicht realisiert werden. Derzeit prüft die Verwaltung, wie die Stützwand entlang des verkehrsberuhigten Bereichs im Trog gestaltet werden kann.

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30. April 2014:
Elektronische Anzeigen für Heilbronns Stadtbahn Nord

Ein weiterer Mosaikstein beim Ausbau der Stadtbahn-Linie Nord in Heilbronn ist gesetzt: An fast allen Haltestellen zwischen Allee und Kaufland weisen jetzt elektronische Fahrzielanzeigen den Weg, und Lautsprecher stehen für weitergehende Informationen bereit. Damit hat die Strecke nun den gleichen Stand wie der Innenstadtabschnitt der West-Ost-Linie zwischen Hauptbahnhof und Harmonie, berichtet der Technische Projektleiter Stadtbahn, Markus Kunert.
Dargestellt ist derzeit noch die fahrplanmäßige Abfahrtszeit des nächsten Zuges. Künftig sollen die bis zur Abfahrt verbleibenden Minuten „in Echtzeit“ angezeigt werden – so ersparen sich die Fahrgäste den Blick zur Uhr und eventuelle Abweichungen vom Fahrplan sind mit einberechnet. Besonderheit an der Haltestelle Allee/Harmonie: Hier werden auch die abfahrenden Stadtbusse angegeben. Während die bisherigen Bildschirme orangene Schrift auf schwarzem Grund zeigen, bieten die „Neuen“ weiße Schrift auf schwarzem Grund. Angezeigt wird auch die Uhrzeit, für Sehbehinderte wird noch ein Taster nachgerüstet: Dann wird es erstmals im Heilbronner Stadtbahnnetz möglich sein, sich den angezeigten Text auch ansagen zu lassen. Die Stadtwerke Heilbronn GmbH hat rund 320.000 Euro in die Ausstattung investiert.

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1. April 2014:
Heilbronns Stadtbahn soll im Dezember in Mosbach und Sinsheim fahren

Die Stadtbahn Nord soll ab Dezember in diesem Jahr auch nach Mosbach und Sinsheim fahren. Das gaben die Beteiligten am Montag bei einem Spitzengespräch bekannt. Im Heilbronner Landratsamt hatten sich gestern alle Beteiligten Kreis, Stadt, Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) und Bombardier zu einem klärenden Gespräch getroffen.(…)
Bis Juni sollen 16 Stadtbahnzüge geliefert werden, danach weitere zehn. Damit kann der Betrieb der Stadtbahn von Heilbronn nach Mosbach und nach Sinsheim ab Dezember, also mit einem Jahr Verspätung, doch anlaufen. Die Bereitstellung der Fahrzeuge hänge auch noch von einer eigenen reibungslosen Prüfung ab, sie würden „auf Herz und Nieren“ geprüft, was dabei herauskommt, das wisse man noch nicht. Nach der Lieferung beginnt die Albtalverkehrsgesellschaft mit der eigenen Überprüfung der Fahrzeuge und die Fahrer werden für das neue System eingelernt. Bombardier begründet die Verzögerung u.a. damit, dass es sich um das europaweit einmalige Projekt von Zügen für Zweisystem-Betrieb handelt, die sowohl auf Stadtbahngleisen wie auch denen der Bundesbahn fahren.(…)
Öffentlich eingestandene Einsicht in Fehler waren beim Heilbronner Treffen eher Mangelware, offener äußerte sich dazu Bombardier-Chef Lutz Berling in einem Handelsblatt-Interview, als er zugab „dass wir unsere Entwicklungskapazitäten wegen des hohen Auftragseingangs überstrapaziert hatten“.

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18. Februar 2014:
Stadtbahnärger ohne Ende in Heilbronn

Und wieder verzögert sich der Stadtbahnbetrieb um ein halbes Jahr: Der Zuglieferant Bombardier kann die Züge nicht rechtzeitig liefern. Das Unwort des Jahres für den Landkreis Heilbronn und die Karlsruher Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) dürfte jetzt bereits feststehen: „Bombardier“. In einer Pressemitteilung vom 17. Februar muss die AVG einräumen, dass sich die vollständige Betriebsaufnahme der Strecke Heilbronn-Nord weiter verschiebt. Die Stadtbahn S42 sollte schon im vergangenen Jahr (es war schon zuvor zu Verzögerungen gekommen), nun endlich zum Fahrplanwechsel am 8. Juni 2014 von Heilbronn nach Norden fahren, d.h. bis Mosbach und zum Jahresende bis Sinsheim. Das kann man jetzt vergessen. Der Ärger unter den Betroffenen ist groß. (…)
Die AVG betont jetzt, dass der Mannheimer Zughersteller Bombardier die alleinige Verantwortung für die Verzögerung trage und reagiert „mit vollkommenem Unverständnis auf die erneuten Probleme“. Die Einreichung der für die Zulassung des neuen Zweisystem-Fahrzeuges ET 2010 beim Eisenbahnbundesamt erforderlichen Dossiers müsse durch den „selbst ernannten Weltmarktführer Bombardier“, wie es darin ironisch heißt, zum wiederholten Male verschoben werden. Die Verzögerungen seien auf technische Probleme seitens des Herstellers zurückzuführen. Für die Zulassung müssen in 21 Fachbereichen Einzeldossiers mit theoretischen und praktischen Nachweisen sowie einem abschließenden Gesamtdossier abgegeben werden, erst dann kann der Prüfungsprozess, der bis zu vier Monate dauern kann, überhaupt in Gang gesetzt werden. Dazu fehlten aber weiterhin noch vier Einzeldossiers und das Gesamtdossier.
Landrat Detlef Piepenburg sagte zur neuen Entwicklung, er sei zutiefst enttäuscht und vor allem besonders ärgerlich darüber, dass der Landkreis keinerlei Einfluss und Steuerungsmöglichkeiten habe. Vertragspartner von Bombardier ist ausschließlich die AVG. Die Stadtbahnzüge für den Betrieb der S42 kosten 52 Millionen Euro, davon sind ca. 60 Prozent bereits bezahlt.

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21. Januar 2014:
S42 fährt häufig mit Verspätung

Es mehren sich die Anzeichen, dass offenbar die Fahrzeit der S42 von 17 Minuten zwischen Heilbronn-Hbf und Neckarsulm nur schwer zu halten ist und die Züge derzeit oft mit Verspätung unterwegs sind. Der VCD hält dies angesichts eines weitgehenden Straßenbahnbetriebs für nicht verwunderlich und die Fahrzeit von nur 17 Minuten für sehr ambitioniert. Ein Sprecher der Karlsruher Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) bestätigt, dass derzeit die Fahrten teilweise verspätet seien. Dies liege allerdings nicht am Fahrplan an sich, sondern dies sei beim Anlauf einer neuen Straßenbahnstrecke normal. Zum einen müssten sich die Fahrer zunächst an die Strecke und den Fahrplan gewöhnen – wo kann man wie schnell fahren, wo und wann ist Zeit, wann ist ein zügiger Fahrgastwechssel nötig. Zum anderen seien die Signalanlagen mit den Anforderungszeiten noch nicht optimiert. Die geplanten Annäherungs- und Räumzeiten auf Seiten des Autoverkehrs müssten an die tatsächlichen Zeiten angeglichen werden. Für eine Verschleppung von Verspätung sorge derzeit auch die sehr geringe Wendezeit am Willy-Brandt-Platz in Heilbronn, die nur während des Übergangsbetriebes zum Erreichen des Anschlusses in Neckarsulm so kurz sei. Auch die Fahrzeuge sorgten teilweise noch für Verspätungen, da sie nun erstmals im Linienbetrieb stellenweise unter Bahnstrom von 15 kVolt führen. (mgr)

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28. November 2013:
Heilbronner Stadtbahn erreicht Neckarsulm ab 15. Dezember

Die Stadt Heilbronn informiert jetzt in einer aktuellen Pressemitteilung über den Start der Stadtbahn Nord S42 am 15. Dezember im 30-Minuten-Takt zwischen Heilbronn-Hbf und Neckarsulm mit Freifahrten am 14.12. Die offizielle Eröffnung der neuen Stadtbahnlinie findet am Samstag, 14. Dezember, vormittags bei der Harmonie statt. Nach den Reden von Oberbürgermeiser Helmut Himmelsbach, Staatssekretärin Dr. Gisela Splett, Landrat Detlef Piepenburg und dem Technischen Leiter der Albtal Verkehrs Gesellschaft, Christian Höglmeier, darf das Band durchschnitten werden; die Jungfernfahrt für die geladenen Gäste startet um 10.30 Uhr Richtung Neckarsulm, wo OB Joachim Scholz die Gäste aus der Nachbarstadt empfangen wird.

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4. November 2013:
Erste Testfahrten der Stadtbahn Nord

Ab Montag, 4. November, beginnen die praktischen Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der Stadtbahn-Nord. „Ab dem Morgen dieses Tages steht die Fahrleitung auf der gesamten Strecke zwischen Harmonie und Neckarsulm unter Spannung“, macht der Technische Projektleiter Andreas Berk aufmerksam. Damit ist auch die Voraussetzung für Testfahrten in dieser Woche geschaffen. Erste Tests zur Abnahme der neuen Weichen und Signaltechnik im Bahnhof Neckarsulm fanden bereits am Samstag statt. „Aus unserer Sicht ist alles in Ordnung“, stellt Carsten Kunert, vom Eisenbahn-Bundesamt zugelassener Gutachter in der Heilbronner Stimme, fest. Getestet wurde am Wochenende in dem Bereich, der wie das DB-Netz unter 15.000 Volt Wechselstrom betrieben wird.

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29. September 2013:
Fahrplankonferenz: Stadtbahn Nord ab Dezember alle 30 Minuten, Neckartal wird abgehängt

Wie auf der Fahrplankonferenz der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in der Heilbronner IHK bekannt wurde, soll die Stadtbahn Nord ab Fahrplanwechsel im Dezember 2013 vorerst alle 30 Minuten zwischen Neckarsulm und Heilbronn-Harmonie pendeln. Der Busverkehr im Neckartal bleibt zunächst unverändert.

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7. August 2013, Rhein-Neckar-Reitung:
Die Stadtbahn hat noch viele Baustellen

Die Stadtbahn-Nord ist nicht etwa eine Baustelle – sie ist drei oder vielleicht auch fünf Baustellen: Die, an der gerade mit Hochdruck gearbeitet wird, um den „geplanten“ Stadtbahnstart am 15. Dezember einzuhalten. Die, die gerade erst vor wenigen Tagen bekannt wurde, nämlich ob die für den Betrieb bei Bombardier bestellten Wagen rechtzeitig die Zulassung bekommen und dann auch im ganzen (neuen) Netz eingesetzt werden können. Die dritte die, ob die Streckenvergabe rechtzeitig abgeschlossen sein wird – und eigentlich als vierte Baustelle geht es um die Umleitungen und den Ersatzverkehr. Diese Situation ist nach der Meinung des Deutschen Verkehrsclubs Hall-Heilbronn-Hohenlohe und dessen Vorstandsmitglied Susanne Lederer äußerst unbefriedigend. Dabei ließe sich dieses Problem wohl auch am schnellsten und einfachsten beheben.
„Mit Entsetzen“ habe sie festgestellt, dass die Information noch schlechter ist als letztes Jahr schreibt sie, nicht in einem „Brandbrief“, aber in einer „Brandmail“ an den Vorstand der Heilbronner Nahverkehrs GmbH (HNV): „An den Stadtbahnhaltestellen außerhalb von Heilbronn bekommt man gar keine Information über die Umfahrung von Heilbronn. Wenn die Stadtbahnfahrer willens sind eine Durchsage zu machen, dann kann man die oft nicht verstehen. Ihre Frage dazu: „Sind wir Nutzer aus dem Kreis Heilbronn Kunden zweiter Klasse?“ (…)

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1. August 2013, Heilbronner Stimme:
Ministerium zu pragmatischer Lösung bereit

Die Heilbronner Stimme berichtet über weitere Ungereimtheiten bei der Planung der Stadtbahn Nord. So hat die AVG bis heute keinen Verkehrsvertrag zum Betrieb der Stadtbahn Nord und somit die Fahrzeuge, die Landkreis und Kommunen bezahlen, „auf eigenes Risiko bestellt“: Darüber, wer den Stadtbahnverkehr der Nordlinie auf den Eisenbahngleisen im Landkreisgebiet bedienen darf, das ist momentan noch Teil einer europaweiten Ausschreibung. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) hat sich darum beworben, wie viele weitere aussichtsreiche Bewerber es gibt, mochte der Ministeriumssprecher nicht sagen: Er könne nicht aus dem laufenden Vergabeverfahren berichten. So viel aber stehe fest: „Die AVG hat die neuen Stadtbahnwagen auf eigenes Risiko bestellt.“ Bezahlen werden sie der Landkreis, die Anliegerkommunen im Kreis und die Stadtwerke Heilbronn. Sie zahlen dafür insgesamt 68 Millionen Euro. Der Landkreis und die Kreiskommunen sind anschließend Eigentümer der Wagen und überlassen sie der AVG, wenn sie den Bedienungszuschlag für die Strecke bekommt. Die Stadtwerke Heilbronn bezahlen der AVG das Geld für die Wagen, sind anschließend aber nicht Besitzer.

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31. Juli 2013, Berichte zum geplatzten Start der Stadtbahn Nord im Dezember:
Heilbronner Stimme: Stadtbahn-Zulassung im Frühjahr 2014?

Rhein-Neckar-Zeitung: Die „Stadtbahn Nord“ hat Verspätung

Rhein-Neckar-Zeitung: Eine lokale Version von „Euro-Hawk“ und „Drohnenproblem“

Heilbronner Stimme: Stadtbahn Nord – Probleme waren bekannt

Ganz so ahnungslos wie einige der Beteiligten sich geben, waren sie nicht. Dass die Firma Bombardier erhebliche Probleme bei der Zulassung ihrer neu entwickelten Züge für die Stadtbahnlinie Nord hat, war seit Ende 2012, spätestens Anfang dieses Jahres bekannt.(…)

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9. Juli 2013, KVV-Pressemitteilung:
Erstes neues Zweisystemfahrzeug nimmt Fahrgastbetrieb auf

Komfortabel, umweltfreundlich und technisch auf dem allerneuesten Stand: Nach der feierlichen Weihe durch die Karlsruher Dekane Otto Vogel und Hubert Streckert im Betriebshof Ost hat heute die erste der neuen Zweisystembahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) den Fahrgastbetrieb aufgenommen. Der ET 2010, in Bautzen und Wien gebaut von Hersteller Bombardier Transportation, wurde feierlich ins Liniennetz entsandt und kommt nun zunächst auf der Strecke der S2 zwischen Stutensee, Karlsruhe und Rheinstetten zum Einsatz. (…) Damit die Zweisystemer ihrer Bestimmung gemäß schließlich auch über das Eisenbahnnetz in die Region hinaus fahren können, bedarf es noch einer gesonderten Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt (EBA), an der derzeit parallel gearbeitet wird.

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8. Februar 2013, Heilbronner Stimme:
Schlagzahl für Stadtbahn erhöht

Im Gespräch mit der Heilbronner Stimme gab sich der Heilbronner Baudezernent Wilfried Hajek zuversichtlich und kündigte an, dass die Stadtbahn „trotz aller Widrigkeiten in der Vergangenheit Ende 2013 durch die Stadt nach Norden fahren soll”. Um dieses Ziel zu erreichen, würden Bauabschnitte vorgezogen und Bauzeiten optimiert. Trotz dieser Arbeitsverdichtung und Mehrleistungen soll der Kostenrahmen von 84 Millionen Euro für die 3,7 Kilometer lange Trasse gehalten werden. Der Probebetrieb auf den neuen Gleisen solle im November starten. In dem Gespräch wird weiter berichtet, dass die Verwaltung derzeit intensiv nach Lösungen für ein Problem in der Austraße suche: Lkw, die auf das Gelände der dort ansässigen Firmen einfahren, ragen mit ihrem Heck gefährlich in den Gleisbereich. Hajek dazu: „Wir haben gerechnet, aber keine Schwertransporter zugrunde gelegt.“

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20. November 2012, ÖPNV-aktuell:
Statt Direktvergabe nun freihändige Vergabe der Stadtbahn Heilbronn Nord

Das Land Baden-Württemberg will die Verkehrsleistungen im Zweisystemnetz ab der Stadtgrenze Heilbronn über Neckarsulm nach Sinsheim und Mosbach nun nicht, wie 2009 angekündigt, in Direktvergabe nach EU-Verordnung 1370/07, sondern freihändig nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL/A) gemäß § 3, Absatz 5, vergeben. DerAuftrag soll an die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) gehen, die bereits die Stadtbahn Heilbronn betreibt. Eine Direktvergabe sei rechtlich nicht möglich gewesen, sagte Beate Schuler vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg gegenüber „ÖPNV aktuell“. Ursprünglich war als Betriebsstart Dezember 2012 vorgesehen – jetzt soll der Betrieb stufenweise ab Dezember 2913 aufgenommen werden. Die Verkehrsleistung beträgt
975.000 Zugkilometer. Der Vertrag läuft über 15 Jahre.

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27. September 2012, Heilbronner Stimme:
Keine Chance auf Halbstundentakt

Die Stadt Gundelsheim hat auf absehbare Zeit keine Chance auf einen Halbstundentakt der Stadtbahn Nord. Das machte der Heilbronner Landrat Detlef Piepenburg am Mittwochabend im Gemeinderat der Deutschordensstadt unmissverständlich klar. Bei seinen mit Spannung erwarteten Ausführungen im Sitzungssaal des Rathauses hob der Landrat die Vorteile hervor, die die Stadtbahn dennoch auch für Gundelsheim bringe. (…) Ein Ausstieg der Deutschordensstadt aus dem Stadtbahnprojekt, wie ihn Teile des Gemeinderates im Vorfeld der Sitzung ins Spiel gebracht hatten, hätte das sofortige Ende der Stadtbahn Nord zur Folge. Weil auch dann der volkswirtschaftliche Nutzen nicht mehr gegeben sei. „Wir haben nur eine Chance: Alles oder nichts“, appellierte Piepenburg an die Räte.

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10. August 2012, Heilbronner Stimme:
Entsetzen über Takt bei Stadtbahn

Der Fahrplan für die Stadtbahn Nord ist noch nicht in trockenen Tüchern, da ertönt aus Gundelsheim ein lauter Aufschrei. Während der Gemeinderat und Bürgermeisterin Heike Schokatz fest an einen Halbstundentakt für die Deutschordensstadt glaubten, sind sie jetzt schockiert von dem Fahrplanentwurf. Der sieht für Gundelsheim nämlich nur einen Stundentakt vor. Claus-Jürgen Renelt, Chefplaner im Landratsamt Heilbronn, versteht die Aufregung nicht. Von einem Halbstundentakt sei nie die Rede gewesen.

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19. Juni 2012, Heilbronner Stimme:
Stadtbahn Nord bekommt ihr erstes Gleis

Am Dienstagmittag eröffnete der Einbau der ersten Schiene auf Heilbronner Stadtgebiet die Arbeit an den etwa siebeneinhalb Kilometern der neuen Stadtbahnstrecke zwischen Heilbronn und Neckarsulm. Bis September 2013 sollen alle Schienen dieses teuersten Teils der neuen Bahnlinie verlegt sein, so dass zum Fahrplanwechsel Anfang Dezember 2013 die Züge der neuen Bahnlinie Richtung Norden über Bad Friedrichshall nach Bad Rappenau und Mosbach starten können.

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2. März 2011, PM Stadt Heilbronn:
Neue Abstellanlage direkt vor dem Hauptbahnhof

Nach Angaben der Stadt Heilbronn soll die ursprünglich geplante Abstellanlage für Züge der Stadtbahn Nord nicht im Heilbronner Stadtteil Böckingen gebaut werden, sondern direkt vor dem Hauptbahnhof im Bereich des heutigen Busbahnhofes. Konzipiert sind sechs Gleise, drei davon enden in einer 85 Meter langen Wagenhalle. Die AVG investiert hier acht Millionen Euro. Die Stadtwerke Heilbronn GmbH wird als Eigentümerin der innerstädtischen Stadtbahnstrecke diese Anlage mitbenutzen.

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2. Februar 2012, NOKZEIT:
Stadtbahn Nord: Verträge unterzeichnet

Mit der Unterzeichnung verschiedener Verträge in Bad Friedrichshall ist der Startschuss für den Ausbau der (Infrastruktur für die) Stadtbahn Heilbronn Nord gefallen. Unterzeichner waren Verkehrsminister Winfried Hermann, Landrat Detlef Piepenburg, Vertreter der Deutschen Bahn AG, der Albtal- Verkehrsgesellschaft und die Bürgermeister der Anliegergemeinden. Auf den Seiten der der Deutschen Bahn gab es dazu eine Pressemitteilung, die jedoch inzwischen nicht mehr erreichbar ist.

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30. September 2011, Heilbronner Stimme:
Stadtbahn Nord frühestens 2014 komplett fertig

Bestenfalls Ende 2013 wird die Stadtbahn Nord von Heilbronn bis Mosbach fahren. Für den Zweig von Bad Friedrichshall-Jagstfeld über Bad Rappenau nach Sinsheim ist jetzt definitiv klar, dass die Fertigstellung erst bis Ende 2014 möglich ist. Daran ist die Kollision zweier Baumaßnahmen schuld, die nach ursprünglicher Zeitplanung nicht zusammengetroffen wären. Die Deutsche Bahn hat 2013 größere Baumaßnahmen auf der Neckartalstrecke vor, die mit langem Vorlauf geplant wurden − als die Arbeiten für die Stadtbahnstrecke nach Sinsheim noch für 2012 eingetaktet waren. Beide Maßnahmen bedingen lange Sperrungen, währenddessen muss die jeweils andere Strecke den Umleitungsverkehr bewältigen. Alles Verhandeln war vergebens. „Wir sind nicht Herr des Verfahrens“, bedauert Landrat Detlef Piepenburg. Dass auch 2013 weiter unsicher ist, liegt daran, dass es von der Landesregierung zwar „positive Signale aber noch immer keine schriftliche Zusage gibt“, so der Landrat. Möglicherweise werde die erst mit einer Zustimmung des Landtags möglich − im ersten Quartal 2012.
Das Land müsste für den Bund einspringen, weil der aufgrund der Föderalismusreform 2019 aus der Finanzierung des Nahverkehrs aussteigt. Die Deutsche Bahn aber treibt das Verfahren nicht weiter, solange sie keine sicheren Finanzierungszusagen hat.
Jenseits dieser Hürden wird intensiv daran gearbeitet, alle anderen Wege zu ebnen. So müssen der Landkreis und die Städte und Gemeinden an der Strecke die Verträge unterzeichnen und ihrem Kostenanteil zustimmen. Inklusive der Betriebskosten.
Dazu gehört die Bezahlung der künftigen Fahrleistung, die mit dem Betrieb der Stadtbahn um mehr als 400 000 auf 956 000 Zugkilometer steigen wird. Wie bei anderen Stadtbahnen auch, zahlt das Land hierzu zwei Drittel, die Region ein Drittel der Mehrkosten, was jährlich 2,4 Millionen Euro ausmacht. Knapp 1,1 Millionen Euro zahlt der Landkreis. Zusammen etwa die gleiche Summe bringen Neckarsulm, Bad Friedrichshall, Offenau, Gundelsheim, Bad Wimpfen und Bad Rappenau ein. Den Rest die Landkreise Neckar-Odenwald und Rhein-Neckar, sowie Mosbach, Haßmersheim, Neckarzimmern und Sinsheim.
Dann sind da noch die Kosten für die Fahrzeugbeschaffung, die die Region alleine trägt. Das ist dennoch sinnvoll, weil es den Zugkilometerpreis verringert und die „günstigste Lösung“ ist, wie Claus-Jürgen Renelt, Leiter des Kreisplanungsamts, sagt.
15 Fahrzeuge werden beschafft, rechnerische 11,5 entfallen auf den Landkreis, 3,5 auf die Stadt Heilbronn. Ein Wagen kostet rund 4,5 Millionen Euro. Die Gesamtsumme von mehr als 51 Millionen Euro für den Landkreis-Teil wird nach ähnlichem Schlüssel wie bei den Zugkilometern aufgeteilt. Der Landkreis übernimmt die Hälfte der jährlichen Rate, also 1,8 Millionen Euro. Bis Mitte Oktober braucht die AVG die definitive Aussage zur Bestellung. Deshalb stimmen jetzt in allen beteiligten Kommunen die Räte ab. Die Zeit drängt. Bei Verzögerungen, so heißt es, drohe eine Teuerung pro Fahrzeug um 500 000 Euro.
Die Gesamtkosten für die Stadtbahn Nord im Landkreis Heilbronn betragen rund 81 Millionen Euro – 65 Millionen für den Bau, 16 Millionen für die Planung. Bund und Land tragen auf Grundlage des Entflechtungsgesetzes (früher GVFG) 80 Prozent der Bauausgaben. Die restlichen 20 Prozent, etwa 13 Millionen Euro, teilen sich Landkreis und Kreiskommunen je zur Hälfte. Gleiches gilt für die Planungskosten. Die Stadt Heilbronn hat Bau- und Planungskosten von 64 Millionen Euro. Sie ist von der Genehmigungsproblematik um die Deutsche Bahn nicht betroffen, weil diese für die Finanzierung des innerstädtischen Abschnitts nicht Partner ist.

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28. Juli 2011, Heilbronner Stimme:
Zeitplan für Stadtbahn Nord wackelt

Bis zum März dieses Jahres hätte der Bau- und Finanzierungsvertrag für die Stadtbahn Nord beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) vorliegen müssen. Doch diese Vereinbarung ist noch immer nicht unterzeichnet. Die Deutsche Bahn will diese so lange nicht akzeptieren, bis alle Finanzierungsfragen beantwortet und alle Risiken ausgeschlossen sind. Damit gerät der Zeitplan unter Druck. Ob die Stadtbahn Nord wirklich 2013 den Betrieb aufnehmen kann, ist offen. „Das ist sehr ärgerlich, es liegt aber nicht an uns“, sagt Landrat Detlef Piepenburg.
Worum geht es? Als ein Ergebnis der Föderalismusrefom zieht sich der Bund − ein wichtiger Geldgeber für die Stadtbahn Nord − aus der Kommunalfinanzierung zurück. Ab Ende 2019 steht damit kein Geld aus Berlin zur Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs mehr zur Verfügung. Doch was geschieht, wenn in der Folgezeit Kosten auftauchen? Wer übernimmt dieses Risiko? „Der Landkreis kann es nicht“, sagt Piepenburg. Er verweist darauf, das zum Beispiel die Stadtbahnstrecke Heilbronn-Eppingen, die 1996 in Betrieb genommen wurde, noch immer nicht vollständig abgerechnet ist. Und so lange können eben überplanmäßige Ausgaben auftauchen. Vor diesem Hintergrund hat Piepenburg Verständnis für die Haltung der Bahn. „Wir können dem Konzern nicht garantieren, dass die Stadtbahn Nord 2019 abgerechnet ist.“
Dieses Problem macht den Verantwortlichen schon seit einiger Zeit zu schaffen. „Wir suchen seit langem nach einer Lösung“, sagt Piepenburg. Bis zum Regierungswechsel habe das Land sich nicht verpflichten wollen, Risiken zu tragen und damit im Vorgriff eventuell den Landesetat zu belasten. Jetzt sei die Bereitschaft da, in die Pflicht zu gehen. „Wir werden wirklich gut unterstützt, auch Staatssekretär Ingo Rust setzt sich stark ein.“
Der Sprecher des Verkehrsministeriums, Edgar Neumann, macht Hoffnung. „Wir suchen nach einer raschen Lösung.“ Derzeit gebe es Gespräche mit dem Finanzministerium. „Ich bin zuversichtlich, dass wir erfolgreich sind.“ Generell setze sich Baden-Württemberg beim Bund für eine frühzeitige Nachfolgeregelung des 2019 auslaufenden GVFG-Programms ein.

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26. Januar 2011, Heilbronner Stimme:
Allee-Umbau in Heilbronn beginnt

Querschnitt Heilbronner Allee mit Stadtbahn, Grafik: HSt

Querschnitt Heilbronner Allee mit Stadtbahn, Grafik: HSt

Die Allee wird in den nächsten Jahren ihr Gesicht stark verändern: Der Bau der Stadtbahntrasse Nord macht eine umfangreiche Umgestaltung des Straßenraums möglich. Dazu werden Ende Januar, erste Baumfällarbeiten stattfinden. „Unser langfristiges Ziel ist eine grundlegende Überarbeitung der Grün-Gestaltung der Allee, die dann zwischen dem Wollhaus und dem Theater ein einheitliches Bild mit Boulevardcharakter abgeben wird“, erläutert Bürgermeister Wilfried Hajek. Die Verwaltung strebt daher an, ab Herbst mit weiteren Baumfällungen den Boden für eine komplette Neupflanzung zu bereiten. (…)

Hier gibt es auch ein Video zur Geschichte der Heilbronner Allee mit Straßenbahn.

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14. Januar 2011, Heilbronner Stimme:
Nordstrecke der Stadtbahn kann gebaut werden

Regierungspräsident Johannes Schmalzl hat den Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Nordstrecke der Stadtbahn Heilbronn erlassen. (Hier die Pressemitteilung)
Die Stadtwerke Heilbronn beabsichtigen, im kommenden Frühjahr mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Die gesamte Bauzeit beträgt voraussichtlich 2,5 Jahre, so dass die Inbetriebnahme mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 möglich wird. Die Baukosten belaufen sich auf rund 74,8 Millionen Euro. (…) Die Weiterführung der Stadtbahn nach Neckarsulm ist Gegenstand eines gesonderten Planfeststellungsverfahrens, das voraussichtlich im Frühjahr beginnen wird. Ab Neckarsulm fährt die Stadtbahn auf der bestehenden DB-Strecke über Bad Friedrichshall nach Mosbach-Neckarelz beziehungsweise über Bad Rappenau nach Sinsheim. An beiden Endpunkten wird Anschluss an die S-Bahn Rhein-Neckar bestehen. (…) Der Ausgleich für die mit der Baumaßnahme verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft erfolgt im wesentlichen durch die Neupflanzung von Bäumen und Sträuchern. Eine Ausfertigung des Planfeststellungsbeschlusses und der Pläne wird voraussichtlich Anfang Februar für zwei Wochen in Heilbronn öffentlich ausgelegt. Der Beschluss kann dann auch im Internet auf der Homepage des Regierungspräsidiums eingesehen werden.

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27. Oktober 2010, Blog von Tanja Sagasser:
Stadtbahn – ciao, Europaplatz

SPD-Stadträtin Tanja Sagasser beschreibt in ihrem Weblog ihre Haltung zur Strecke über den Europaplatz und warum sie letzten Endes doch für die Variante Sülmer Tor votiert hat.

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18. September 2010, Heilbronner Stimme:
Streit um Stadtbahn

Grafik Heilbronner Stimme Stadtbahn-Nord Varianten

Grafik Heilbronner Stimme

Die Stadtbahn, die von Heilbronn aus in Richtung Norden fahren soll, kommt ein Jahr später als geplant, also im Dezember 2013. Und sie wird um neun Prozent teurer. Mit dieser Nachricht trat die Stadtverwaltung Heilbronn am Freitag vor die Presse.
Sie verband die nackten Zahlen mit einem dringlichen Appell an den Heilbronner Gemeinderat, in der kommenden Woche die zweimal beschlossene Trassenführung über die Paulinenstraße kurz vor dem Planfeststellungsbeschluss nicht wieder in Frage zu stellen. Dies aber ist in den Fraktionen des kommunalpolitischen Parlamentes der Stadt das Debattenthema dieser Tage. In den Sommerwochen hatten die meisten Fraktionen zu erkennen gegeben, dass fast alle erneut über die Trassenführung nachdenken. Auslöser war eine Meldung gewesen, wonach die Stadtbahn sich um bis zu 15 Prozent verteuere und sogar die staatlichen Zuschüsse gefährdet seien. (…)
Sie stehe „hinter der Paulinenstraße,“ erklärte Erste Bürgermeisterin Margarete Krug − „aus voller Überzeugung, ohne Trotz und Dickkopf“. Ihre Gründe: Die Paulinenstraße habe den dichteren Einzugsbereich aus Berufsschule und Wohngebiet und sei fünf Millionen Euro billiger als der Weg über den Europaplatz. Baubürgermeister Wilfried Hajek ergänzte: Daraus ergebe sich ein Kosten-Nutzen-Faktor von 1,24 − die Alternative brächte es nur auf 1,03. Außerdem sei die Weipertstraße räumlich zu beengt. Jede weitere Umplanung bringe jetzt Verzögerungen und gefährde die Fördermittel für das gemeinsame Projekt von Stadt Heilbronn und Landkreis. (…)

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4. September 2010, Heilbronner Stimme:
Kommentar von Iris Baars-Werner: Kosten

(…) Klafft jetzt eine Lücke zwischen den früheren Schätzungen zur Stadtbahn Nord und den neuen Kosten, oder hat sich alle Sorge in Wohlgefallen aufgelöst? Erste Bürgermeisterin Margarete Krug muss sattelfest sein, wenn sie demnächst die Aufsichtsräte der Stadtwerke und die Stadträte davon überzeugen will, dass man das Millionenprojekt fest im Griff hat. Und dass die eingeschlagene Trassenführung über die Paulinenstraße tatsächlich die bessere und billigere Lösung ist. Das gilt aber auch für die Kritiker. Die hätten gerne den Schwenk hin zum Europaplatz. Das muss wohlüberlegt sein. Wer Pläne umschmeißt und von vorne anfängt, der muss sich bei den Zuschüssen wieder hinten anstellen. Am Beispiel Karlsruhe hat man in der Vergangenheit gesehen, wie schnell die Millionen weg sind. Damals griff übrigens das Unterland zu − mit der Stadtbahn.

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3. September 2010, Heilbronner Stimme:
Hoffnung auf Schwenk bei Stadtbahn

(…) Die Freien Wähler halten die vor einem Jahr beschlossene Trassenführung über die Paulinenstraße und das Sülmertor schon immer für eine Fehlentscheidung. Nun aber sieht die Drei-Mann-Fraktion eine neue Entwicklung, die die bisherigen Annahmen und Voraussetzungen in Frage stellt.
Zwei Punkte nähren die Zuversicht: Zum einen gehen die Kostenberechnungen für die Linienführung über die Paulinenstraße wohl von 15 Prozent Verteuerung aus. Damit würden die Preisunterschiede zwischen Paulinenstraße und Europaplatz dahinschmelzen. Die bisherigen Kostenvorteile der Paulinenstraßen-Lösung wären Vergangenheit. Bisher ging man bei dieser Linienführung von 77,15 Millionen Euro aus, bei der über den Europaplatz von 81,65 Millionen Euro. Die Kostensteigerung verteuert die Paulinenstraßen-Lösung auf 88,72 Millionen Euro.
Zum zweiten hätten sich die Rahmenbedingungen gravierend verändert: So seien seit der Kosten-Nutzen-Berechnung des Jahres 2005 die Ansiedlung von zwei Hochschulcampus hinzugekommen mit zusammen um die 2000 Studenten. Außerdem lasse sich auf dem privaten Bildungscampus auch die AIM-Akademie nieder − mit 38 000 Besuchern bei mehr als 1550 Veranstaltungen, sagt die FWV. Nicht zu vergessen, dass die Zeag inzwischen ihre neue Firmenzentrale dorthin verlegt habe. Das alles erhöhe das Fahrgästepotenzial einer Linienführung über den Europaplatz.
Ein Kritikpunkt ist zudem die Eisenbahnbrücke am Sülmertor. Das Bauwerk, das notwendig ist, um die Stadtbahngleise langsam unter der Eisenbahn hindurchzuführen, müsse über eine weite Strecke mit hohen Mauern abgestützt werden. „Dieses Bauwerk ist ein Westwall“, unkt Heiner Dörner. Zudem müsse man das Grundwasser in Griff bekommen. (…)

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6. August 2010, Heilbronner Stimme:
Stadtbahn Nord wird 15 Prozent teurer

Die Stadtbahnlinie Richtung Norden wird auch im Stadtgebiet Heilbronn teurer. Das bestätigte Erste Bürgermeisterin Margarete Krug auf Anfrage der Heilbronner Stimme. Dass die Kostensteigerung 15 Prozent ausmachen könnte, will Krug nicht kommentieren, dementiert diese Zahl allerdings auch nicht. „Ich will nicht, dass die Gremien ihre Informationen aus der Zeitung bekommen.“ Die Gremien, das sind Gemeinderat und Aufsichtsrat der Stadtwerke Heilbronn. Denn die 3,6 Kilometer lange Wegstrecke von der Harmonie im Stadtzentrum nordwärts bis zur Gemarkungsgrenze mit Neckarsulm werden von der städtischen Tochter Stadtwerke gebaut, betrieben und bezahlt.
77,2 Millionen Euro waren für den Bau auf Heilbronner Stadtgebiet bisher errechnet, 19,4 Millionen Euro bleiben übrig, wenn alle Zuschüsse eingegangen sind. Hinzu kommen jedoch die Kosten für die 15 Züge, von denen jeder 4,6 Millionen Euro kostet. Steigerungen um 15 Prozent, das wären zwischen elf und zwölf Millionen Euro. Diese Summe kann Heilbronn nicht einfach hinnehmen, denn es droht ein ganzes Bündel von Problemen: Die Kosten steigen, die Zuschüsse aber nicht. Margarete Krug bestätigt, dass die Stadt die Förderung bereits beantragt hat und keinen Nachschlag verlangen kann. Außerdem ist das gesamte Finanzkorsett ausgesprochen knapp.
Der Grund ist die standardisierte Bewertung. Dabei handelt es sich um eine volkwirtschaftliche Formel aus Kosten und Nutzen. Bleibt die unter der Marke 1,0 kommt kein Geld von Land oder Bund, denn dann ist das Vorhaben unwirtschaftlich. Die Stadtbahn Nord lag anfangs bei 1,24. Inzwischen ist die Marke nach Stimme-Informationen bedrohlich nahe an 1,03.
Der Landkreis Heilbronn hatte für seinen Streckenabschnitt ab Neckarsulm bereits im Mai Mehrkosten signalisiert. Unter anderem weil die Eisenbahnbrücke bei Bad Wimpfen neu gebaut werden muss. Von den damals befürchteten 15 Prozent sind inzwischen nur noch zehn Prozent übrig geblieben. Planungsamtschef Claus-Jürgen Renelt sagte gestern, man habe Einsparungen ausfindig gemacht. Dazu gehören Baustelleneinrichtungen ebenso wie veränderte Bahnsteige, Brückenkonstruktionen oder elektrische Leitungen.
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Noch sprechen alle Offiziellen von einem erhofften Start der Stadtbahn Nord im Dezember 2012. Doch sowohl Landrat Detlef Piepenburg als auch Heilbronns Erste Bürgermeisterin Margarete Krug wissen eigentlich, dass dieser Zeitplan nicht mehr zu halten ist.

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7. Mai 2010, Heilbronner Stimme:
Baukosten steigen um bis zu 15 Prozent

Ob die Stadtbahn Nord wie geplant im Dezember 2012 ihre Fahrt aufnehmen wird, ist inzwischen mehr als fraglich. „Wenn alle Beteiligten optimal zusammenarbeiten, ist der Zeitplan zu halten“, sagt der Chef des Planungsamtes im Heilbronner Landratsamt, Claus-Jürgen Renelt. Sicher scheint dagegen, dass die Baukosten für den Landkreis Heilbronn und die Landkreiskommunen entlang der Strecke die ursprünglichen Schätzungen von 57 Millionen Euro übersteigen werden. Derzeit geht Renelt von 62 bis 65 Millionen Euro aus. Keine Überraschungen erwartet die Stadt Heilbronn. Der Bau dieser rund drei Kilometer langen Strecke wird laut Cristian Britzke, Sprecher der Stadt Heilbronn, insgesamt 77 Millionen Euro kosten, 19,4 Millionen davon bezahlen die Stadtwerke Heilbronn.
„Bei Projekten dieser Größenordnung gibt es viele Unwägbarkeiten“, erklärt Renelt. Dass der Bau der Stadtbahn Nord laut aktueller Kostenberechnung für Landkreis und Kommunen aber knapp 15 Prozent teurer wird als geplant, hat vor allem zwei Gründe: Die Eisenbahnbrücke in Bad Wimpfen muss entgegen der Planung abgerissen und neu gebaut werden. Die Mehrkosten beziffert Renelt auf bis zu zwei Millionen Euro. Und der rund 2,5 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Heilbronn und dem Bahnhof Neckarsulm ist schwerer zu realisieren als gedacht. Renelt kalkuliert hier Mehrkosten von rund vier Millionen Euro ein.
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5. Februar 2010, Heilbronner Stimme:
AVG plant Millioneninvestition in Böckingen

Der Stadtbahnbetreiber AVG plant auf dem Gelände des Böckinger Rangierbahnhofs, einem der schlimmsten Schmuddelareale der Stadt, einen neuen Betriebshof zu bauen. Hintergrund ist der Kauf von bis zu 40 neuen Bahnwagen, die die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) im Zusammenhang mit neuen Trassen braucht, etwa der neuen Stadtbahnverbindung von Heilbronn in den nördlichen Landkreis.

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14. Dezember 2009, Heilbronner Stimme:
Stadtbahn-Nord: Premierenfahrt gibt Vorgeschmack

Erstmals fuhr zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember eine Stadtbahn von Heilbronn über Neckarsulm und die neu elektrifizierte Strecke nach Sinsheim – drei Jahre vor der geplanten Einweihung der Nord-Linie. Die Tour gibt einen Vorgeschmack auf das Schienenangebot, das ab Ende des Jahres 2012 im Neckartal und in den Kurstädten Standard sein wird.

Besonders beliebt bei Bürgerinnen und Bürgern entlang der Frankenbahn machten sich Landrat Detlef Piepenburg und Chef-Planer Claus-Jürgen Renelt bei der Sonderfahrt in Bad Friedrichshall mit folgendem Zitat (laut Heilbronner Stimme):
„Ist auch die Weiche richtig gestellt?“, erkundigt sich Renelt mit einem Schmunzeln. Ins Jagsttal abbiegen soll die Stadtbahn an diesem Tag trotz aller Forderungen der dortigen Kommunen nämlich nicht. Der Kreisplaner: „Das wäre das falsche Signal.“

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7. Oktober 2009, Heilbronner Stimme:
Projekt Stadtbahn Nord: Planfeststellung eingeleitet

Stadtbahn Nord in Heilbronn, HSt-Grafik

Stadtbahn Nord in Heilbronn, HSt-Grafik

Ein wichtiger Schritt für das Projekt Stadtbahn Nord ist erfolgt: Der sogenannten Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens wurde jetzt dem Regierungspräsidium Stuttgart übergeben. Das Verfahren schafft die planerischen und rechtlichen Grundlagen, um mit dem Bau beginnen zu können.

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18. September 2009, Pressemitteilung Bombardier:

Neue AVG-Stadtbahnen Bombardier

Neue AVG-Stadtbahnen Bombardier

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK) haben bei Bombardier 30 Zwei-Systemfahrzeuge bestellt. Die hochmodernen und komfortablen Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 129 Millionen Euro (190 Millionen US-Dollar) werden voraussichtlich zwischen August 2011 und September 2013 geliefert. Eine Option über bis zu 45 weiteren Fahrzeugen wurde ebenfalls vereinbart. Weitere Infos dazu in der PM-Neue Stadtbahn Fahrzeuge für AVG

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Stadtbahnzeitung 11-01

Stadtbahnzeitung 11-01

In der Stadtbahnzeitung Nr. 5 vom 15. Dezember 2011 gibt es ein Interview mit Claus-Jürgen Renelt vom Landratsamt Heilbronn über die Fahrplan-Wirrungen rund um die Stadtbahn Nord mit dem verqueren 20- bis 40-Minuten-Takt

Auf den Seiten der Stadtwerke Heilbronn, die die Stadtbahn auf Heilbronner Gebiet bauen und betreiben sollen, gibt es noch ein paar spärliche Infos zum Projekt:
Stadtbahn Nord Info Nr. 1 (pdf)
Stadtbahn Nord Info Nr. 2 (pdf)

Eine ausführliche Begründung der Stadt Heilbronn für die gewählte innerstädtische Streckenführung („Sachstandsbericht Stadtbahn Nord“) findet sich hier als pdf.

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5 Gedanken zu „S Nord

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