Start der Stadtbahn Nord verzögert sich erneut

28 07 2013

Die Wogen gehen derzeit hoch in der Region, nachdem die Heilbronner Stimme berichtet hatte, dass sich der geplante Start der Stadtbahn Nord zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 erneut verzögern wird. Nach Angaben der Karlsruher Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) liege dies am Wagenmaterial. Dies war schon länger abzusehen, da die neuen Stadtbahn-Fahrzeuge bislang keine Zulassung für den Betrieb auf Eisenbahnstrecken haben. Sie können daher nicht bis Bad Friedrichshall oder Neckarelz fahren. Nun ist klar, dass diese Zulassung auch nicht bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 zu bekommen ist. (weitere Berichte und Links auf der Seite S Nord.)
Der ökologische Verkehrsclub VCD in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe hofft, dass die Zeit nun genutzt werden kann, um die größten Mängel bei der Planung der Stadtbahn Nord zu beheben. Der bislang vom Land Baden-Württemberg geplante 20-Minuten-Takt passt nicht zu den übrigen Taktverkehren von Regionalzug und Bussen (alle 30 oder 15 Minuten) in der Region, optimale Anschlüsse an die Stadtbahn sind so NICHT möglich, was bereits die betroffenen Busunternehmen heftig kritisieren. Der VCD fordert mindestens einen 15-Minuten-Takt der Stadtbahn zwischen Neckarsulm und Heilbronn und zunächst einen 30-Minuten-Takt bis Bad Friedrichshall. Die bisher zwischen Neckarelz und Ulm verkehrende stündliche Regionalbahn muss erhalten und zu einer zweiten Schnellverbindung von Heilbronn bis Heidelberg/Mannheim ausgebaut werden.
Ob die Verzögerung auch etwas damit zu tun hat, dass der AVG-Geschäftsführer Walter Casazza zum Jahresende von Karlsruhe zu den Stadtwerken Augsburg wechselt? Im Branchen-Fachblatt Roter Renner wurde darüber bereits heftig spekuliert. Chefredakteur Frank Schliffke schreibt: Aus der Kommunalpolitik meldeten sich sofort Stimmen, die darauf hinwiesen, man möge doch bitte Wanderer nicht aufhalten. Nur in einem Blog-Eintrag liest man, der OB dürfe Casazza auf keinen Fall ziehen lassen. Das ist aber kein Lob für den Abwanderungswilligen. Denn da heißt es weiter: Casazza solle so lange bleiben, bis er die Finanzierungsprobleme des Stadtbahntunnels in der Innenstadt gelöst habe. Tja, und dazu kommt jetzt noch ein massives Problem mit neuen Zügen. Da lebt es sich in Augsburg vorerst sicherlich bequemer als in Karlsruhe. (mgr)


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