VCD fordert mehr Busse und S-Bahnen

In einer aktuellen Pressemitteilung fordert der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe eine Ausweitung des Bahn- und Busangebotes, um dem Ansturm der Fahrgäste gerecht zu werden. Der VCD fordert auf der Stadtbahnlinie S 4 abends generell als Mindestangebot einen Halbstundentakt, so wie dies in den meisten Großstädten üblich ist. Auch auf der Nord-Süd-Achse muss es gerade abends mehr Verbindungen geben. Die Fahrplanlücken könnten durch zusätzliche Stadtbahnen auf den Bahngleisen von Heilbronn nach Lauffen, Bad Friedrichshall, Gundelsheim oder Möckmühl geschlossen werden. Ebenso müssen Busse in die Heilbronner Nachbarorte abends mindestens jede Stunde fahren, in den Nächten freitags und samstags wie die Stadtbahn bis 1 Uhr.

Die gesamte Pressemitteilung findet sich im Kommentar zu diesem Artikel.

Advertisements

Radfahren in Heilbronn – ein Abenteuer für sich

Heilbronn Radweg Gartenstraße

Heilbronn Radweg Gartenstraße

Seit einiger Zeit ist der Radverkehr in Heilbronn ein heißes Thema, nachdem die regionale Tageszeitung sich der Sache angenommen hat und Leser Mängel im Radwegenetz melden und im Internet auf einer digitalen Karte eintragen können. Kürzlich hat der verantwortliche Redakteur mit Vertertern vom VCD und ADFC eine Rad-Rundfahrt in Heilbronn gemacht, um sich persönlich vom Schilderchaos und im Nichts endenenden Radwegen zu überzeugen. Die Heilbronner Verwaltung hatte eine ähnliche Tour geplant, es dann aber abgelehnt, dass dabei auch noch die tatsächlichen Nutzer der Radwege teilnehmen können.
Inzwischen hat auch die SPD das Thema aufgegriffen, einen Antrag an die Verwaltung zur zügigen Umsetzung des Radverkehrsplanes 2008 gestellt und weitere Maßnahmen für bessere Radwege gefordert.
Auf der Internet-Seite der Heilbronner Stimme gibt es eine umfangreiche Fotogalerie, die die Heilbronner Schildbürgerstreiche beim Thema Radwege beleuchtet, und dazu den schön geschriebenen Artikel „Fahrradtour mit Hindernissen“

Inzwischen hat sich ein Aktionsbündnis gebildet, das am Samstag, den 17. Oktober 2009 eine Fahrraddemo in Heilbronn organisiert hat, zu der trotz Schmuddelwetters mehrere hundert Teilnehmer kamen.

Neuer Flyer erschienen

VCD-Frankenbahn-Flyer

VCD-Flyer

Der VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe hat einen neuen Flyer mit Informationen und Forderungen rund um das Verkehrsangebot auf der Frankenbahn Stuttgart-Heilbronn-Würzburg veröffentlicht:

Vision Frankenbahn 21. Mit dem VCD für einen modernen und zukunftsfähigen Bahnverkehr in der Region Heilbronn-Franken.

Mehr Info dazu sowie den Flyer zum Download als pdf gibt es im Weblog zur Frankenbahn.

VCD: Stuttgart 21 schadet dem Bahnverkehr in der Region

Anlässlich der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Baden-Württemberg hat der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) eine aktuelle Pressemitteilung herausgegeben, in der ein Ende von Stuttgart 21 gefordert wird. Mit einem Festhalten am Milliardengrab Stuttgart 21 ignoriere die Politik den Bürgerwillen. Der geplante Tunnelbahnhof in Stuttgart sei ein Fass ohne Boden und gehe schon heute zu Lasten des gesamten Regionalverkehrs im Land, kritisiert Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender. Stuttgart 21 schade landesweit dem regionalen Bahnverkehr und blockiere vielerorts die notwendige Weiterentwicklung des Integralen Taktfahrplans mit zusätzlichen Fahrten und modernerem Fahrzeugmaterial, bemängelt der Verkehrsclub. „Wenn das Land schon heute kein Geld hat, um zum Beispiel auf der Frankenbahn nach Heilbronn/Würzburg genügend Züge zu bestellen, wie soll das erst mit Stuttgart 21 werden“, fragt Lieb, „und wo soll das ganze Geld eigentlich herkommen – die Finanzierungslücke bei Stuttgart 21 beträgt laut Bundesrechnungshof mindestens zwei Milliarden Euro!“
Der VCD appelliert daher an alle verantwortungsbewussten Politiker in Bund, Land, Region und Stadt Stuttgart, die Sinnhaftigkeit des Projektes in Zeiten leerer Kassen nochmals zu prüfen, endlich den Willen der Bürgerinnen und Bürger im Land zu akzeptieren und mit dem gesparten Geld für einen modernen Regionalverkehr in ganz Baden-Württemberg zu sorgen.

VCD kritisiert Verschlechterungen im Bahnangebot

Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) in der Region Heilbronn-Franken kritisiert in einer Pressemitteilung erneute Verschlechterungen beim regionalen Bahnangebot zum bevorstehenden Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag, den 14. Dezember 2008.
Anlässlich kleiner Änderungen beim Bahnverkehr auf der Frankenbahn Heilbronn – Würzburg weist der VCD darauf hin, dass man keinesfalls von einer „Erweiterung des Angebotes“ sprechen könne, wie dies in den Medien geschehe. Auch sei nicht die Deutsche Bahn (DB) für Änderungen im Fahrplan verantwortlich, sondern das Land Baden-Württemberg als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr.
Hans-Martin Sauter vom VCD-Regionalverband: „Dass es nun für Berufsschüler zusätzliche Zughalte in Heilbronn geben wird, ist dem unermüdlichen Engagement des VCD und der Bürgerinitiative 780 Frankenbahn zu verdanken. Die minimalen Verbesserungen können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Verkehrsangebot auf der Frankenbahn nach wie vor mangelhaft ist und es zwischen Heilbronn und Lauda große Lücken im Fahrplan gibt.“
Auch abends gibt es ab Sonntag deutliche Verschlechterungen: „Nach 21 Uhr sind das Neckar- und Jagsttal nördlich von Heilbronn quasi abgehängt, da sich auch die Verbindungen von und nach Stuttgart mit jedem Fahrplanwechsel weiter verschlechtern.“ Einerseits würden Fahrzeiten unnötig verlängert, andererseits Zughalte in der Großen Kreisstadt Neckarsulm gestrichen.
Sauter: „Wer abends aus Stuttgart in den nördlichen Landkreis muss, dem bleibt künftig als Alternative nur das eigene Auto. Alle reden von Klimaschutz, doch für umweltfreundliche Mobilitätsangebote fehlt in Baden-Württemberg angeblich das Geld. Für Stuttgart 21 hingegen werden ohne Probleme immer neue Millionenbeträge locker gemacht – wie passt das zusammen?“
Das Land und die in der Region gewählten Landtagsabgeordneten sind nach VCD-Ansicht verantwortlich für das schlechte Bahnangebot. Wie man mit weniger Geld auch mehr Züge bestellen kann, zeigt die Bayerische Staatsregierung. Im Raum Würzburg wird ab Sonntag das Bahnangebot wieder deutlich ausgeweitet, weil Bayern dank Ausschreibungen und Wettbewerb auf der Schiene eine Menge Geld spart. In Bayern fährt auch die DB mit modernsten Zügen zu niedrigeren Kosten. Der VCD fordert daher, so schnell wie möglich auch den Bahnverkehr in der Region Heilbronn-Franken europaweit auszuschreiben und nach einem engagierten Betreiber zu suchen.

HNV: VCD fordert Verzicht auf Fahrpreiserhöhung

Öffentlicher Verkehr (ÖV) muss attraktiver statt teurer werden – Preissteigerungen im HNV von 44 Prozent
Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) fordert den Heilbronner-Hohenloher-Haller Verkehrs­verbund (HNV) auf, auf die erneuten massiven Preis­erhöhungen zum Jahresende zu verzichten. Energiekosten sinken, Fahrgastzahlen in der Region steigen.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg: „Es kann nicht sein, dass immer nur der Fahrgast, der die Umwelt schont und das Klima schützt, als Melkkuh der Nation herhalten muss. Um rückläufige Zuschüsse des Steuerzahlers und steigende Kosten auszugleichen, sollten Verbünde und Verkehrsunternehmen – durchaus notwendige – Mehreinnahmen anstatt durch höhere Preise besser durch mehr neue Fahrgäste erzielen.”

Angesichts hoher Sprit- und Energiepreise steigen immer mehr Menschen auf den Öffentlichen Verkehr (ÖV) um. Diese neuen Kunden müssen nach VCD-Meinung durch attraktive Tarife und guten Service langfristig gebunden und nicht gleich wieder durch Preiserhöhungen verschreckt werden. Matthias Lieb: „Der Kunde muss einen Mehrwert davon haben, wenn er das Auto stehen lässt und das Klima schont.” Erst jüngst hatte der HNV über massiv gestiegene Fahrgastzahlen und zahlreiche Neukunden auf der Stadt­bahn-Strecke Heilbronn – Öhringen berichtet. „Diese neuen Kunden bringen auch frisches Geld in die Kasse des Verbundes“, sagt Lieb. Auch die Kommunalpolitik sei gefordert, Preiserhöhungen nicht immer brav abzunicken, sondern die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger nach einer bezahlbaren, umweltfreundlichen Mobilität ernst zu nehmen. Im Stuttgarter VVS etwa sei die geplante Preiserhöhung auf Drängen der Stadt- und Regionalpolitik abgemildert worden.
(…)

Die gesamte Pressemitteilung findet sich auf der Homepage des VCD BaWü.

Einen Artikel von Peter Boxheimer zu den ebenfalls geplanten Tariferhöhungen im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) findet sich in der Heilbronner Stimme / Kraichgau Zeitung.