VCD beklagt fehlende Kooperation bei Bus und Bahn

Stadtbahn und Stadtbus HN

Stadtbahn und Stadtbus HN

In einer Pressemitteilung beklagt der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe nach dem Chaos beim Fahrplan der Stadtbahnlinie S4 die fehlende Koordination beim Öffentlichen Verkehr in der Region Heilbronn, nicht funktionierende Busanschlüsse und nicht existierende Information der Fahrgäste. Der VCD begrüßt ausdrücklich die Nachbesserungen beim Stadtbahn-Fahrplan und fordert, den Öffentlichen Verkehr in der Region auf eine neue Grundlage zu stellen und ein fachlich kompetentes Gremium zu schaffen, das als Ansprechpartner für Verkehrsunternehmen und Fahrgäste dient, die Verantwortung der Aufgabenträger konsequent wahrnimmt, Fahrpläne zwischen Bus und Bahn koordiniert und die Einhaltung von Qualitätsstandards im ÖV streng überwacht. Dies könne zum Beispiel ein kommunaler Zweckverband mit einem schon lange geforderten Fahrgastbeirat sein.
Auch die Heilbronner Stimme berichtet. Auf der Facebook-Seite der Heilbronner Stimme berichten im entsprechenden Artikel zahlreiche Fahrgäste von nicht funktionierenden Anschlüssen im gesamten Landkreis Heilbronn.
Die gesamte Pressemitteilung findet sich im ersten Kommentar zu diesem Artikel.

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Spritfressende Geländewagen verstopfen unsere Straßen und Bahnfahren wird schon wieder teurer. Doch die aktuelle Verkehrspolitik dreht sich um prestigeträchtige Großprojekte, anstatt um zukunftsfähigen Verkehr. Die Autoindustrie gibt den Weg vor und hat unsere Politiker fest in der Hand − das hat nicht zuletzt die Großspende der BMW-Unternehmerfamilie Quandt an die CDU gezeigt. Wir sagen: es reicht!

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HNV: VCD fordert Verzicht auf Fahrpreiserhöhung

Öffentlicher Verkehr (ÖV) muss attraktiver statt teurer werden – Preissteigerungen im HNV von 44 Prozent
Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) fordert den Heilbronner-Hohenloher-Haller Verkehrs­verbund (HNV) auf, auf die erneuten massiven Preis­erhöhungen zum Jahresende zu verzichten. Energiekosten sinken, Fahrgastzahlen in der Region steigen.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg: „Es kann nicht sein, dass immer nur der Fahrgast, der die Umwelt schont und das Klima schützt, als Melkkuh der Nation herhalten muss. Um rückläufige Zuschüsse des Steuerzahlers und steigende Kosten auszugleichen, sollten Verbünde und Verkehrsunternehmen – durchaus notwendige – Mehreinnahmen anstatt durch höhere Preise besser durch mehr neue Fahrgäste erzielen.”

Angesichts hoher Sprit- und Energiepreise steigen immer mehr Menschen auf den Öffentlichen Verkehr (ÖV) um. Diese neuen Kunden müssen nach VCD-Meinung durch attraktive Tarife und guten Service langfristig gebunden und nicht gleich wieder durch Preiserhöhungen verschreckt werden. Matthias Lieb: „Der Kunde muss einen Mehrwert davon haben, wenn er das Auto stehen lässt und das Klima schont.” Erst jüngst hatte der HNV über massiv gestiegene Fahrgastzahlen und zahlreiche Neukunden auf der Stadt­bahn-Strecke Heilbronn – Öhringen berichtet. „Diese neuen Kunden bringen auch frisches Geld in die Kasse des Verbundes“, sagt Lieb. Auch die Kommunalpolitik sei gefordert, Preiserhöhungen nicht immer brav abzunicken, sondern die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger nach einer bezahlbaren, umweltfreundlichen Mobilität ernst zu nehmen. Im Stuttgarter VVS etwa sei die geplante Preiserhöhung auf Drängen der Stadt- und Regionalpolitik abgemildert worden.
(…)

Die gesamte Pressemitteilung findet sich auf der Homepage des VCD BaWü.

Einen Artikel von Peter Boxheimer zu den ebenfalls geplanten Tariferhöhungen im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) findet sich in der Heilbronner Stimme / Kraichgau Zeitung.