Neue Fahrpläne ab 14. Dezember jetzt online

Neckarsulm Bhf Bus 625

Die Linie 625 fährt künftig nicht mehr nach Heilbronn

Auf den Seiten des Heilbronner Verkehrsverbundes sind nun die neuen Fahrpläne ab 14. Dezember 2014 für Stadtbahn, Bahn und Bus abrufbar. Im Busbereich verbessert sich vieles, die Takte werden dichter. Dennoch gibt es auch Verschlechterungen für Fahrgäste.
Die Stadtbahn Nord wird einmal stündlich als Linie S41 bis nach Neckarelz/Mosbach fahren (ergänzend dazu eine parallele Buslinie Bad Friedrichshall – Gundelsheim) und als S42 zunächst zweimal in der Stunde bis nach Bad Friedrichshall-Jagstfeld, da die Linie nach Sinsheim wegen des Brückenbaus in Bad Wimpfen noch nicht befahren werden kann. Dreimal pro Stunde verkehren die Stadtbahnen damit auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall, allerdings nicht in einem sauberen Taktfahrplan. Daher war es den Busunternehmen auch nicht möglich, überall und regelmäßig passende Anschlüsse an die Stadtbahn herzustellen. Teilweise gibt es nicht unerhebliche Wartezeiten.
Mit „Neckarsulm Mitte“ und „Neckarsulm Nord“ (AUDI Tor 6) gibt es zwei zusätzliche Stadtbahnhaltepunkte. Zur Frühschicht fährt künftig ein Zug der S4 von Öhringen kommend direkt vors Audi-Werk. In Neckarsulm werden die Regionalbuslinien noch stärker in das Stadtbusnetz eingebunden, so dass auf vielen Relationen ein 15-Minuten-Takt besteht. Eine neue Linie verbindet Neckarsulm mit den Böllinger Höfen.
Die Kommunen des nördlichen Neckartals erhalten ein komplett überarbeitetes Busnetz. Ein konkretes, klug durchdachtes Gesamtkonzept dazu existiert allerdings nicht. Mit Ausnahme der Linie 620 (KocherShuttle), die als Schnellbus das Kochertal mit Heilbronn verbindet, verkehren in Zukunft keine Buslinien mehr zwischen Neckarsulm und Heilbronn!
Da es bisher stündlich mindestens vier Fahrtmöglichkeiten per Bus zwischen Neckarsulm Innenstadt, Südstadt Einkaufszentrum/Berufsschule und Heilbronn Allee gab, verschlechtert sich die Situation damit deutlich. Der VCD fordert seit langem als Mindestangebot auf der wichtigsten Verkehrsachse der Region zwischen Heilbronn und Neckarsulm einen leicht verständlichen 15-Minuten-Takt bei der Stadtbahn Nord! Deshalb sollte übergangsweise wenigstens ein zusätzlicher Bus die Taktlücke schließen.
Fahrzeiten von mindestens 29 Minuten von Bad Friedrichshall bis Heilbronn-Hbf sind leider nicht besonders attraktiv und kaum schneller als bisher der Bus. Der erzwungene Umstieg vom Bus auf die Stadtbahn wird für viele Fahrgäste zu längeren Fahr- und Wartezeiten führen – vorausgesetzt die Stadtbahnen sind pünktlich und Anschlüsse werden erreicht.
Der VCD fordert mittelfristig ein Gesamtkonzept für den Öffentlichen Verkehr (ÖV) im Ballungsraum Heilbronn mit einem an den Bedürfnissen der Fahrgäste ausgerichteten, sinnvollen Zusammenspiel zwischen (allen) Bussen und Bahnen. Nur so kann der ÖV eine ernsthafte Alternative zum Autoverkehr sein!

Fahrplankonferenz: Stadtbahn Nord ab Dezember alle 30 Minuten, Neckartal wird abgehängt

Bhf Neckarsulm mit Stadtbahnbereich

Bahnhof Neckarsulm mit neuen Gleisen und Bahnsteigen für die Stadtbahn Nord auf der Westseite

Wie auf der Fahrplankonferenz der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in der Heilbronner IHK am Freitag, den 28. September 2013 bekannt wurde, soll die Stadtbahn Nord ab Fahrplanwechsel im Dezember 2013 vorerst alle 30 Minuten zwischen Neckarsulm und Heilbronn-Harmonie pendeln. (Ein entsprechender Zeitungsbericht aus der Heilbronner Stimme kann hier nicht mehr verlinkt werden, da die Heilbronner Stimme wichtige Informationen online nur noch gegen Bezahlung zugänglich macht!)
Grund dafür seien nicht genügend vorhandene Fahrzeuge und die fehlende Zulassung der neuen Triebwagen vom Typ ET 2010 für den Betrieb auf Eisenbahnstrecken. Update: Nach dem Übergangsfahrplan der AVG für die S42 werden die Stadtbahnen alle 30 Minuten zwischen Heilbronn Bahnhofsvorplatz (künftig Willy-Brandt-Platz) und Neckarsulm pendeln, trotz der Systemwechselstelle VOR dem Heilbronner Hauptbahnhof in der Bahnhofstraße. Der Bereich in Neckarsulm zwischen Kaufland und Bahnhof wird wohl vorübergehend als Straßenbahnbereich ausgewiesen, so dass keine Zulassung für den Betrieb auf Eisenbahnstrecken nötig ist.
Der Busverkehr im Neckartal mit Direktverbindungen nach Heilbronn soll angeblich voerst unverändert erhalten bleiben. Anfang November sollen zudem die ersten Testfahrten auf den neu gebauten Innenstadt-Gleisen starten.
Da ab Fahrplanwechsel die heutige stündliche Regionalbahn Ulm – Stuttgart – Heilbronn – Neckarelz mit modernen Doppelstockwagen wie von der NVBW geplant auf der Frankenbahn nach Osterburken umgeleitet werden soll, werden – zumindest bei acht täglichen Verbindungen von aktuell 16 – Fahrgäste zwischen Neckarelz und Bad Friedrichhall vom überregionalen Bahnverkehr und Direktverbindungen von/nach Heilbronn abgehängt. Sie müssen künftig auf einen Pendelzug ausweichen und in Neckarsulm zusätzlich umsteigen. Fortschritte auf der Frankenbahn gehen also, wie vom VCD schon mehrfach kritisiert, zu Lasten der Anbindung der Kommunen im Neckartal.
Der VCD HHH betrachtet das Übergangskonzept als Etappensieg. VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter sieht die Einrichtung des Halbstundentaktes als Basis, um diesen später zwischen Neckarsulm und Heilbronn auf einen 15-Minuten-Takt (oder weiter) zu verdichten. Mit dem Halbstundentakt seien zudem auch akzeptable Anschlüsse an Stadt- und Regionalbusse möglich im Gegensatz zu einem 20-Minuten-Takt. Da angeblich DB Netz zwischen Neckarsulm und Bad Friedrichshall stündlich nur drei Fahrplantrassen für die Stadtbahn Nord zur Verfügung stellen kann, hält es der VCD für sinnvoll, von künftig stündlich vier Fahrten ab Heilbronn bis Neckarsulm drei in Richtung Norden weiterzuführen. (mgr)

Appell: Die Stadtbahn Nord endlich auf’s richtige Gleis setzen!

Damit die Stadtbahn Nord tatsächlich zu einem Erfolg wird, kritisiert in einem Brief an die Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Gemeinderäte in den Kommunen entlang der geplanten Trasse das Aktionsbündnis Bahnwende Heilbronn die derzeitigen Planungen als Rückschritt und weist auf zahlreiche Nachteile hin, die die aktuelle Konzeption den Kommunen im Neckartal bringt. Inzwischen ging auch ein ähnlicher Brief an Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Unter anderem sollen überregionale Zugverbindungen gestrichen werden, Fahrzeiten werden sich deutlich verlängern und sind damit nicht mehr konkurrenzfähig zum Autoverkehr. Zudem passt der geplante 20-Minuten-Takt zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall nicht zu den bereits vorhandenen Taktzeiten im Bahn- und Busbereich mit Fahrten alle 15 oder 30 Minuten. Das Aktionsbündnis – ein Zusammenschluss von regionalen Verbänden, Organisationen und BürgerInnen wie attac, Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn, BUND-Regionalverband, DGB, Die Grünen, Die Linke, ödp, Verkehrsclub Deutschland – hält dies nicht für akzeptabel und fordert deutliche Korrekturen am aktuellen Konzept und den Erhalt der überregionalen Bahnverbindungen von Neckarelz bis Ulm. Zahlreiche Hintergrundinfos zur geplanten Stadtbahn Nord finden sich in den nachfolgenden Blog-Einträgen! Den Brief des Aktionsbündnisses hatte Kreisrat Johannes Müllerschön an Landwirtschaftsminister Bonde bei einem Treffen in Offenau zur Entwicklung im ländlichen Raum übergeben. Inzwischen hat das Landesverkehrsministerium mit einem Brief darauf geantwortet. Darin heißt es unter anderem, alle Beteiligten hätten sich bereits 2006 auf dieses Betriebsprogramm geeinigt. Zudem stünden im hoch belasteten Abschnitt zwischen Neckarsulm und Bad Friedrichshall nur maximal drei Fahrplantrassen je Stunde zur Verfügung.

Stadtbahn Nord: Fahrplan-Chaos programmiert

Stadtbahn und Stadtbus HN

Falscher Takt: Kein Anschluss zwischen Stadtbahn und Stadtbus möglich

Nach gerade mal drei Wochen ist die Fahrgastbeteiligung zu den Fahrplanentwürfen der NVBW für 2014 schon wieder beendet. Es ist zu hoffen, dass dies in Zukunft wesentlich länger möglich ist, damit eine solche Form der Bürgerbeteiligung ihren Namen auch verdient. Es bleibt festzustellen: Der Fahrplanentwurf zur Stadtbahn Nord bzw. zur Frankenbahn (KBS 710_4/KBS 780, Download im Bereich S-Nord) ist – wie vom VCD seit zwei Jahren befürchtet – eine einzige Katastrophe. Ein verständlicher Fahrplantakt zwischen Heilbronn und Stuttgart ist teils nur noch schwer erkennbar, die Abfahrtzeiten wechseln teils je nach Tag und Stunde. Auf Grund des geplanten 20-Minuten-Taktes bei der Stadtbahn Nord (ab Heilbronn :01/:21/:41) gibt es in Heilbronn so gut wie keine Anschlüsse zwischen Stadtbahn und überregionalem Verkehr (30-Minuten-Takt, Knotenzeiten :30/:00). Und selbst wenn, sind Wartezeiten von 8-11 Minuten die Regel… Allenfalls mit zweimal Umsteigen könnten Anschlüsse in Neckarsulm passen.
Hier ein paar konkrete Beispiele:

RB aus Stuttgart an HN-Hbf Minute :01, S ab HN Bahnhofsvorplatz Minute :01
RE aus Stuttgart an HN-Hbf Minute :45, S ab HN Bahnhofsvorplatz Minute :41

S an HN Bahnhofsvorplatz Minute :54, RB nach Stuttgart HN-Hbf ab Minute :54 oder :56
S an HN Bahnhofsvorplatz Minute :14, RE nach Stuttgart HN-Hbf ab Minute :12

Am tollsten wird es abends, dann wechselt die Stadtbahn wieder mal aus Kostengründen vom 20- auf einen 30-Minuten-Takt! Züge aus Stuttgart kommen in Heilbronn (nur noch stündlich!) zur Minute :01 an und enden dort. Die Stadtbahn fährt weiter um :21 oder :51. RE Stuttgart-Würzburg kommt :53 an, Stadtbahn fährt :51 ab. Die letzte Stadtbahn um 1:06 Uhr hat dann jedweden Takt verlassen…
Ob da bei den Fachleuten der NVBW mal jemand auf die Idee gekommen ist, dass vielleicht ein Fahrgast aus Stuttgart in Heilbronn ankommt und dann mit der S-Bahn gerne sein Ziel zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall ansteuern möchte? Oder dass Schüler aus den städtischen Berufsschulen in Richtung Lauffen oder Bietigheim weiter wollen?
Und bei all diesem Chaos fahren dann in mancher Stunde sogar bis zu sechs (!!) Züge zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall hintereinander her – OHNE einen verständlichen oder merkbaren Takt natürlich…

Kreistag wird bei Stadtbahn Nord gezielt überrumpelt

Der Heilbronner Kreistag hat Mitte Oktober unter enormem (künstlichen?) Zeitdruck allen Finanzierungswünschen der Deutschen Bahn im Zusammenhang mit der Stadtbahn Nord entsprochen und in einer Art „Ermächtigungsgesetz“ Landrat Detlef Piepenburg weitgehende Freiheit für den unkontrollierten Einsatz von Steuermitteln erteilt. Bei den notwendigen Baumaßnahmen fordert die Deutsche Bahn in erpresserischer Weise langfristig die Übernahme von Kostenrisiken durch Landkreis und Kommunen und droht, sonst die Verhandlungen abzubrechen. Da die Stadtbahn Nord inzwischen als Allheilmittel zur Lösung der regionalen Verkehrsprobleme angesehen wird, bleibt den Kreisräten nichts anderes übrig, als einem halbgaren und teuren Verkehrskonzept zuzustimmen…
In der Sitzung wurde auch die Finanzierung von neuen Stadtbahn-Fahrzeugen beschlossen, die wie üblich von Kommunen und Landkreis bezahlt werden und hinterher dem Betreiber geschenkt werden. Angeblich sei dies bei der Fianzierung „die günstigste Lösung“ heißt es im Heilbronner Landratsamt. In der Tat: günstiger kann es für einen Betreiber ja nicht werden, wenn er selbst nichts investieren muss und das Risiko bei der öffentlichen Hand verbleibt. Auch hier musste unter Zeitdruck gehandelt werden, da die AVG noch die Fahrzeuge schnell bestellen muss, weil sie sonst angeblich teurer würden.
Ganz am Rande wurde durch die Sitzungsvorlage für den Kreistag zudem bekannt, dass der Betrieb der Stadtbahn Nord für die Dauer von 15 Jahren wie schon bei der Stadtbahn nach Öhringen an ein Konsortium aus AVG und Deutscher Bahn direkt vergeben werden soll. Also ohne Ausschreibung, obwohl der Bundesgerichtshof Anfang 2011 ausdrücklich solche langfristigen Direktvergaben verboten hat.
Die Heilbronner Stimme berichtet wie stets unkritisch und euphorisch. Ähnlich wie bei Stuttgart 21 hängt inzwischen das komplette Wohlergehen der Region Heilbronn-Franken von der Verwirklichung der Stadtbahn Nord ab, koste es was es wolle…
Als einer der wenigen Abgeordneten im Kreistag hat sich für Die Linke Johannes Müllerschön kritisch zum Projekt Stadtbahn Nord geäußert und dies auch in seinem Weblog dokumentiert.
Hier findet sich die Sitzungsvorlage für den Kreistag mit den abzuschließenden Verträgen und den Kostenberechnungen für Infrastruktur, Betrieb und Fahrzeuge: HN-Stadtbahn-Nord_Verträge_Kreistag-10-2011.

Stadtbahn HN-Nord soll Ende 2012 fertig sein

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 23.10.2008: Die Vertreter von Kommunen und Kreisen, die kürzlich zur Unterzeichnung eines Finanzierungsvertrages ins Rathaus Neckarsulm gekommen waren, verbindet ein gemeinsames Interesse: der Bau der Stadtbahn Heilbronn Nord.
Die Vorbereitungen für diese Infrastrukturmaßnahme laufen generalstabsmäßig, und mit der Vertragsunterzeichnung sind alle Beteiligten der Realisierung ein ganzes Stück näher gekommen. Diese Realisierung ist für Ende 2012 geplant: Dann nämlich soll die Stadtbahn in Betrieb genommen werden und eine ganze Reihe von Kommunen untereinander und mit Heilbronn verbinden.
Der unterzeichnete Vertrag regelt die Grundlagen für den Ausbau der Bahn. Die soll Heilbronns Innenstadt mit Jagstfeld und Gundelsheim verbinden. In Abstimmung mit dem Land erfolgt der Ausbau der Stadtbahn allerdings über Haßmersheim und Neckarzimmern bis nach Mosbach, weshalb auch der Neckar-Odenwald-Kreis, vertreten durch Landrat Dr. Achim Brötel, tangiert ist.
Eine Tatsache, die Landrat Dr. Achim Brötel natürlich freut: „Wir als ländlich strukturierter Flächenlandkreis sind zwingend auf ein leistungsfähiges Straßen- und Schienennetz angewiesen, das die schnelle Anbindung an benachbarte Städte und Kreise ermöglicht. Deshalb begrüßen wir den Ausbau der Stadtbahn ganz ausdrücklich.“ In diesem Zusammenhang lobte Landrat Brötel das große finanzielle Engagement der Gemeinde Haßmersheim, die „richtig viel Geld“ in den Ausbau ihres Bahnhofs und einen Steg über den Neckar investiere. Eine große Erleichterung könnte die Inbetriebnahme der Stadtbahn ab 2012 – der Baubeginn ist für Frühjahr/Sommer 2011 geplant – auch für einen Teil der rund 1900 Arbeitnehmer sein, die täglich aus dem Neckar-Odenwald-Kreis zur Firma Audi nach Neckarsulm pendeln. Eine Anpassung des künftigen Fahrplanes an den dortigen Schichtbetrieb wurde zumindest in Aussicht gestellt.