Heilbronner #SommerZone: Beispiel für die Transformation städtischer Mobilität

In einer aktuellen Pressemitteilung berichtet die Stadt Heilbronn über die neu eingerichtete #SommerZone in der Innenstadt: Urlaubsgefühle soll es nun mitten in der Heilbronner Innenstadt geben, denn die Turmstraße wird zur #SommerZone und bringt Lebendigkeit und zusätzlichen Erlebnisraum in die Stadt. Saisonales Grün, Parklets und Sitzmöglichkeiten mit Nebelbäumen im Schatten bieten Abkühlung im heißen Stadtsommer und laden zum Verweilen und Austausch ein. Straßenspiele, wie Twister und Jump, animieren zu Spiel und Bewegung. Ein Holzpavillon, der von der Landesgartenschau Überlingen nach Heilbronn umgezogen ist, und das angrenzende Holzdeck mit Sitzbänken dienen als LeseLounge und bieten kostenfreie Lektüre. Kleinere Aktionen und Veranstaltungen sollen in den kommenden Wochen zusätzlich Nutzerinnen und Nutzer anlocken. Das Projekt wird unter dem Dach des Masterplans Innenstadt umgesetzt.

Bürgermeister Andreas Ringle, Grünflächenamtsleiter Oliver Toellner und Marie-Luise Bertsch, Sachgebietsleiterin Mobilitäts- und Verkehrsplanung beim Amt für Straßenwesen genießen die temporäre #SommerZone. ©Stadt Heilbronn
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Bäume fallen auf Heilbronner Allee für Stadtbahn

Heilbronner Allee mit Stadtbahn

Heilbronner Allee ab 2013 mit Stadtbahn

In der Heilbronner Innenstadt beginnen die Vorarbeiten für den Bau der Stadtbahn-Nord. Erste Bäume werden gefällt, ab März geht es mit Leitungsarbeiten weiter, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Anschließend sollen neue Bäume gepflanzt und die Allee wieder wie früher zu einem „Boulevard“ werden. Über mögliche Varianten und die Baumarten wird noch diskutiert, mehr Infos dazu auf den Seiten der Stadt Heilbronn. Die Heilbronner Stimme berichtet ausführlich. Der VCD kritisiert die Autofixiertheit der Stadt Heilbronn und fordert, für den Klimaschutz den Autoverkehr auf der Allee auf eine Fahrspur je Richtung zu reduzieren und so viele Bäume wie möglich zu erhalten. Mehr dazu im Kommentar zu diesem Artikel.

HNV: VCD fordert Verzicht auf Fahrpreiserhöhung

Öffentlicher Verkehr (ÖV) muss attraktiver statt teurer werden – Preissteigerungen im HNV von 44 Prozent
Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) fordert den Heilbronner-Hohenloher-Haller Verkehrs­verbund (HNV) auf, auf die erneuten massiven Preis­erhöhungen zum Jahresende zu verzichten. Energiekosten sinken, Fahrgastzahlen in der Region steigen.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg: „Es kann nicht sein, dass immer nur der Fahrgast, der die Umwelt schont und das Klima schützt, als Melkkuh der Nation herhalten muss. Um rückläufige Zuschüsse des Steuerzahlers und steigende Kosten auszugleichen, sollten Verbünde und Verkehrsunternehmen – durchaus notwendige – Mehreinnahmen anstatt durch höhere Preise besser durch mehr neue Fahrgäste erzielen.”

Angesichts hoher Sprit- und Energiepreise steigen immer mehr Menschen auf den Öffentlichen Verkehr (ÖV) um. Diese neuen Kunden müssen nach VCD-Meinung durch attraktive Tarife und guten Service langfristig gebunden und nicht gleich wieder durch Preiserhöhungen verschreckt werden. Matthias Lieb: „Der Kunde muss einen Mehrwert davon haben, wenn er das Auto stehen lässt und das Klima schont.” Erst jüngst hatte der HNV über massiv gestiegene Fahrgastzahlen und zahlreiche Neukunden auf der Stadt­bahn-Strecke Heilbronn – Öhringen berichtet. „Diese neuen Kunden bringen auch frisches Geld in die Kasse des Verbundes“, sagt Lieb. Auch die Kommunalpolitik sei gefordert, Preiserhöhungen nicht immer brav abzunicken, sondern die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger nach einer bezahlbaren, umweltfreundlichen Mobilität ernst zu nehmen. Im Stuttgarter VVS etwa sei die geplante Preiserhöhung auf Drängen der Stadt- und Regionalpolitik abgemildert worden.
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Die gesamte Pressemitteilung findet sich auf der Homepage des VCD BaWü.

Einen Artikel von Peter Boxheimer zu den ebenfalls geplanten Tariferhöhungen im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) findet sich in der Heilbronner Stimme / Kraichgau Zeitung.