WM und Public Viewing: VCD fordert bessere Anbindung von Heilbronn im Nahverkehr

WG-HN-OpenAir-Parken

Genossenschaftskellerei Heilbronn: Kein Anschluss an den ÖV zum Open-Air-Kino oder Public Viewing

Aus Anlass des Starts der Fußball Weltmeisterschaft 2018 und des bei der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg stattfindenden Public-Viewings fordert der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe, endlich die Anschlüsse im öffentlichen Verkehr (ÖV) zwischen Heilbronn und den Nachbarkommunen zu verbessern und einen Grundtakt von 30-Minuten auch abends und am Wochenende auf allen Linien einzuführen.

Jedes Jahr finden bei der Genossenschaftskellerei, die sich nur wenige Meter von der Ortsgrenze von Heilbronn und Erlenbach entfernt befindet, Großveranstaltungen wie das Sommerfest, das Open-Air-Sommerkino oder nun Public-Viewing zur WM mit Tausenden Besuchern statt. Inzwischen locken auch der beliebte Biergarten und andere touristische Angebote zahlreiche Gäste den ganzen Sommer über an die Binswanger Straße mit Blick über die umliegenden Weinberge.

Aus VCD-Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass dennoch fast alle Besucher mit dem Auto kommen müssen und die umliegenden Felder zuparken, nur weil man die Genossenschaftskellerei und den Heilbronner Nachbarort Erlenbach mit dem ÖV nicht erreichen kann. „Das ist für eine Weinstadt und Weinregion schlicht unwürdig und konterkariert die allgemeinen Bemühungen, den Tourismus im Heilbronner Land zu fördern“, stellt VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter fest. Weiterlesen

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BuGa-Brücke: Nur eine Frage der Gestaltung?

HN-Bhfbrücke Peter und Lochner/Bogenrieder

HN-Bhfbrücke Peter und Lochner/Bogenrieder

Mit großer Mehrheit hat der Heilbronner Gemeinderat Anfang Juni 2014 dem Aufsichtsrat der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH empfohlen, eine Fuß- und Radwegbrücke über den Hauptbahnhof zu bauen. Zugleich hat der Gemeinderat für das Vergabeverfahren eine Rangfolge der Ergebnisse eines einphasigen Ingenieurwettbewerbs festgelegt. Demnach rangiert der Entwurf von Peter und Lochner/Bogenrieder freie Architekten an erster Stelle (siehe Foto). Der VCD in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe begrüßt es, dass nach langem Ringen die neue Brücke über die Gleise am Bahnhof kommen soll. Es ist für den VCD jedoch nicht verständlich, warum es von der Brücke (wie in anderen Städten auch) keine direkte Anbindung der darunter liegenden Bahnsteige geben soll. Da die Brücke ja bis zur Bundesgartenschau fertig sein soll, hätten BuGa-Besucher, die per Bahn anreisen, einen bequemen und direkten Zugang vom Bahnsteig aus zur BuGa. Ohne diese Anbindung müssen die Fahrgäste erst lange Umwege durch die Unterführung nehmen. Eine Anbindung der Bahnsteige hätte zudem den Vorteil, dass sich die Stadt nicht unnötigerweise an der Verschönerung der Unterführung im Bahnhof beteiligen müsste. Diese gehört der Deutschen Bahn (DB) und sollte auch von dieser in eigener Verantwortung gepflegt und instand gehalten werden. Schließlich verlangt die DB von allen Verkehrsunternehmen, die mit ihren Zügen im Bahnhof halten, ja entsprechende Nutzungsgebühren. Die Sanierung des Bahnhofes ist angesichts der Milliardengewinne der DB im Bereich Netz sicherlich keine kommunale Aufgabe.
Weiter Infos rund um die Entwürfe für die BuGa-Brücke und Diskussionen zur Gestaltung rund um die Heilbronner Stadtbahn finden sich auch im Sammelthread Heilbronn: Verkehrsnetz im Deutschen Architektur Forum.
Weitere Ideen zur Heilbronner Bahnhofsbrücke gibt es auch im Energiewende-Blog.

Appell: Die Stadtbahn Nord endlich auf’s richtige Gleis setzen!

Damit die Stadtbahn Nord tatsächlich zu einem Erfolg wird, kritisiert in einem Brief an die Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Gemeinderäte in den Kommunen entlang der geplanten Trasse das Aktionsbündnis Bahnwende Heilbronn die derzeitigen Planungen als Rückschritt und weist auf zahlreiche Nachteile hin, die die aktuelle Konzeption den Kommunen im Neckartal bringt. Inzwischen ging auch ein ähnlicher Brief an Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Unter anderem sollen überregionale Zugverbindungen gestrichen werden, Fahrzeiten werden sich deutlich verlängern und sind damit nicht mehr konkurrenzfähig zum Autoverkehr. Zudem passt der geplante 20-Minuten-Takt zwischen Heilbronn und Bad Friedrichshall nicht zu den bereits vorhandenen Taktzeiten im Bahn- und Busbereich mit Fahrten alle 15 oder 30 Minuten. Das Aktionsbündnis – ein Zusammenschluss von regionalen Verbänden, Organisationen und BürgerInnen wie attac, Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn, BUND-Regionalverband, DGB, Die Grünen, Die Linke, ödp, Verkehrsclub Deutschland – hält dies nicht für akzeptabel und fordert deutliche Korrekturen am aktuellen Konzept und den Erhalt der überregionalen Bahnverbindungen von Neckarelz bis Ulm. Zahlreiche Hintergrundinfos zur geplanten Stadtbahn Nord finden sich in den nachfolgenden Blog-Einträgen! Den Brief des Aktionsbündnisses hatte Kreisrat Johannes Müllerschön an Landwirtschaftsminister Bonde bei einem Treffen in Offenau zur Entwicklung im ländlichen Raum übergeben. Inzwischen hat das Landesverkehrsministerium mit einem Brief darauf geantwortet. Darin heißt es unter anderem, alle Beteiligten hätten sich bereits 2006 auf dieses Betriebsprogramm geeinigt. Zudem stünden im hoch belasteten Abschnitt zwischen Neckarsulm und Bad Friedrichshall nur maximal drei Fahrplantrassen je Stunde zur Verfügung.