Zukunft des Nahverkehrs im Kochertal: Emissionsfrei dank „grünem Wasserstoff“ im Tank

Die Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH (OVR) könnte im Kochertal im Landkreis Heilbronn Vorreiter für einen emissionsfreien Nahverkehr dank Bussen mit Wasserstoffantrieb werden – berichtet das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Zusammen mit dem Hersteller Solaris Bus&Coach präsentierte das zur Transdev-Gruppe gehörende Unternehmen jetzt einen modernen Null-Emission Linienbus auf dem OVR-Betriebshof in Neuenstadt am Kocher. Im Rahmen des Projektes „H2 Impuls – für die Region Heilbronn-Franken“ soll der für den Antrieb benötigte Wasserstoff umweltfreundlich in der Region produziert werden. „Die Umsetzung der Verkehrswende mit Fokus auf saubere Straßenfahrzeuge zur Erreichung emissionsfreier Mobilität ist eines der vordringlichsten Themen, das die Bürgerinnen und Bürger, die Politik, Kommunen, Landkreise und die Verkehrsunternehmen derzeit umtreibt“, beschreibt OVR-Geschäftsführer Horst Windeisen.

Klimaneutral: Mit Wasserstoffbussen wie sie der Hersteller Solaris anbietet, könnte der öffentliche Verkehr im Netz der OVR emissionsfrei werden. ©OVR

Anlass für die Präsentation des Wasserstoff-Busses war der beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg eingereichte Förderantrag für das Projekt „H2 Impuls – für die Region Heilbronn-Franken“ im Rahmen des Förderprojektes „Modellregion grüner Wasserstoff“. Das gemeinsam mit den Projektpartnern Stadt Neuenstadt a.K., den Kommunen Hardthausen und Langenbrettach unter der Projektträgerschaft des Landkreis Heilbronn zusammen mit der Hochschule Heilbronn und mit Unterstützung der Wirtschaftsfördergesellschaft Raum Heilbronn (WfG) entwickelte Konzept sieht unter anderem vor, dass mit umweltfreundlich erzeugtem „grünen“ Wasserstoff der Öffentliche Verkehr (ÖV) im unteren Kochertal mit H2-Bussen künftig klimaneutral betrieben wird. 

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Land fördert RadKULTUR 2021 in 17 Kommunen: Stadt und Landkreis Heilbronn sind nicht dabei

In einer aktuellen Pressemitteilung berichtet das Landesverkehrsministerium über die Förderung des Radverkehrs in den Kommunen im Rahmen der Initiative RadKULTUR. Ein vielfältiges und buntes Jahresprogramm rund ums Radfahren erwartet die 17 Städte und Landkreise, die in diesem Jahr gefördert werden. Laut Verkehrsminister Winfried Hermann wurden noch nie in der Geschichte der Landesinitiative so viele Kommunen gleichzeitig gefördert. Während der Landkreis Schwäbisch Hall und die Stadt Neckarsulm mit im Boot sind, gehen Stadt- und Landkreis Heilbronn dagegen leer aus. „Die zahlreichen Bewerbungen zeigen einmal mehr: Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel unserer Zeit. In immer mehr Kommunen gewinnt der Radverkehr an Bedeutung. Umso schöner, dass wir nun 17 Städte und Landkreise dabei unterstützen können, mit der Initiative RadKULTUR noch stärker fürs Radfahren zu werben“, betont Hermann. „Nachhaltige Mobilität beginnt im Kopf und sollte da nicht enden. Der Bau neuer Radwege bringt nur dann etwas, wenn die Wege auch genutzt werden.“

17 Städte und Landkreise werden mit der Initiative RadKULTUR gefördert. Stadt- und Landkreis Heilbronn gehören nicht dazu. Neckarsulm ist mit dabei.

Gemeinsam mit den geförderten Kommunen bietet die Initiative RadKULTUR vielfältige Möglichkeiten, die Attraktivität des Radfahrens vor Ort präsent zu machen.

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Trauer um den Stadtbahn-Pionier Dr. Dieter Ludwig

In einer aktuellen Pressemitteilung betrauert unter anderem der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) den Tod von Dr. Dieter Ludwig. Der „Erfinder“ des Karlsruher Modells mit Zweisystem-Stadtbahnen und ehemalige VDV-Präsident ist im Alter von 81 Jahren am 16. Juli 2020 in Ettlingen verstorben. Dr. Dieter Ludwig, langjähriger Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV), war von 1995 bis 2003 Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen und prägte vor allem in den neunziger Jahren wie kein zweiter ÖPNV-Manager in Deutschland den Ausbau und die Modernisierung des Straßenbahnsystems. Bis heute gilt sein „Karlsruher Modell“ weltweit als Vorbild und Vorreiter einer modernen und effizienten städtischen Mobilität mit Straßenbahnen. Sein Motto war stets: „Wir müssen die Bahn zu den Menschen bringen, sie dort abholen, wo sie leben und sie dahin bringen, wo sie hinwollen.“

Dr. Dieter Ludwig galt als Erfinder des „Karlsruher Modells“ mit Stadtbahnen, die sowohl als Tram in der Innenstadt als auch auf Bahngleisen bis weit in die Region fahren können. ©Foto privat

VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Wir sind tief getroffen und in Gedanken bei den Hinterbliebenen. Dieter Ludwig hat eine ganze ÖPNV-Generation geprägt. Er war ein Vorbild für viele, die heute in verantwortlicher Position in dieser Branche tätig sind, auch für mich. In einer schwierigen Zeit als der ÖPNV und vor allem die Straßenbahnen aufgrund ihrer vermeintlich hohen Kosten politisch immer mehr unter Druck gerieten, hat er in Karlsruhe durch die Umsetzung des „Karlsruher Modells“ bewiesen, dass Straßenbahnen moderne, effiziente und umweltfreundliche Verkehrsmittel der Zukunft sind. Dies hat ihm und seiner Idee nicht nur in Deutschland, sondern weltweit bis heute zurecht hohe Anerkennung gebracht. Die Branche verliert durch seinen Tod einen Vordenker, Vorreiter und eine starke Persönlichkeit.“

Ohne den leidenschaftlichen Einsatz und die Überzeugungsarbeit von Dr. Dieter Ludwig gäbe es auch keine Stadtbahn in Heilbronn. Dr. Dieter Ludwig hatte schon früh die Bedeutung moderner und flexibler Bahnsysteme für die Entwicklung des ländlichen Raumes erkannt. Längst ist die Stadtbahn als Verkehrsmittel unersetzlich für die wirtschaftliche und umweltschonende Entwicklung der Region Heilbronn geworden. Im September 2009 hatten die Bürgerinitiative 780 FRANKENBAHN und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zu einem verkehrspolitischen Abend mit Dr. Dieter Ludwig unter dem Motto „Chance für die Frankenbahn“ nach Möckmühl eingeladen. Die Heilbronner Stimme berichtete unter dem Titel: Stadtbahnexperte macht Hoffnung. Ein nach wie vor aktuelles Interview mit Dr. Dieter Ludwig zum Ausbau des Heilbronner Stadtbahnnetzes bis nach Osterburken findet sich im Frankenbahn-Weblog. (pm/mgr)

VCD fordert Wiederaufnahme des Busverkehrs zwischen Heilbronn und Neckarsulm

In einer aktuellen Pressemitteilung (pdf) fordert der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD die Wiederaufnahme des Busverkehrs zwischen Heilbronn und Neckarsulm. Durch die Einstellung des kompletten Bahnverkehrs während des Orkans Sabine war es für viele Fahrgäste auch nicht möglich, mit der Stadtbahn von Heilbronn ins benachbarte Neckarsulm zu fahren. Busverbindungen als Alternative gibt es nicht mehr, da diese mit Eröffnung der Stadtbahn Nord vom Landkreis Heilbronn komplett eingestellt wurden. Seitdem hat sich nach Ansicht des VCD der Öffentliche Verkehr (ÖV) in diesem Bereich massiv verschlechtert.

„Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar“, sagt Hans-Martin Sauter, Vorstand im VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe. „Wir fordern umgehend die Wiederaufnahme des Busverkehrs und die Neueinrichtung von Buslinien zwischen Neckarsulm und Heilbronn, um vor allem auch jene Bereiche ohne Stadtbahnanschluss wie den Campus in Heilbronn besser zu erschließen und um bei Störungen den Fahrgästen verlässliche Alternativen zu bieten.“ Weiterlesen

Kostenloser Nahverkehr im Advent: VCD-Untersuchung weist auf Angebotsdefizite hin

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Freie Fahrt nach Heilbronn mit dem ÖV an den Samstagen im Advent. Allerdings können zahlreiche Bürger*innen im Landkreis wie jene aus Erlenbach-Binswangen mangels Verbindungen das Angebot nicht nutzen. ©SCRITTI

UPDATE: Von Neuenstadt aus fährt seit der Heilbronner BUGA im Sommer 2019 die Linie 620 samstags tatsächlich im Stundentakt und nicht mehr wie zuvor zweistündlich. Offenbar sind aber diese Daten in der DB Online-Auskunft nicht korrekt hinterlegt, so dass online nur zweistündliche Direktfahrten nach Heilbronn angezeigt werden. Leider ist das nicht das erste Mal, dass Daten zum HNV-Fahrplan online falsch angezeigt werden.

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe begrüßt in einer Pressemitteilung die Werbeaktion des Heilbronner Verkehrsverbundes (HNV), an den Samstagen im Advent den Öffentlichen Verkehr (ÖV) kostenfrei anzubieten. Für dauerhaft mehr Fahrgäste müssen jedoch laut VCD die ÖV-Verbindungen gerade am Wochenende erheblich verbessert werden. Busse und Bahnen sollten rund um Heilbronn nach Schweizer Vorbild mindestens alle 30 Minuten fahren, auch abends und am Wochenende. Der VCD hat das bestehende ÖV-Angebot an Samstagen untersucht. „Leider fehlen in vielen Nachbarkommunen gerade am Wochenende und abends attraktive Verbindungen in die Großstadt Heilbronn“, stellt VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter fest.

Am besten haben es nach dem VCD-Test an Samstagen Fahrgäste aus Schwaigern, Leingarten oder Weinsberg, sie können tagsüber sogar dreimal in der Stunde per S-Bahn mitten in die Heilbronner City fahren. Für vorbildlich hält der VCD auch das Angebot für Fahrgäste aus Beilstein oder Willsbach, die auch samstags alle 30 Minuten Direktverbindungen nach Heilbronn haben. „So sollte es für alle größeren Kommunen im Landkreis sein“, sagt Sauter. 

Fahrgäste aus Richtung Neuenstadt dagegen können samstags nur alle zwei Stunden mit dem direkten Bus nach Heilbronn fahren. „Für eine spontane Shoppingtour ist das nicht wirklich attraktiv“, sagt Sauter. Noch schlechter haben es Fahrgäste aus Erlenbach: Für sie gibt es am Wochenende oder abends gar keine regulären, direkten Busverbindungen in die benachbarte Großstadt.

Aus Neckarwestheim und Talheim fahren die Busse in verwirrenden Abständen von einer Stunde und 20 Minuten. „Ein solcher Nicht-Takt kann sich doch kein Fahrgast merken“, stellt Sauter fest. Auch für Fahrgäste aus Gundelsheim oder Offenau gibt es nur eine stündliche S-Bahn-Verbindung. Von Untereisesheim dauert die Fahrt nach Heilbronn mit Umstieg auf die Stadtbahn in der Regel eine Stunde. Nach Löwenstein geht es teils auch nur alle zwei Stunden. „Wer hier den ÖV im Advent ausprobiert, kommt schnell zu dem Schluss: Einmal und nie wieder“, befürchtet Sauter. 

„Wenn man mehr Menschen für die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs begeistern will, dann muss zuerst einmal das Angebot stimmen. Sonst bleiben solche Aktionen nutzlos und bringen auch keinen Erfolg“, stellt Sauter fest. Der VCD fordert nach Schweizer Vorbild einen Integralen Taktfahrplan mit Halbstundentakt als Mindestangebot auf allen Linien in die Nachbarorte von Heilbronn bei Stadtbahn und Regionalbus an allen Wochentagen von morgens bis spät abends.

Verkehrspolitischer Abend: Die Gunst der Stunde für Reaktivierungen nutzen!

Ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema findet sich auch in der Ausgabe 2019 des Magazins VCDdirekt vom VCD-Landesverband Baden-Württemberg.

Am Mittwoch, den 16. Oktober 2019 hatte der VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe mit Unterstützung durch den Verein Zabergäubahn pro Stadtbahn und die Bürgeraktion Bottwartalbahn zum verkehrspolitischen Abend mit Diskussion nach Lauffen am Neckar geladen. Gekommen in die örtliche Weingärtnergenossenschaft waren rund 80 Teilnehmer*innen, die mit Spannung dem Motto des Abends folgten: Mehr Bahn braucht das Land! Reaktivierung jetzt – Zukunft für Zabergäu und Bottwartal. Einen Bericht über die Veranstaltung gibt es auch bei der Heilbronner Stimme: Neuer Schwung auf alten Gleisen.

Hans-Martin_Sauter-785Hans-Martin Sauter, Mitglied im Vorstand des VCD Hall-Heilbronn-Hohenlohe, führte in den Abend ein und berichtete kurz über das Engagement des VCD für ein besseres Angebot im Öffentlichen Verkehr (ÖV) der Region sowie über bevorstehende Verbesserungen zum Fahrplanwechsel. Daneben gaben Joachim Esenwein und Hans-Joachim Knupfer Einblicke in den jahrelangen Kampf der jeweiliger Bürgeraktionen für den Erhalt sowie die Reaktivierung von Zabergäubahn und Bottwartalbahn und beklagten die mangelnde politische Unterstützung durch die Mandatsträger. Die Hauptredner Matthias Lieb vom VCD-Landesverband sowie Gerhard Schnaitmann, früher Mitarbeiter und Planer der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), beleuchteten die aktuellen verkehrspolitischen Entwicklungen und waren sich einig: Bessere Bedingungen für den Ausbau der Schiene als aktuell gab es noch nie! Weiterlesen

Verkehrspolitischer VCD-Abend: Mehr Bahn braucht das Land!

Am Mittwoch, den 16. Oktober 2019, um 19:30 Uhr veranstaltet der VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe mit Unterstützung durch den Verein Zabergäubahn pro Stadtbahn und die Bürgeraktion Bottwartalbahn in Lauffen am Neckar, Lauffener Weingärtner EG, Im Brühl 48 beim Lauffener Bahnhof einen weiteren verkehrspolitischen Abend mit Diskussion zum Thema: Mehr Bahn braucht das Land! Reaktivierung jetzt! Zukunft für Zabergäu und Bottwartal

Verkehrspolitischer Abend mit dem VCD in Lauffen

Verkehrspolitischer Abend mit dem VCD in Lauffen am 16.10.19

Kein Klimaschutz ohne Verkehrswende! Wie können attraktive Bahnangebote den Öffentlichen Verkehr stärken und zum Rückgrat der Verkehrswende werden? Welche Zukunftschancen gibt es etwa für die Reaktivierung von Zabergäu- und Bottwartalbahn?

Das Land Baden-Württemberg untersucht derzeit 41 stillgelegte Bahnstrecken auf ihr Reaktivierungspotenzial, darunter auch Bottwartal- und Zabergäubahn oder die Krebsbachtalbahn, die über einen kurzen Lückenschluss nach Bad Rappenau angebunden werden könnte. Welche Konzepte und Ideen gibt es für eine erfolgreiche Reaktivierung? Welche Forderungen und Ideen hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD für eine ernstgemeinte Verkehrswende?

Moderne Hybrid- oder Batteriezüge, wie sie das Land Baden-Württemberg jetzt bestellt hat, bieten Chancen für eine Renaissance der Bahn auch auf Strecken ohne elektrische Oberleitung. Auch der Ausbau für moderne Tram-Systeme bringt den Menschen mehr Mobilität, wie die Erfolgsgeschichte der Stadtbahn Heilbronn anschaulich zeigt.

Gerhard Schnaitmann, langjähriger Mitarbeiter der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, spricht über Chancen und Möglichkeiten für den regionalen Bahnverkehr und die Wiederbelebung ehemaliger Bahnstrecken.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender, erläutert die VCDKernforderungen für die Verkehrswende und berichtet über den Einsatz und die Ideen des VCD für eine attraktive und moderne Bahn im Land. Anschließend besteht die Gelegenheit für Fragen und zur Diskussion. Hier gibt es den  VCD-Flyer zum Download.

Heilbronner Open-Air-Kino weiterhin ohne ÖV-Anschluss

Am Mittwoch, den 24. Juli 2019 begann wieder das jährliche Open-Air-Konzert an der Genossenschaftskellerei Heilbronn an der Stadtgrenze zwischen Heilbronn und Erlenbach. Es werden wie jedes Jahr wieder Tausende Besucher*innen zu den abendlichen Kino-Highlights im großen Biergarten an der Genossenschaftskellerei erwartet. Der VCD kritisiert erneut, dass es bis zum heutigen Tag keinen adäquaten Öffentlichen Verkehr (ÖV) zu diesem Ereignis gibt und fragt angesichts der vielfältigen Diskussionen zum Klimaschutz: Warum haben selbst im Jahr 2019 Besucher*innen keine Möglichkeit, dieses Ereignis oder den Biergarten bei der Genossenschaftskellerei klimafreundlich und bequem mit dem Bus der Linie 631 (Heilbronn – Erlenbach) oder der Stadtbuslinie 11 zu erreichen? Warum stellt die Buslinie 631 nach 19:30 Uhr und am Wochenende den Betrieb ein?

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Mit dem ÖV zur BUGA in Heilbronn

Update 6. Mai 2019: In einer aktuellen Pressemitteilung berichtet das Landesverkehrsministerium über Verbesserungen beim Bahnverkehr im Rahmen der BUGA 2019. Das Ziel: Mindestens die Hälfte der Gäste sollen zur kombinierten Garten- und Stadtausstellung mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Primär geht es um die Verlängerung der Züge auf den Strecken von/nach Heilbronn. Zwischen Stuttgart und Heilbronn gibt es am Wochenende zwei zusätzliche Hin- und Rückfahrten. Zudem fahren wegen Bauarbeiten zusätzliche Busse zwischen Heilbronn und Würzburg bzw. Mannheim.

Am 17. April 2019 öffnete die Bundesgartenschau in Heilbronn (BUGA) ihre Tore. Am Osterwochenende kamen bereits über 100.000 Besucher*innen! Umfangreiche Infos zur Anreise finden sich auf der BUGA-Webseite. Wer die BUGA mit öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen will, kann dazu innerhalb des HNV kostenfrei die BUGA-Tageskarte nutzen. Inhaber einer BUGA-Dauerkarte zahlen jeweils den halben Preis mit einem Kinderfahrschein. BUGA-Kombi-Tickets zum Preis für 30 Euro aus ganz Baden-Württemberg können auch am DB-Fahrscheinautomaten, in DB-Reisezentren/-Agenturen und als Online-Ticket sowie über die App DB-Navigator mit dem HNV-Angebot als Handy-Ticket gelöst werden. Am BUGA-Eingang werden diese in reguläre BUGA-Eintrittskarten umgetauscht. Details dazu findet man auf der HNV-Webseite.

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Direkt beim BUGA-Eingang an der Haltestelle Neckarturm halten neben der Stadtbahn auch die Regionalbuslinien. ©SCRITTI

Mit Wirkung zum 1. April 2019 hat der Landkreis Heilbronn als Aufgabenträger zudem einige Bus-Fahrpläne angepasst. Neben Stadtbahnen und Stadtbussen halten alle durch die Heilbronner Bahnhofstraße fahrenden Regionalbuslinien aus Richtung Schozach/Bottwartal, Zabergäu und Erlenbach während der BUGA auch an der Haltestelle Neckarturm/BUGA in unmittelbarer Nähe zum BUGA-Eingang bei der Experimenta. Der VCD begrüßt das und schlägt vor, diesen wichtigen Halt in der Innenstadt auch nach der BUGA für Regionalbusse aufrecht zu erhalten. Weiterlesen

Mobilitätspakt: Mehr Busse, bessere Verbindungen, engere Takte

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Winterliche Idylle am Neckarsulmer Bahnhof West: Die Linie 94 verbindet Obereisesheim mit dem Spaßbad Aquatoll. Aus dem Landkreis ist das Aquatoll jedoch per Bus nicht erreichbar. ©SCRITTI

Im Rahmen des Mobilitätspakt für den Wirtschaftsraum Heilbronn-Neckarsulm, bei dem allerdings offiziell weder Fahrgastvertreter noch ADFC oder VCD beteiligt sind, hat der VCD bereits ein Konzept für Verbesserungen im Schienenverkehr nördlich von Heilbronn und eine gerechtere Bedienung der Anliegerkommunen insbesondere im Neckartal erarbeitet. Auch im Busbereich fordert der VCD seit Jahren Verbesserungen und hat entsprechende Vorschläge den verantwortlichen Aufgabenträgern zukommen lassen. Als größte Probleme sieht der VCD die teils ungenügenden Fahrplantakte, nicht vorhandene Vernetzung zwischen Stadt- und Landkreis sowie S-Bahn und Busverkehr sowie die mangelnde Erreichbarkeit der großen Arbeitgeber wie Audi, Bechtle oder Schwarz-Gruppe auf direktem Weg. Der VCD fordert generell:

– Eine einheitliche Mobilitätsplanung über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg mit dem Ziel, den Öffentlichen Verkehr deutlich attraktiver zu machen und auszuweiten
– Mehr Stadtbahn-Verbindungen zwischen Neckarsulm und Heilbronn (auf den separaten S-Bahn-Gleisen) im 10- oder 7,5-Minuten-Takt
– Eigene Gleise für die Stadtbahn zwischen Neckarsulm, Kochendorf und Bad Friedrichshall zur Ausweitung der erforderlichen Kapazitäten
– Im Ballungsraum Heilbronn-Neckarsulm 15-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten als Grundangebot auf allen Stadtbahn- und Buslinien, abends und wochenends durchgehend mindestens ein Stundentakt im Rahmen eines  Integralen Taktfahrplans. Dies kann auch wie bereits heute in Neckarsulm praktiziert durch Überschneidung von Linien erfolgen (z.B. 91/691, 92/692, 94/694).

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