DB erobert Kraichgaubahn zurück und betreibt ab 2022 Schnellzüge Karlsruhe – Heilbronn

Die Deutsche Bahn (DB) hat die Ausschreibung für den Betrieb der künftigen RegionalExpress-Züge zwischen Heilbronn Hbf und Karlsruhe Hbf gewonnen und soll ab Dezember 2022 mit modernen Elektrotriebwagen die heutigen Stadtbahn-Eilzüge im Stundentakt ersetzen. Ironie der Geschichte: Noch in den 1990er Jahren sah es düster aus auf der Kraichgaubahn Heilbronn – Eppingen – Karlsruhe, die Deutsche Bahn hatte den Verkehr massiv ausgedünnt und wollte die Strecke sogar stilllegen. Dann kam die Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) und machte die Kraichgaubahn mit den Zweisystem-Stadtbahnen und engem S-Bahntakt zum Erfolgsmodell. Gut 20 Jahre später, nachdem die erste Stadtbahn Heilbronn erreicht hatte, ist die DB wieder im Rennen: Sie hat jetzt die Ausschreibung für den RE zwischen Heilbronn Hbf und Karlsruhe Hbf gewonnen. Das teilte das Landesverkehrsministerium in einer Pressemitteilung mit. Von drei Bietern hat die DB das beste Angebot abgegeben. Die eingegangenen Angebote seien ausgewertet und das Ministerium für Verkehr beabsichtige, der DB Regio den Zuschlag zu erteilen. Die Ausschreibung war aufgeteilt in zwei Lose und der Zuschlag erfolgt für 13 Jahre. Neben dem verbesserten Angebot soll das Reisen von und nach Karlsruhe auf den genannten Strecken auch durch den Einsatz von Neufahrzeugen spürbar bequemer werden. 

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Baureihe 1440 vom Typ Coradia Continental der Deutschen Bahn in Wuppertal. Solche Triebwagen sollen künftig jede Stunde schnell zwischen Karlsruhe Hbf und Heilbronn Hbf rollen. ©wikipedia IPRobin

Im Los 1 „Karlsruher Netz“ (Karlsruhe – Bretten – Eppingen – Heilbronn, Karlsruhe – Rastatt – Baden-Baden – Achern, Karlsruhe – Rastatt – Forbach (Schwarzwald) – Freudenstadt – Bondorf) sind dreiteilige und fünfteilige Neufahrzeuge vom Typ Alstom Coradia Continental vorgesehen. 

Im Los 2 „Nordbaden-Express“ (neue schnelle Verbindung von Karlsruhe über Bruchsal nach Heidelberg/Mannheim) sind dreiteilige Neufahrzeuge vom Typ Siemens Mireo vorgesehen.  Weiterlesen

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Verkehrspolitischer VCD-Abend: Mehr Bahn braucht das Land!

Am Mittwoch, den 16. Oktober 2019, um 19:30 Uhr veranstaltet der VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe mit Unterstützung durch den Verein Zabergäubahn pro Stadtbahn und die Bürgeraktion Bottwartalbahn in Lauffen am Neckar, Lauffener Weingärtner EG, Im Brühl 48 beim Lauffener Bahnhof einen weiteren verkehrspolitischen Abend mit Diskussion zum Thema: Mehr Bahn braucht das Land! Reaktivierung jetzt! Zukunft für Zabergäu und Bottwartal

Verkehrspolitischer Abend mit dem VCD in Lauffen

Verkehrspolitischer Abend mit dem VCD in Lauffen am 16.10.19

Kein Klimaschutz ohne Verkehrswende! Wie können attraktive Bahnangebote den Öffentlichen Verkehr stärken und zum Rückgrat der Verkehrswende werden? Welche Zukunftschancen gibt es etwa für die Reaktivierung von Zabergäu- und Bottwartalbahn?

Das Land Baden-Württemberg untersucht derzeit 41 stillgelegte Bahnstrecken auf ihr Reaktivierungspotenzial, darunter auch Bottwartal- und Zabergäubahn oder die Krebsbachtalbahn, die über einen kurzen Lückenschluss nach Bad Rappenau angebunden werden könnte. Welche Konzepte und Ideen gibt es für eine erfolgreiche Reaktivierung? Welche Forderungen und Ideen hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD für eine ernstgemeinte Verkehrswende?

Moderne Hybrid- oder Batteriezüge, wie sie das Land Baden-Württemberg jetzt bestellt hat, bieten Chancen für eine Renaissance der Bahn auch auf Strecken ohne elektrische Oberleitung. Auch der Ausbau für moderne Tram-Systeme bringt den Menschen mehr Mobilität, wie die Erfolgsgeschichte der Stadtbahn Heilbronn anschaulich zeigt.

Gerhard Schnaitmann, langjähriger Mitarbeiter der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, spricht über Chancen und Möglichkeiten für den regionalen Bahnverkehr und die Wiederbelebung ehemaliger Bahnstrecken.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender, erläutert die VCDKernforderungen für die Verkehrswende und berichtet über den Einsatz und die Ideen des VCD für eine attraktive und moderne Bahn im Land. Anschließend besteht die Gelegenheit für Fragen und zur Diskussion. Hier gibt es den  VCD-Flyer zum Download.

Zukunftsfähige Mobilität statt Betonrampen für Neckarsulm und Heilbronn

Die Wähler haben sich am Sonntag in Neckarsulm beim Bürgerentscheid dagegen ausgesprochen, dass die Stadt Neckarsulm die Binswanger Straße mit der Bundesstraße 27 verbinden darf. Allerdings wurde die erforderliche Anzahl an Stimmen nur knapp verfehlt, so dass nun der Gemeinderat über den Bau des B27-Anschlusses entscheiden muss. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, haben sich 3728 Neckarsulmer (57,4 Prozent) gegen das Projekt ausgesprochen. Allerdings gibt es rechtliche Hürden: Damit das Votum bindend ist, wären 3807 Stimmen nötig gewesen. Für die Anbindung haben sich 2768 Stimmberechtigte (42,6 Prozent) ausgesprochen. Die Beteiligung lag bei 34,2 Prozent.

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Betonorgie mit zweifelhafter Wirkung: Geplanter Anschluss an die B27 in Neckarsulm. Animation der Stadt Neckarsulm

Der VCD begrüßt das Votum und hofft nun, dass auch der Gemeinderat dem Wählerwillen folgt und dem gigantischen Betonwahnsinn eine Absage erteilt, den die Neckarsulmer Stadtverwaltung weiterhin befürwortet. Sie verspricht sich von der Kreuzung, dass Teile der Innenstadt vom Verkehr entlastet werden. Kritiker sehen das anders. Sie fürchten Staus, und sie gehen davon aus, dass viele Autos weiterhin durchs Zentrum fahren. Auch die Kosten von 42 Millionen Euro sind Gegnern zu hoch; die Stadt hätte 22,6 Millionen Euro zu tragen. Der VCD vermisst in der Region ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept und hat mehrfach die rückwärtsgewandte Verkehrspolitik in diesem Zusammenhang kritisiert.

Man fragt sich angesichts der Diskussionen um den B27-Anschluss schon, ob die politisch Verantwortlichen in der Region jemals eine Stadt mit intensivem, attraktivem Straßenbahnverkehr besucht haben. Dazu müsste man eigentlich nicht weit reisen, und man könnte anschaulich sehen, was zeitgemäße, klimafreundliche E-Mobilität bedeuten würde. Zum Beispiel in Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Freiburg oder Straßburg, wo moderne Niederflur-Trams die Menschen im Minutentakt sicher und komfortabel in einem dichten Netz an ihr Ziel bringen. In Straßburg kostet das übrigens pro Fahrt mit einem E-Ticket im 10er-Pack nur 1,32 Euro. Weiterlesen

Besserer Radverkehr in Heilbronn bedeutet weniger Fläche für den Autoverkehr

In verschiedenen Beiträgen beleuchtet die Heilbronner Stimme die Situation für Radfahrende in Heilbronn. Unter anderem berichtet Christoph Donauer Mitte Juli 2019 darüber, Wo Radfahrer in und um Heilbronn besonders gefährlich leben. Dabei zitiert er auch den VCD in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe: VCD-Vorstandsmitglied Michael Schwager betont, dass sich in Heilbronn und dem Landkreis beim Thema Radfahren viel tut. Dennoch geschieht insgesamt zu wenig, sagt Schwager: „Diese Schritte sind aus unserer Sicht viel zu zaghaft, und es wird auch nicht genug Geld für den Radverkehr beziehungsweise für Planung und Koordination zur Verfügung gestellt. Auf diesem Niveau lassen sich die angestrebten Ziele zur Erhöhung des Radverkehrsanteils am Verkehrsgeschehen nicht erreichen.“ Nötig sei eine übergeordnete Verkehrsplanung zwischen Stadt und Landkreis. 

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Vorbild Kopenhagen: Radfahren ist sicher und macht Spaß, wenn dem Radverkehr genügend Fläche zugestanden wird. Zwei Meter Breite je Richtung sind das Minimum. ©SCRITTI

In einem weiteren, wesentlich kritischeren Beitrag vom 9. August 2019 berichtet Valerie Blass über den Kampf um den Platz in der Stadt und die Verteilung des öffentlichen Raumes für eine bessere, klimafreundlichere Mobilität. Darin kommt auch der Pressesprecher der Stadt Heilbronn zu verschiedenen Fragen zu Wort und weist auf die „baulichen Zwänge in vielen Räumen des Straßennetzes“ hin. Diese erlaubten es nicht, eine vom Kfz-Verkehr getrennte Rad-Infrastruktur anzubieten. „Hier wird, sofern möglich, der Schutzstreifen realisiert. Dort, wo es die Platzverhältnisse zulassen, haben separate und komfortable Rad-Infrastrukturen Priorität.“ In diesem Zitat wird nach VCD-Meinung sehr schön die weiterhin gültige und gescheiterte Verkehrspolitik der Stadt Heilbronn deutlich: „Komfortable“ Rad-Infrastruktur hat nur dort Platz, wo sie dem Autoverkehr nicht ins Gehege kommt! Der VCD ist davon überzeugt: Wer den Radverkehr als ernsthafte Alternative zum Autoverkehr etablieren will, muss dem Radverkehr auch genügend Straßenraum zur Verfügung stellen und dem Autoverkehr Flächen entziehen. Daran führt kein Weg vorbei. Weiterlesen

OB Mergel reagiert auf Radwege-Kritik

Mit einem Brief hat der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel vor einiger Zeit auf die Kritik von ADFC, Lokaler Agenda 21 und VCD an der Behinderung von Radfahrer*innen in der Oberen Neckarstraße reagiert, nachdem es dort immer wieder zu Konflikten zwischen Außengastronomie und Nutzer*innen des jahrzehntelang existierenden Radweges gekommen ist. Neben Allgemeinplätzen zur Straßenverkehrsordnung und dem Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer*innen betont Mergel, erklärtes Ziel der Stadt sei die Öffnung und Belebung der Oberen und Unteren Neckarstraße zum Neckar hin. Die in den letzten Jahren starke gastronomische Entwicklung trage letztlich zu einer lebenswerten Stadt bei. Die Ausweisung der „Neckarmeile“ als Fußgängerzone mit „Radfahrer frei“ solle Verkehrsunfällen vorbeugen. Eine konkrete Lösung für den Konflikt und eine ernsthafte Alternative für Radfahrende, die in die Innenstadt wollen, hat Mergel nicht zu bieten. Er stellt in Aussicht, dass nach der Bundesgartenschau die alte Kranenstraße in eine reine Fahrrad-Straße umgewandelt werden soll und damit eine attraktive östliche Achse Badstraße – Kurt-Schumacher-Platz – Kranenstraße entstehe. Zudem gebe es Überlegungen, auf dieser Route die beiden Hochschulstandorte miteinander zu verbinden. Daraus lässt sich ableiten, dass die Verwaltung den Radverkehr komplett aus der Oberen und Unteren Neckarstraße heraushaben will. Mergel weiter: „Zusätzlich zu dieser Planung werden im Zusammenhang mit der Verkehrsuntersuchung der nördlichen Innenstadt derzeit Alternativen geprüft, wie der Radfahrer u.a. über die Kram- und Gerberstraße geführt werden kann.“ Der VCD fordert, mittelfristig die Innenstadt für den automobilen Durchgangsverkehr zu sperren und Anwohnern, Radfahrenden und Fußgängern absoluten Vorrang einzuräumen. (mgr)

Historischer Tag: Der erste ICE trifft Stadtbahn auf der Frankenbahn

Am Montag, den 29. April 2019 wurde in Heilbronn Eisenbahn-Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal fuhr ein ICE fahrplanmäßig in den Hauptbahnhof der Großstadt ein! Mit rund 50 Minuten Verspätung erreichte ICE 715 von Köln kommend gegen 10:30 Uhr den Heilbronner Hauptbahnhof, wie die Heilbronner Stimme im Liveblog berichtete, um dann nach Stuttgart weiter zu fahren. Die Rückfahrt nach Köln mit ICE 714 am Nachmittag mit Abfahrt um 14:10 Uhr in Heilbronn verlief pünktlich. Anlass für den täglichen ICE-Stopp bis Anfang Oktober (Montag bis Freitag) ist die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn, nachdem sich die lokale Politik vehement für einen Fernverkehrshalt während der BUGA eingesetzt hatte.

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ICE trifft Stadtbahn auf der Fahrt nach Köln am Haltepunkt Neckarsulm Mitte ©SCRITTI

Der ICE verlässt Köln am frühen Morgen um 6:11 Uhr und benötigt rund vier Stunden bis zur Endstation Stuttgart.

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Heilbronner Stadtverwaltung bremst Radverkehr aus

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe, der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club ADFC sowie die Lokale Agenda 21 in Heilbronn haben jetzt Protestnoten an den Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel sowie an Bürgermeister Wilfried Hajek übergeben. Sie kritisieren, dass die Stadtverwaltung Heilbronn in einer Nacht- und Nebelaktion einen der wichtigsten Heilbronner Radwege in der Oberen Neckarstraße zur Fußgängerzone erklärt hat und so den inner- wie überörtlichen Radverkehr massiv behindert.

„In Zeiten des Klimawandels und bei drohenden Fahrverboten angesichts stark verschmutzter Atemluft in den Städten fällt der Stadtverwaltung Heilbronn nichts Besseres ein, als eine der wichtigsten lokalen und überregionalen Radverbindungen klammheimlich auszubremsen“, ärgert sich VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter.

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Wer sein Rad liebt, der schiebt. In der Konfliktzone Obere Neckarstraße in Heilbronn auf dem meist befahrenen Radweg der Stadt nach dem Willen der Stadtverwaltung bald Alltag. ©SCRITTI

„Es war von Anfang an klar, dass die umfangreiche Außengastronomie am oberen Neckarufer zu Konflikten mit der dort seit Jahrzehnten entlang führenden landesweiten und wichtigsten innerstädtischen Radroute führen wird“, sagt Uwe Ahrens von der Lokalen Agenda 21 Heilbronn. Die Bedenken zahlreicher Radfahrer*innen wurden jedoch von der Stadtverwaltung nicht ernst genommen. Es wurden auch keine fahrradfreundlichen Alternativrouten ausgewiesen oder konstruktive Vorschläge gemacht, wie die erst durch den Neubau des Marrahauses geschaffenen Konflikte zwischen Gastronomie und Radlern in der oberen Neckarstraße gelöst werden könnten.

„Stattdessen hat die Stadtverwaltung nun kurzerhand den Gastronomiebereich zur Fußgängerzone mit Radfahren frei erklärt, was für die Verkehrsteilnehmer*innen drastische Konsequenzen hat“, erläutert ADFC-Vorstand Volker Geis. „Ab sofort dürfen Radfahrer*innen hier nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fahren, oder sie können ihr Fahrrad gleich schieben. Mit der so oft angekündigten Förderung des Radverkehrs in Heilbronn hat solch eine Maßnahme absolut nichts zu tun.“

VCD, ADFC und Lokale Agenda21 fordern die Stadtverwaltung auf, zeitnah alternative Vorschläge für eine unbehinderte Fahrtmöglichkeit per Fahrrad an dieser zentralen Stelle vorzulegen. Quelle: Pressemitteilung

Mit dem ÖV zur BUGA in Heilbronn

Update 6. Mai 2019: In einer aktuellen Pressemitteilung berichtet das Landesverkehrsministerium über Verbesserungen beim Bahnverkehr im Rahmen der BUGA 2019. Das Ziel: Mindestens die Hälfte der Gäste sollen zur kombinierten Garten- und Stadtausstellung mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Primär geht es um die Verlängerung der Züge auf den Strecken von/nach Heilbronn. Zwischen Stuttgart und Heilbronn gibt es am Wochenende zwei zusätzliche Hin- und Rückfahrten. Zudem fahren wegen Bauarbeiten zusätzliche Busse zwischen Heilbronn und Würzburg bzw. Mannheim.

Am 17. April 2019 öffnete die Bundesgartenschau in Heilbronn (BUGA) ihre Tore. Am Osterwochenende kamen bereits über 100.000 Besucher*innen! Umfangreiche Infos zur Anreise finden sich auf der BUGA-Webseite. Wer die BUGA mit öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen will, kann dazu innerhalb des HNV kostenfrei die BUGA-Tageskarte nutzen. Inhaber einer BUGA-Dauerkarte zahlen jeweils den halben Preis mit einem Kinderfahrschein. BUGA-Kombi-Tickets zum Preis für 30 Euro aus ganz Baden-Württemberg können auch am DB-Fahrscheinautomaten, in DB-Reisezentren/-Agenturen und als Online-Ticket sowie über die App DB-Navigator mit dem HNV-Angebot als Handy-Ticket gelöst werden. Am BUGA-Eingang werden diese in reguläre BUGA-Eintrittskarten umgetauscht. Details dazu findet man auf der HNV-Webseite.

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Direkt beim BUGA-Eingang an der Haltestelle Neckarturm halten neben der Stadtbahn auch die Regionalbuslinien. ©SCRITTI

Mit Wirkung zum 1. April 2019 hat der Landkreis Heilbronn als Aufgabenträger zudem einige Bus-Fahrpläne angepasst. Neben Stadtbahnen und Stadtbussen halten alle durch die Heilbronner Bahnhofstraße fahrenden Regionalbuslinien aus Richtung Schozach/Bottwartal, Zabergäu und Erlenbach während der BUGA auch an der Haltestelle Neckarturm/BUGA in unmittelbarer Nähe zum BUGA-Eingang bei der Experimenta. Der VCD begrüßt das und schlägt vor, diesen wichtigen Halt in der Innenstadt auch nach der BUGA für Regionalbusse aufrecht zu erhalten. Weiterlesen

Mobilitätspakt: Mehr Busse, bessere Verbindungen, engere Takte

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Winterliche Idylle am Neckarsulmer Bahnhof West: Die Linie 94 verbindet Obereisesheim mit dem Spaßbad Aquatoll. Aus dem Landkreis ist das Aquatoll jedoch per Bus nicht erreichbar. ©SCRITTI

Im Rahmen des Mobilitätspakt für den Wirtschaftsraum Heilbronn-Neckarsulm, bei dem allerdings offiziell weder Fahrgastvertreter noch ADFC oder VCD beteiligt sind, hat der VCD bereits ein Konzept für Verbesserungen im Schienenverkehr nördlich von Heilbronn und eine gerechtere Bedienung der Anliegerkommunen insbesondere im Neckartal erarbeitet. Auch im Busbereich fordert der VCD seit Jahren Verbesserungen und hat entsprechende Vorschläge den verantwortlichen Aufgabenträgern zukommen lassen. Als größte Probleme sieht der VCD die teils ungenügenden Fahrplantakte, nicht vorhandene Vernetzung zwischen Stadt- und Landkreis sowie S-Bahn und Busverkehr sowie die mangelnde Erreichbarkeit der großen Arbeitgeber wie Audi, Bechtle oder Schwarz-Gruppe auf direktem Weg. Der VCD fordert generell:

– Eine einheitliche Mobilitätsplanung über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg mit dem Ziel, den Öffentlichen Verkehr deutlich attraktiver zu machen und auszuweiten
– Mehr Stadtbahn-Verbindungen zwischen Neckarsulm und Heilbronn im 10- oder 7,5-Minuten-Takt
– Eigene Gleise für die Stadtbahn zwischen Neckarsulm, Kochendorf und Bad Friedrichshall zur Ausweitung der Kapazitäten
– Im Ballungsraum Heilbronn-Neckarsulm 15-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten als Grundangebot auf allen Linien, abends und wochenends durchgehend mindestens ein Stundentakt im Rahmen eines  Integralen Taktfahrplans. Dies kann auch wie bereits heute praktiziert durch Überschneidung von Linien erfolgen (z.B. 91/691, 92/692, 94/694). Weiterlesen

Parkplatzchaos am Klinikum: VCD kritisiert fehlende ÖV-Alternativen

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Schöne neue Klinikwelt: So idyllisch mit vereinzelten Taxis und Fußgängern geht es aktuell am Klinikum Gesundbrunnen sicherlich nicht zu. Die überwiegende Zahl der Besucher und Beschäftigten kommt mangels ÖV-Anschluss weiterhin mit dem Auto. ©Foto: SLK-Kliniken

Erneut thematisiert die Heilbronner Stimme in einem Artikel das Problem der nicht ausreichenden Parkplätze am SLK-Klinikum Gesundbrunnen. Dabei kommt auch ein Verkehrsexperte, Professor Lutz Gaspers von der Hochschule für Technik in Stuttgart, zu Wort, der klar sagt: „Die Leute fahren zum Beispiel Bus und Bahn, wenn dies am geschicktesten und günstigsten ist. Sonst nicht.“ Der VCD hat schon mehrfach darauf hingewiesen, dass das Klinikum Gesundbrunnen aus dem Landkreis Heilbronn mit dem Öffentlichen Verkehr (ÖV) NICHT erreichbar ist! Ebenso wenig wie das SLK-Klinikum Am Plattenwald auf direktem Weg aus Richtung Heilbronn. Es gibt aktuell zum Klinikum Gesundbrunnen weder Busverbindungen aus dem benachbarten Neckarsulm, noch gibt es einen passenden Busanschluss an der nächst gelegenen Stadtbahn-Haltestelle der S4 an der Station Böckingen-Sonnenbrunnen. Die Heilbronner Stimme hatte darüber schon 2017 berichtet.

Der VCD hat auch schon konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht und diese etwa auch der für den ÖPNV verantwortlichen Abteilung im Landratsamt Heilbronn präsentiert: 

Verlängerung der Buslinie 691 vom derzeitigen Endpunkt Neckarsulm Kaufland über Europaplatz / Campus / BUGA zum Klinikum Gesundbrunnen im 15-Minuten-Takt. Dadurch entstehen zudem neue Direktverbindungen zwischen beiden Kliniken, was sicherlich auch für die Beschäftigten der Kliniken interessant wäre. Fahrgäste aus der S41 oder S42 können an S Industrieplatz in den Bus umsteigen und müssten nicht den Umweg durch die Innenstadt nehmen. Das diesbezügliche Konzept findet sich hier.

Führung der (aktuell chaotischen) Buslinie 683 aus Richtung Bad Wimpfen / Kirchhausen über das Klinikum Gesundbrunnen in einem regelmäßigen, verlässlichen Takt und mit klarer Linienstruktur

– Einrichtung einer Bus-Ringlinie in Heilbronn, die wichtige Punkte wie etwa beide Campus-Standorte am Europaplatz und in Sontheim untereinander verbindet und für den Fahrgast eine klare Orientierung bietet, so wie sie auch im Mobilitätskonzept der Lokalen Agenda21 gefordert wird, über Böckingen und S Sonnenbrunnen mit Anschluss an die S4. Der VCD erarbeitet dazu aktuell ein Konzept.

Aber wie so oft ist bislang nicht bekannt, dass sich Stadt- und Landkreis Heilbronn in dieser Frage austauschen oder gar aktiv nach Problemlösungen suchen würden. (mgr)