BürgerInnen fordern mehr Stadtbahn für Heilbronn

ÖPNV-Konzept der LA21 Heilbronn

ÖPNV-Konzept der LA21 Heilbronn

Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben unter der Moderation des Arbeitskreises Mobilität der Lokalen Agenda21 in Heilbronn ein Konzept für einen besseren und attraktiveren Öffentlichen Verkehr (ÖV) vorgelegt. Ziel war es, Maßnahmen zu definieren, um mehr Menschen in Busse und Bahnen zu bringen. Gefordert werden unter anderem engere Takte bei Bus und Stadtbahn, eine bessere Vernetzung der Verkehrsmittel und ein optimiertes Liniennetz mit neuen Querverbindungen. Die Stadtbahn sollte als Rückgrat des ÖV in Heilbronn etabliert und besser mit dem Busverkehr vernetzt werden. Zudem bräuchte es Verstärkungsfahrten der Stadtbahn zwischen Hauptbahnhof und Neckarsulm sowie Pfühlpark und Neckarsulm, da dies als Straßenbahnbetrieb unter der Verantwortung der Stadtwerke Heilbronn erfolgen könnte. In das Konzept eingeflossen sind auch Ideen und Vorschläge des VCD.

Der von VCD-Vorstandsmitglied Roland Arnold geleitete Agenda-Arbeitskreis Mobilität versteht dies als Beitrag zum „Mobilitätskonzept 2030“ der Heilbronner Stadtverwaltung, das neben externen Experten ausdrücklich auch Bürger mit ins Boot nehmen will. Die Analyse des ÖV in Heilbronn durch die Teilnehmer an fünf Veranstaltungen 2017 hat Schwächen und Stärken aufgezeigt. „In Heilbronn stagniert der Anteil des ÖV am Gesamtverkehr bei rund zehn Prozent, trotz Millioneninvestitionen in den Ausbau der Stadtbahn“, stellt Ulrich Baumann, einer der Initiatoren und VCD-Mitglied, fest. Zum Vergleich: In Schweizer Großstädten liegt dieser Anteil zwischen 30 und 40 Prozent. In Zürich sind inzwischen nur noch 25 Prozent der Verkehrsteilnehmer mit dem Auto unterwegs.

Als wesentliche Barriere für eine vermehrte ÖV-Nutzung hätten sich in den Diskussionen des Arbeitskreises das Liniennetz, sowie die Bedien- und die Taktzeiten herausgestellt. „Der Einstieg in die stärkere Nutzung des ÖV kann durch einen verbesserten Service wesentlich gefördert werden“, sagt Baumann. Es gelte vor allen Dingen an diesen Punkten zu arbeiten, um die Bürger vom motorisierten Individualverkehr vermehrt zum Umstieg auf den ÖV zu veranlassen. Neben den unmittelbaren Verbesserungsmöglichkeiten gibt es auch wichtige übergeordnete Punkte, die die ÖV-Organisation in der Region betreffen und deshalb nur durch die Entscheidungsträger in Verwaltung und Politik gelöst werden können. Die Vorgaben durch die Politik über den Nahverkehrsplan müssten geändert werden, um einen modernen und attraktiven ÖV zu erreichen. Auch die Ausgestaltung der Aufgaben und Befugnisse des Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehrs (HNV) sollten verbessert werden. Das Konzept wurde im November 2017 an Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel überreicht. Zwischenzeitlich wurde auch mit den Gemeinderatsfraktionen über die wesentlichen Punkte diskutiert. (mgr)

Alle Ergebnisse und die Zusammenfassung sind auf der Webseite der Lokalen Agenda21 einsehbar.

Die Zusammenfassung der Vorschläge gibt es auch hier: LA21-HN-ÖPNV Konzept

Auch die Heilbronner Stimme berichtet, allerdings nur für Premium-Leser.

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