Wegen S21 bleibt Heilbronn auf Dauer im Bahnschatten

26 03 2014

RE Nürnberg-Stuttgart Einen weiteren Ausbau der Stadtbahn Heilbronn mit Halbstundentakt auf allen Linien, die Schließung der Elektrifizierungslücke auf der Hohenlohebahn zwischen Öhringen und Schwäbisch Hall-Hessental für durchgehende Schnellverbindungen Karlsruhe – Heilbronn – Nürnberg sowie den durchgehenden zweigleisigen Ausbau der überlasteten Kraichgau-S-Bahn fordert in einer Pressemitteilung das Aktionsbündnis „HgS21 – Ak­ti­ons­bünd­nis Heil­bron­ner gegen Stutt­gart 21“. Das Milliardengrab Stuttgart 21 blockiert dagegen seit Jahren wichtige Ausbauten in der Region und bringt für Fahrgäste und Pendler aus dem Norden keinerlei Vorteile. Darauf weist HgS21 aus Anlass einer Pressemitteilung von CDU-Landeschef und MdB Thomas Strobl hin. „Offenbar hat Herr Strobl schon lange keinen Nahverkehrszug mehr von innen gesehen,“ sagt Stadt- und Regionalrat Wolf Theilacker. „Sonst wüsste er vielleicht, dass es für Fahrgäste und Pendler in der Region wichtigere Dinge gibt als schnelle Bahnverbindungen nach Ulm oder zum Stuttgarter Flughafen.“ Es sei bei solch einer verfehlten Politik kein Wunder, dass Heilbronn auf Dauer vom Schienenfernverkehr abgehängt bleibe. „Heilbronn liegt seit Jahren im Bahnschatten, und der Schatten wird durch Stuttgart 21 noch länger“ stellt Silke Ortwein fest, Sprecherin des Aktionsbündnisses. „Fehlende Kapazitäten zur Abwicklung des Zugverkehrs aus Richtung Norden werden die Region beim Schienenverkehr um Jahre zurückwerfen.“ Wegen des begrenzten Tunnelbahnhofes können künftig weniger Züge nach Stuttgart fahren als heute. Mit dem Zerstörungswerk am bislang funktionierenden Stuttgarter Hauptbahnhof habe sich schon heute die Situation merklich verschlechtert. Darauf weist Hans-Martin Sauter hin, Vorstand im ökologischen Verkehrsclub Deutschland VCD: „Das Stuttgarter S-Bahn-System funktioniert nicht mehr zuverlässig, die Wege haben sich deutlich verlängert, immer öfter verpassen Fahrgäste wichtige Anschlüsse. Immer öfter werden Züge aus Heilbronn in Bietigheim enden müssen.“ Was Herr Strobl stets verschweigt: Kein Zug fährt wegen Stuttgart 21 schneller von Heilbronn nach Stuttgart. Die stets propagierten Fahrzeitverkürzungen kommen nur durch die Neubaustrecke nach Ulm südlich von Stuttgart zustande. Die gesamte Pressemitteilung im Wortlaut findet sich im ersten Kommentar zu diesem Beitrag.


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26 03 2014
scritti

Pressemitteilung                   Heilbronn, 24. März 2014

Nahverkehr der Region ausbauen statt Milliarden in Stuttgart versenken – Heilbronn verliert durch Stuttgart 21 und bleibt auf Dauer im Bahnschatten

Das Milliardengrab Stuttgart 21 blockiert seit Jahren die Weiterentwicklung des Nahverkehrs in ganz Baden-Württemberg und bringt für Fahrgäste und Pendler aus der Region Heilbronn-Franken keinerlei Vorteile. Darauf weist das Aktionsbündnis „HgS21 – Ak­ti­ons­bünd­nis Heil­bron­ner gegen Stutt­gart 21“ aus Anlass einer Pressemitteilung von CDU-Landeschef und MdB Thomas Strobl hin. Wichtige Ausbaumaßnahmen für den Bahnverkehr in der Region Heilbronn-Franken werden durch Stuttgart 21 seit Jahren blockiert.

„Offenbar hat Herr Strobl schon lange keinen Nahverkehrszug mehr von innen gesehen,“ sagt Stadt- und Regionalrat Wolf Theilacker. „Sonst wüsste er vielleicht, dass es für Fahrgäste und Pendler in der Region wichtigere Dinge gibt als schnelle Bahnverbindungen nach Ulm oder zum Stuttgarter Flughafen.“ Es sei bei solch einer verfehlten Politik kein Wunder, dass Heilbronn auf Dauer vom Schienenfernverkehr abgehängt bleibe.

„Heilbronn liegt seit Jahren im Bahnschatten, und der Schatten wird durch Stuttgart 21 noch länger“ stellt Silke Ortwein fest, Sprecherin des Aktionsbündnisses. „Fehlende Kapazitäten zur Abwicklung des Zugverkehrs aus Richtung Norden werden die Region beim Schienenverkehr um Jahre zurückwerfen.“ Wegen des begrenzten Tunnelbahnhofes können künftig weniger Züge nach Stuttgart fahren als heute, Anschlüsse werden seltener erreicht als heute.

Dagegen benötigen Pendler schnelle und verlässliche Verbindungen zum Stuttgarter Hauptbahnhof, ebenso Umsteiger auf den Fernverkehr. „Auch wenn man wie MdB Thomas Strobl das Irrsinnsprojekt Stuttgart 21 immer wieder aufs Neue als Heilsbringer beschwört und schön redet, stehen die Geldverschwendung in Milliardenhöhe und das Elend des Schienennahverkehrs in fast ganz Baden-Württemberg doch in krassem Gegensatz zueinander“, so die Sprecherin.

Mit dem Zerstörungswerk am bislang funktionierenden Stuttgarter Hauptbahnhof hat sich schon heute die Situation merklich verschlechtert. „Das Stuttgarter S-Bahn-System funktioniert nicht mehr zuverlässig, die Wege haben sich deutlich verlängert, immer öfter verpassen Fahrgäste wichtige Anschlüsse“, sagt Hans-Martin Sauter, Vorstand im ökologischen Verkehrsclub Deutschland VCD. „Die Verschlechterungen für die Fahrgäste sind jetzt schon spürbar und werden in Zukunft noch schlimmer. Immer öfter werden Züge aus Heilbronn in Bietigheim enden müssen.“

Was Herr Strobl stets verschweigt: Kein Zug fährt wegen Stuttgart 21 schneller von Heilbronn nach Stuttgart. Die stets propagierten Fahrzeitverkürzungen kommen nur durch die Neubaustrecke nach Ulm südlich von Stuttgart zustande. Pfarrer Ulrich Koring von der Nikolaikirche: „Für Fahrgäste aus dem Norden und der Region Heilbronn ist die Neubaustrecke nutzlos. Ihre Bahnverbindungen werden weder schneller noch komfortabler, weil im ganzen Land wegen Stuttgart 21 auf Jahrzehnte das Geld fehlen wird, um den Nahverkehr zukunftsfähig auszubauen.“

Das Aktionsbündnis HgS21 weist auf dringende Ausbaumaßnahmen im Schienenverkehr der Region hin, die wegen Stuttgart 21 auf Jahre nicht verwirklicht werden können:

– Die Schließung der Elektrifizierungslücke auf der Hohenlohebahn zwischen Öhringen und Schwäbisch Hall-Hessental für durchgehende Schnellverbindungen Karlsruhe – Heilbronn – Nürnberg
– Den durchgehenden zweigleisigen Ausbau der überlasteten Kraichgau-S-Bahn zwischen Heilbronn und Karlsruhe für stündliche Schnellverbindungen Heilbronn – Karlsruhe Hbf unter einer Stunde Fahrzeit
– Die Ertüchtigung und Beschleunigung des Verkehrs auf der Frankenbahn bis Würzburg und auf der Tauberbahn mit dem zweigleisigen Ausbau zwischen Möckmühl und Züttlingen
– Die Wiederinbetriebnahme der Zabergäubahn als moderne S-Bahn, um Pendlern und Unternehmen wieder einen zeitgemäßen Bahnanschluss zu bieten
– Den weiteren Ausbau der Heilbronner Stadtbahn mit mindestens Halbstundentakt auf allen Linien

Angesichts dieser Fakten kann nach Meinung des Aktionsbündnisses das Fazit für die Region nur lauten: Heilbronn verliert durch Stuttgart 21! Und zwar auf ganzer Linie.

Das Aktionsbündnis „Heilbronner gegen Stuttgart 21 – Ja zum Ausstieg!“ ist ein Zusammenschluss von regionalen Verbänden, Organisationen und BürgerInnen. Dazu zählen unter anderem attac, BUND, DGB, Die Grünen, Die Linke, ödp, VCD.

24 04 2014
Hohenlohebahn | InfoOffensive Baden-Württemberg

[…] 21 die Region bei Ausbaumaßnahmen aufs Abstellgleis? VCD Hall-Heilbronn-Hohenlohe, 26.03.2014: Wegen S21 bleibt Heilbronn auf Dauer im Bahnschatten Stimme.de, 27.03.2014: S21 bringt keine […]

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