Bäume fallen auf Heilbronner Allee für Stadtbahn

Heilbronner Allee mit Stadtbahn

Heilbronner Allee ab 2013 mit Stadtbahn

In der Heilbronner Innenstadt beginnen die Vorarbeiten für den Bau der Stadtbahn-Nord. Erste Bäume werden gefällt, ab März geht es mit Leitungsarbeiten weiter, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Anschließend sollen neue Bäume gepflanzt und die Allee wieder wie früher zu einem „Boulevard“ werden. Über mögliche Varianten und die Baumarten wird noch diskutiert, mehr Infos dazu auf den Seiten der Stadt Heilbronn. Die Heilbronner Stimme berichtet ausführlich. Der VCD kritisiert die Autofixiertheit der Stadt Heilbronn und fordert, für den Klimaschutz den Autoverkehr auf der Allee auf eine Fahrspur je Richtung zu reduzieren und so viele Bäume wie möglich zu erhalten. Mehr dazu im Kommentar zu diesem Artikel.

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3 Gedanken zu „Bäume fallen auf Heilbronner Allee für Stadtbahn

  1. Der VCD meint: Wie immer agiert die Heilbronner Verwaltung mutlos und – vor allem – autofixiert. Wie schon bei der Lösung Paulinenstraße statt Europaplatz geht es zu allererst darum, dass die Stadtbahn dem Autoverkehr nicht in die Quere kommt. Das unterstreichen auch die geradezu irrsinnigen Straßenbauvorhaben im Zusammenhang mit dem neuen Stadtviertel am Neckarbogen, das vierspurige Autobahnen statt einen vernünftigen Bahnanschluss bekommen soll.
    Hinzu kommt das alte Übel in Heilbronn: Erst mal alles zerstören, um es hinterher vermeintlich schöner neu aufzubauen.
    Wie hätte wohl eine Lösung ausgesehen, wenn man den Autoverkehr auf der Allee auf eine Fahrspur je Richtung reduzieren würde? Eine solche Variante hat man vor 20 Jahren in Berlin für den Kurfürstendamm gewählt, um den Bussen auf eigener Spur das Vorankommen zu erleichtern. Das funktioniert bis heute, ohne dass der Verkehr in der Hauptstadt zusammengebrochen wäre.
    Das Problem auf der Allee ist seit über fünfzig Jahren der autobahnähnliche Verkehr, der hier das Herz Heilbronns zerschneidet und dazu führt, dass auf der Ostseite des einstigen Boulevards vieles verkommt und Immobilien nicht mehr vermietbar sind.
    Mit einer Spur für Autos und Vorrang für den Öffentlichen Verkehr wäre auf der Allee sicherlich genügend Platz für den Erhalt Bäume. Damit wäre nicht nur dem Klimaschutz gedient. Heilbronns „Hauptstraße“ hätte den Namen „Boulevard“ tatsächlich wieder verdient und könnte wieder zu einem Mittelpunkt im öffentlichen Leben werden.

  2. Zugegeben, die Magnolien geben ein schönes Bild, wenn sie im zeitigen Frühjahr blühen. Zugegeben, in der Heilbronner Innenstadt sind wir um jeden Baum froh. Trotzdem kann ich mir kaum vorstellen, dass sich Mittelstreifen-Schützer finden werden, die sich für den Erhalt des schmalen Restgrüns in der Mitte der Stadtautobahn einsetzen werden. Die vielleicht vierzig Jahre alten Bäume an der
    Allee sind mit den alten Platanen im Stuttgarter Schlosspark keineswegs zu vergleichen und durch neu gepflanzte Bäume zwar nicht sofort, aber doch innerhalb absehbarer Zeit ersetzbar. Und wenn die Allee nachher wieder etwas mehr Allee-Charakter hat als die heutige Stadtautobahn, ist das nur von Vorteil.

    Was ich an der Umbaumaßnahme kritisiere, ist nicht, dass Bäume gefällt werden, sondern dass sie nicht konsequent genug ist: Ich würde die Allee verkehrsberuhigen, auf einer maximal zweispurigen und nicht zügig durchgehenden Trasse nur noch Anlieferer und Anwohner fahren lassen. Ich würde zusätzliche Bäume pflanzen, Spielplätze, Rasenflächen, Boule-Felder, Bänke und andere zur Begegnung geeignete Flächen neben den Stadtbahngleisen anlegen, vielleicht Flächen für Straßencafés oder einen kleinen Biergarten vorsehen (wäre das nicht ein schönes neues Projekt für Herrn Aurich?), von mir aus auch irgendwo ein Revier für
    Skateboarder, Inliner oder BMX-Biker. Ich würde dann den KFZ-Verkehr auf der Oststraße konzentrieren und dadurch die enorme trennende Wirkung abmildern, die die Allee gegenwärtig hat. Bei dieser Lösung würde das Gebiet zwischen Allee und
    Oststraße viel mehr als Teil der Innenstadt empfunden.
    Der Auch-bei-Dreckwetter-Radler

  3. Größtenteils kann ich mich meinen „Vorrednern“ anschließen:
    Doch wenn selbst große Bäume (siehe Geißlerscher Schlichterspruch) in Stuttgart verpflanzt werden sollen, dann hätte man hier in HN nicht kleinkariert sein müssen und ähnliches auch mit den Magnolien machen können!
    Im Übrigen gäbe es auch einige innerstädtische Plätzchen für den einen oder anderen Baum. Wieso also warten, bis erst (womöglich Ende) 2013 (wenn´s planmäßig läuft!) alles fertig ist und nicht schon vorher Bäume anderswo pflanzen?
    Mir wird diese Stadt, spätestens seit dem klobigen Stadtgaleriebau immer unsympathischer. Von Flair oder lebenswerter Aufwertung ist hier nichts erkennbar.
    Stattdessen: Bauwahn und immer dichterer Verkehr(sdreck)!
    Klimaschutz oder Luftreinhaltung haben wir ja in Heilbronn nicht nötig!
    Kommentar eines pampigen Autofahrers, der den Motor beim Parken nicht abstellen wollte: Dann bleiben Sie halt aus der Stadt draußen, wenn Sie der Verkehr stört. Alles klar, Herr Komissar :-/

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