VCD fordert mehr Busse und S-Bahnen

In einer aktuellen Pressemitteilung fordert der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe eine Ausweitung des Bahn- und Busangebotes, um dem Ansturm der Fahrgäste gerecht zu werden. Der VCD fordert auf der Stadtbahnlinie S 4 abends generell als Mindestangebot einen Halbstundentakt, so wie dies in den meisten Großstädten üblich ist. Auch auf der Nord-Süd-Achse muss es gerade abends mehr Verbindungen geben. Die Fahrplanlücken könnten durch zusätzliche Stadtbahnen auf den Bahngleisen von Heilbronn nach Lauffen, Bad Friedrichshall, Gundelsheim oder Möckmühl geschlossen werden. Ebenso müssen Busse in die Heilbronner Nachbarorte abends mindestens jede Stunde fahren, in den Nächten freitags und samstags wie die Stadtbahn bis 1 Uhr.

Die gesamte Pressemitteilung findet sich im Kommentar zu diesem Artikel.

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4 Gedanken zu „VCD fordert mehr Busse und S-Bahnen

  1. VCD: Mehr S-Bahnen und Busse am Abend

    Nach dem Verkehrschaos beim Heilbronner Weindorf: Bus und Bahn müssen häufiger fahren

    Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe fordert eine Ausweitung des Bahn- und Busangebotes, um dem Ansturm der Fahrgäste gerecht zu werden.
    Zu den Berichten über übervolle S-Bahnen und Chaos am Ende des Heilbronner Weindorfes meint VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter: „Offensichtlich reicht ein Halbstundentakt der S 4 während des
    Heilbronner Weindorfes nicht mehr aus. Gegen Ende der Veranstaltung müssen in Zukunft mehr Züge und vor allem mehr Personal eingesetzt werden, um ein Verkehrschaos wie 2009 zu verhindern.“
    Der VCD ist über die hohe Nachfrage im Öffentlichen Verkehr (ÖV) beim Weindorf nicht verwundert.

    Sauter: „Immer mehr Bürgerinnen und Bürger nehmen die Mahnungen der Politik ernst und steigen auf Bus und Bahn um. Das Angebot muss am Abend und auch am Wochenende der Nachfrage angepasst werden – und zwar nicht nur bei Großereignissen wie dem Heilbronner Weindorf.“

    Der VCD fordert auf der Stadtbahnlinie S 4 abends generell als Mindestangebot einen Halbstundentakt, so wie dies in den meisten Großstädten üblich ist. Heute fahren die Züge nur einmal
    pro Stunde von Heilbronn bis Schwaigern oder Öhringen. Auch auf der Nord-Süd-Achse muss es gerade abends mehr Verbindungen geben. Die Fahrplanlücken könnten durch zusätzliche Stadtbahnen auf den Bahngleisen von Heilbronn nach Lauffen, Bad Friedrichshall, Gundelsheim oder Möckmühl geschlossen werden. Sauter: „Eine solche Maßnahme würde die Mobilität in der ganzen Region Heilbronn-Franken enorm verbessern.“

    Ebenso müssen Busse in die Heilbronner Nachbarorte abends mindestens jede Stunde fahren, in den Nächten freitags und samstags wie die Stadtbahn bis 1 Uhr. Auf vielen Linien wird der Betrieb wie vor 30 Jahren um 20 Uhr eingestellt und es gibt nur noch eine einzige Spätfahrt gegen 23:20 Uhr.

    Hans-Martin Sauter: „Ein solches Angebot geht an den Bedürfnissen der Fahrgäste vorbei. Wer abends aus der Stadt nicht mehr nach Hause kommt, der fährt mittags erst gar nicht hin.“

    Kritisch sieht der VCD die Haltung des Heilbronner Verkehrsverbundes, der Verbesserungen im Angebot grundsätzlich mit dem Kostenargument ablehne und offensichtlich kaum Ideen für zeitgemäße Mobilitätslösungen habe.

    Der VCD rät dem Verkehrsverbund, sich endlich als Dienstleister für die Fahrgäste zu begreifen. Der Erfolg der Stadtbahn zeige, dass ein gutes Angebot auch am Abend viele neue Fahrgäste lockt, wodurch am Ende auch die Fahrgeldeinnahmen deutlich steigen.

    Hintergrund: Nach Angaben der Karlsruher Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) sind inzwischen täglich fast 70.000 Fahrgäste in den Stadtbahnen zwischen Karlsruhe-Grötzingen und Öhringen-Cappel unterweg, was seit 2006 einer Steigerung von 25 Prozent entspricht. Der Fahrplantakt wurde trotz
    der hohen Nachfrage im Raum Heilbronn bislang nicht verdichtet.

  2. Ich finde auch, dass die Buse abends später- und vorallem öfters fahren sollten… Ich wohne in Obergimpern und genau um 23:20 fährt mein letzer Bus. Da die Krebsbachtalbahn in Obergimpern ja dicht gemacht wurde und es keine Leute gibt, die mal drüber nachgedacht haben sie vielleicht nach „Bad Rappenau“ weiter zu führen, was sich sicherlich gelohnt hätte… Kann man ja wenigstens mehr Buse zu Verfügung stellen, die vielleicht auch mal nach 19 Uhr aus Obergimpern raus fahren… Sie müssen ja nicht bis Heilbronn fahren, sie können ja nach Bad Rappenau fahren, dass man dort einen Zug direkt nach HN erreichen kann.

  3. Vor vielen Jahren habe ich dem Hauptamtsleiter von Neckarbischofsheim gesagt, man solle doch eine Bahnverbindung aus dem Krebsbachtal nach Babstadt ins Auge fassen. Schließlich fahren die dortigen Bewohner mehrheitlich in Richtung Neckarsulm/Heilbronn. Außerdem würden sich dann mehr Leute dort niederlassen.
    Er meinte, dies würde 20 Jahre dauern und außerdem ergäbe die aufgelassene Strecke eine gute Rad- und Wanderstrecke (etwa wie Mosbach-Mudau).
    Ich sehe nur eine Möglichkeit: Die Bewohner des krebsbachtals müßten sich zusammentun und engagiert für den Erhalt der Strecke und deren Eergänzung nach Babstadt (rd. 2 km) einsetzen.+
    Die Eppinger Strecke wurde u. a. deshalb nicht stillgelegt, weil die Einwohner durch Sonderzüge und Engagement ihr Interesse am Erhalt der Strecke deutlich kundgetan hatten.
    Die jetzt elektrifizierte Strecke Neckargemünd Meckesheim, Sinsheim (ab 21.3.2010 auch nach Aglasterhausen) Eppingen verdankt ihre Erhaltung und Elektrifizierung auch dem Einsatz des Verkehrsforums 2000, das durch persönlichen Einsatz einiger Leute dieses Ziel vorangetrieben hat.
    Also: Zur Nachahmung empfohlen. Herr Ludwig läßt grüßen.

    • Ja, natürlich hast du da recht. Ab 2010 fahren ja wenigstens wieder Züge auf der Strecke und vielleicht ergibt sich dann mal irgendwann eine Möglchkeit, die Strecke einfach weiter zu führen, ich denke das schwere ist eben für die 2 KM lange Strecke das Land zu erwerben + neue Schienen zu legen. An sich denke ich, dass die Strecke dann von vielen Leuten benutz werden würde… Ich kenne nämlich auch etliche, die aus der Region kommen und wie du schon erwähnt hast in Neckarsulm/Heilbronn arbeiten… Eine Direkte Verbindung ist dort ja nicht möglich, per OVNP, auser durch einen ziemlich großen Umweg. Vielleicht wird sich da ja irgendwann nochmals was ändern.

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