Ist die Wende in Sicht? Bahnzukunft in Baden-Württemberg

14 07 2011

Mit aller Gewalt soll das Projekt Stuttgart 21 durchgesetzt werden, obwohl namhafte Experten seit Jahren auf die unzähligen Risiken hinweisen. Dabei könnte im ganzen Land mit vielen kleinen, aber effizienten Maßnahmen viel mehr für einen zukunftsfähigen Bahnverkehr getan werden als mit einem unterfinanzierten und fragwürdigen Großprojekt.
Was passiert, wenn Stuttgart 21 kollabiert? Wie sehen die Alternativen für den Bahnverkehr der Zukunft aus? Wie kann die Region Heilbronn-Franken von einer modernen Infrastruktur profitieren?

Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack

Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack

Ein Ausblick in die Bahnzukunft in Baden-Württemberg
Verkehrspolitischer Abend von Heilbronner gegen Stuttgart 21 – Aktionsbündnis für eine Bahnwende in der Region und im Land mit Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack
Montag, den 18. Juli 2011, 19 Uhr, Heilbronn, DGB-Haus
Download Flyer Prof. Bodack in Heilbronn am 18.7.2011
In einem Thesenpapier erläutert Professor Bodack zudem, warum seiner Meinung nach Stuttgart 21 in sechs Problemfeldern scheitern wird: Download Prof. Bodack: Warum Stuttgart 21 scheitern wird
Das Video mit dem gesamten Vortrag findet sich in diesem Blog auf der HN gegen S21-Seite.
Auf der Seite des Heilbronner Aktionsbündnisses gibt es einen ausführlichen Bericht über den Vortrag und die Einschätzung von Professor Bodack.





CDU-Fraktionschef Peter Hauk will mehr Stadtbahn

22 03 2010

“Nach dem Aufbau Ost fordert Hauk den Ausbau Südwest” schreibt die Heilbronner Stimme:
Auf dem CDU-Kreisparteitag in Bad Rappenau mahnt Peter Hauk beim Bund eine gerechte Verteilung der Investitionsmittel an. Der neue CDU-Fraktionschef plädiert mittelfristig für eine Stadtbahn im Jagsttal. Dringend ist nach Hauks Auffassung auch der Ausbau des Personennahverkehrs außerhalb der Ballungsräume. Ausdrücklich nennt er hier die Region Heilbronn, wo in den vergangenen Jahren zu wenig geschehen sei. Und ausdrücklich spricht er sich mittelfristig für eine Verlängerung der Stadtbahn Nord von Bad Friedrichshall nach Möckmühl und Osterburken aus − ganz im Gegensatz zum Landratsamt. Warum, verdeutlicht der Politiker aus dem Neckar-Odenwald-Kreis auf Nachfrage: “Das macht Sinn, weil man in Osterburken einen Knoten hat.”

In einem Kommentar in der Heilbronner Stimme kritisiert Peter Boxheimer die zögerliche Haltung im Kreis Heilbronn, wo sich seit 2005 in Sachen Stadtbahn nicht mehr viel getan habe. Dass es anders gehe, sehe man im Kraichgau: “Dort hat die S-Bahn Rhein-Neckar die Heilbronner Stadtbahn Nord, die eigentlich zeitgleich realisiert werden sollte, um mindestens drei Jahre abgehängt. Warum wohl?” Boxheimer betont die Vorteile der Stadtbahn auch auf der Strecke nach Osterburken: “Hier kann eine Stadtbahn mit einer umsteigefreien Verbindung ins Heilbronner Zentrum unschlagbare Dienste leisten.” Stadt und Kreis sollten über Hauks Vorschlag nachdenken.





Stadtbahn soll bis Schwäbisch Hall fahren

15 03 2010

Unter dem Titel Hohenlohekreis stellt Weiche Richtung Hall berichtet Matthias Stolla in der Hohenloher Zeitung / Heilbronner Stimme darüber, dass auch der Landkreis Schwäbisch Hall auf den Stadtbahn-Zug aufspringen will.
“Für uns ist eine Fortsetzung von Öhringen in Richtung Hessental interessant”, bestätigt der Hohenloher Kreiskämmerer Helmut Kercher.
Für Künzelsau wäre eine Fortsetzung der Stadtbahn bis ins Kochertal das Beste, daran hat Bürgermeister Volker Lenz keine Zweifel.
Dass der Hohenlohekreis lieber mit seinen Nachbarn in Hall gemeinsame Sache machen will als mit Künzelsau, sieht Lenz eher als Chance denn als Nachteil: “Die Anbindung von Schwäbisch Hall und damit Crailsheim könnte aus Künzelsauer Sicht interessanter sein als die nach Heilbronn.”

Inzwischen hat auch die Südwestpresse zum Thema berichtet und schreibt: Studie soll Klarheit bringen
Eigentlich sind alle dafür. Ob die Heilbronner Stadtbahn eines Tages aber in den Landkreis Schwäbisch Hall verlängert wird, steht noch in den Sternen. Eine Studie soll Klarheit über die Kosten bringen.

Außerdem:
Stadtbahn-Ausbau kommt ins Stocken

Der Kreis ist bereit, Kosten zu übernehmen, aber das Land hat kein Geld: Eine Verlängerung der Stadtbahn nach Hall wird unwahrscheinlich. Auch der für 2011 geplante Ausbau ins Zabergäu liegt auf Eis.





Zweifel: 2012 tatsächlich Stadtbahn nach Bad Rappenau?

28 05 2009

Ende 2012 soll für die Kurstadt das neue Zeitalter im Nahverkehr anbrechen. Doch lässt sich der bisherige Stadtbahn-Fahrplan angesichts der erwarteten Finanzprobleme der Gemeinden halten? Die Bad Rappenauer Listenvertreter melden Zweifel an. Mehr im Artikel der Heilbronner Stimme…

Auch die Stadt Heilbronn schlittert immer mehr in die Finanzkrise und behält sich vor, über eine Verschiebung des Projektes nachzudenken – was die Nachbarn im Landkreis sichtlich verärgert. Weiterlesen…

In einem Interview mit der Heilbronner Stimme im August 2009 stellt Oberbürgermeister Himmelsbach die Stadtbahn Nord angesichts einbrechender Gewerbesteuern erneut erntshaft in Frage.





Künzelsau will Stadtbahn

6 05 2009

S4 in Kuenzelsau (Foto-Montage von Stimme.de)

S4 in Kuenzelsau (Foto-Montage von Stimme.de)

Die Stadt Künzelsau hält an ihrem Wunsch nach einem Anschluss an das Heilbronner Stadtbahnnetz fest. Deshalb soll eine erneute Untersuchung klären, ob eine Fortsetzung der Strecke Heilbronn-Öhringen bis Künzelsau heute wirtschaftlich mehr Sinn machen würde als früher.

Hier der Artikel aus der Hohenloher Zeitung.





Firmenprotest gegen Stadtbahn-Trasse

19 03 2009

Keine Stadtbahn vor die Werkstore! So lautet die Forderung von Firmen an der Heilbronner Au-, Salz- und Hans-Rießer-Straße. Bei einem Forum der Betroffenen in der IHK Heilbronn brachten Unternehmenslenker jetzt ihre „erheblichen Bedenken“ gegen die gegenwärtige Planung der Stadtbahntrasse Nord im Industriegebiet zum Ausdruck. Die weitgehend Lkw-intensiven Betriebe erwarten „signifikante Beeinträchtigungen“ in den betrieblichen Abläufen. Aber auch der Wertverlust von Immobilien und Grundstücken machte die Runde. Hier geht es zum Artikel in der: Heilbronner Stimme





VCD: Stadtbahn fährt am Geschehen vorbei

14 03 2009

Die entsprechende VCD-Pressemitteilung findet sich hier zum Download als pdf.

In der Heilbronner Stimme berichtet Joachim Friedl: „Über die Paulinenstraße wird die Stadtbahn künftig regelrecht am Geschehen vorbei fahren.“ Nach der Kritik von FDP, FWV und der Stadtinitiative Heilbronn an der Trassenführung der S-Bahn Richtung Norden meldet jetzt auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Baden-Württemberg, Bedenken an: „Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum die Variante Paulinenstraße eine bessere Bewertung und Förderfähigkeit erhalten soll als die Streckenführung über den Europaplatz“, heißt es in einer Mitteilung.

Entlang der Strecke zum Europaplatz und weiter durch die Weipertstraße gebe es ein großes Verkehrsaufkommen sowohl für Kunden als auch für Pendler. Man müsse sich nur einmal vergegenwärtigen, welche fahrgastrelevanten Punkte an der Strecke zum Europaplatz-Etzelstraße liegen: Bildungscampus, Hotel am Bollwerksturm, Stadtbad, Neckarpark, Lavatec-Arena, Experimenta, Bundesgartenschau, Neckarvorstadt und Innovationsfabrik, listet der VCD auf. Ein zusätzlicher Aspekt, der für einen Trassenverlauf durch die Weipertstraße spreche, sei die Millioneninvestition zur Unterquerung des Sülmertors.

Nicht außer Acht lässt der VCD, dass „die Berufsschulen an der Paulinenstraße Fahrgastfrequenz bringen“. Nach Ansicht der Verkehrsexperten könnten die Schulen aber wie bisher zu den Schulzeiten per Stadtbahn direkt auf der bestehenden Strecke mit Halt am Sülmertor angefahren werden. Außerdem könne an der nach Öhringen abzweigenden Bahnstrecke ein weiterer Halt gebaut werden, an dem zu den Schulzeiten die S-Bahn halten könne. Gerade angesichts der Entwicklungen im Bereich Europaplatz müsse man ernsthaft fragen, ob diese Punkte bei der standardisierten Bewertung berücksichtigt wurden.





Stadtbahn Nord sorgt wieder für Diskussionen

12 03 2009

Strecke Stadtbahn Nord Heilbronn

Strecke Stadtbahn Nord Heilbronn

Die Heilbronner Stadtverwaltung hat jetzt die Pläne für die Trasse der künftigen Stadtbahn Nord in Heilbronn vorgestellt. Im April 2009 soll der Gemeinderat endgültig entscheiden, auf welchem Weg die Stadtbahn Richtung Neckarsulm fahren soll. Die FDP lehnt die geplante Streckenführung über Paulinenstraße-Sülmer Tor-Austraße nach wie vor ab, ebenso die Einzelhändler der Heilbronner Stadtinitiative und Unternehmen in der Austraße, wie die Heilbronner Stimme berichtet.

Die Stadtbahn soll ab Dezember 2012 von der bestehenden Trasse an der Heilbronner Kaiserstraße in die Allee in Richtung Stadttheater abzweigen. Nach rund 3,6 Kilometern Fahrt durch das Heilbronner Industriegebiet erreicht sie Neckarsulm. Von dort aus werden die Stadtbahnen dann auf der DB-Trasse über Bad Friedrichshall-Jagstfeld zum einen Bad Rappenau und Sinsheim erreichen, zum anderen, entlang des Neckars, Mosbach. Die Kosten für die Nordstrecke liegen bei insgesamt rund 136 Millionen Euro, auf den Heilbronner Abschnitt entfallen 77 Millionen Euro. Die weitere Verlängerung nach Süden ist zwar angedacht, konkrete Planungen laufen aber noch nicht.

Über die geplante Streckenführung hat die Stadt Heilbronn detailliert in einer Pressemitteilung informiert. Diese findet sich hier auf den Seiten der Stadt Heilbronn.





Gemeinden fürchten Kosten

21 12 2008

Hagen Stegmüller berichtet in der Hohenloher Zeitung / Heilbronner Stimme darüber, dass die diskutierte Verlängerung der Stadtbahn von Öhringen nach Künzelsau wieder einmal an den Kosten scheitern könnte: Volker Lenz lässt nicht locker. Der Künzelsauer Bürgermeister würde nur allzu gern nachweisen, dass der Kreisstadt ein Stadtbahn-Anschluss zusteht. Mit einer Machbarkeitsstudie lässt Lenz prüfen, ob eine Bahnlinie ins Kochertal wirtschaftlich wäre. Auf dem gewünschten Schienenweg nach Künzelsau liegen aber noch andere Gemeinden – und die äußern sich genauso wie die Bahn skeptisch.
„Für unsere Stadt wäre das eine riesige finanzielle Belastung“, sagt Waldenburgs Bürgermeister Markus Knobel. Sicherlich sei die Verlängerung der Stadtbahn von Cappel bis Waldenburg wünschenswert und für die Beschäftigten des Gewerbeparks Hohenlohe ein großer Vorteil. Doch das Budget der Stadt sehe nicht gerade rosig aus. Ähnlich sieht es Sabine Eckert-Viereckel. „Finanziell wird es eng“, meint die Neuensteiner Rathaus-Chefin. Schon vor Jahren seien der Stadt im Fall einer Stadtbahn-Erweiterung Kosten von zwei Millionen Euro vorausgesagt worden. Eckert-Viereckel geht davon aus, dass sich dieser Betrag erhöhen würde.

(…)

Die Lösung: Hybrid-Fahrzeuge!

RegioTram Kassel

RegioTram Kassel

Was bei der ganzen üblichen Finanzdebatte leider außen vor bleibt: Eine echte Alternative – auch für den weiteren Ausbau der Stadtbahn ins Zabergäu – sind moderne Hybridfahrzeuge, wie sie etwa erfolgreich beim Projekt RegioTram in Kassel zum Einsatz kommen.

Hybridbahnen können sowohl elektrisch als auch mit einem Dieselmotor auf nicht elektrifizierten Strecken verkehren. Dadurch spart man sich die teure Elektrifizierung von Nebenstrecken. Es gibt heute sogar Straßenbahnen, die wie in Nizza mit Batterien Streckenabschnitte ganz ohne Oberleitung zurücklegen. Mit einem Diesel-Hybridfahrzeug könnte die Heilbronner Stadtbahn auch ohne Streckenausbauten schon heute von Öhringen bis Schwäbisch Hall durchfahren.

Dieselhybrid-Zug Combinoduo im Harz

Dieselhybrid-Zug Combinoduo im Harz

Weitere Informationen zu Dieselhybridfahrzeugen:
Auf der Homepage der RegioTram
Auf der Scritti-Stadtbahn-Seite





Stadtbahn kommt gut an

16 12 2008

Nelli Nickel berichtet in der Heilbronner Stimme / Hohenloher Zeitung vom Erfolg der Stadtbahn nach Öhringen und hat Fahrgäste nach ihren Erfahrungen befragt. Viele wünschen sich mehr Verbindungen am Abend.
(…)
Mit dem Baby zum Einkaufen nach Heilbronn – für die junge Mutter Antje Schuler ist das keine Herausforderung. Problemlos schiebt den 30-Jährige den Kinderwagen in die Wagon. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt die Ellhofenerin. Gern nutzt sie das Verkehrsmittel auch, um Verwandte in Leingarten zu besuchen und freut sich, dass die Stadtbahn regelmäßig so gut wie alle 20 Minuten kommt. Nur zu späterer Stunde lägen die Abstände zu weit auseinander. „Darüber haben sich unsere Freunde, wenn sie uns abends besucht haben, schon beklagt“, sagt Schuler.
(…)
„Eine gute Möglichkeit, um in die Schule oder zur Arbeit zu kommen“, meint Samuel Werner. Als Barkeeper arbeitet er bis spät in die Nacht. Um gut nach Hause zu kommen und die letzte Stadtbahn zu kriegen, muss er um 1 Uhr nachts aufhören. „Oder ich geh dann noch so lange weg, bis die erste Bahn am nächsten Tag wieder fährt.“ Er würde sich wünschen, dass die S 4 nachts länger fährt. Werner denkt auf der anderen Seite aber auch, dass man das in einer Stadt wie Heilbronn nicht erwarten könne. „Das Angebot ist den Umständen entsprechend“, so der Weinsberger. Nur wenige Male hat Werner schlechte Erfahrungen mit unfreundlichen Fahrern gemacht, ansonsten findet er den Service gut. (…)








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