Stadtbahn Nord: Kosten steigen bereits

3 05 2010

Trotz Verbesserungen gibt es Kritik berichtet Ute Plückthun in der Heilbronner Stimme aus einer Gemeinderatssitzung in Bad Friedrichshall. Wenn 2012 die Stadtbahn Nord kommt, soll auch der Fahrplan der Frankenbahn optimiert werden. Konkretes weiß man aber nicht, was die Gemeinderäte teils verärgert: Durch den Einsatz von zwei weiteren Zugpaaren ist an Nachmittagen annähernd ein Ein-Stunden-Takt geplant. “Wenn das Regionalexpresse sind, nützt uns das gar nichts”, ärgerte sich Silke Ortwein. Kleinere Bahnhöfe wie Untergriesheim, Siglingen oder Züttlingen blieben dann weiter links liegen. Zur Verbesserung des Pendlerverkehrs forderte sie zudem einen Halb-Stunden-Takt.
Interessant ist vor allem, dass die Kosten beim Ausbau der Stadtbahn Nord schon wieder zu steigen beginnen:
Zur Kenntnisnahme hatte Bürgermeister Peter Dolderer seinem Gremium die derzeit laufende Entwurfs- und Genehmigungsplanung des Landratsamts Heilbronn zur Stadtbahn vorgelegt. Eine aktuelle Schätzung offenbart, dass die Kosten um fünf Millionen Euro von der ursprünglichen Planung abweichen: War man im Sommer 2008 noch von 57 Millionen Euro für das Projekt Stadtbahn Nord ausgegangen, sind es jetzt 62 Millionen Euro. Auslöser der Kostenerhöhung ist laut Landratsamt zum einen der aus statischen Gründen notwendige vollständige Neubau der bislang eingleisig vorgesehenen Eisenbahnüberführung in Bad Wimpfen mit zwei Gleisen. Zum anderen sei der neu zu bauende zweigleisige Streckenabschnitt zwischen der Stadtgrenze Heilbronn und dem Bahnhof Neckarsulm mit Kosten steigernden Schwierigkeiten verbunden. “Die Unwägbarkeiten hätten gleich in den Planungsprozess mit aufgenommen werden sollen”, meldete sich Horst Schulz zu Wort. Er plädierte dafür, “die Kosten festzuschreiben, sonst haben wir am Ende ein Fass ohne Boden”. Bürgermeister Dolderer gab zu, “dass es unbefriedigend verläuft”, versprach dem Gemeinderat jedoch, zur Beschlussfassung “noch vor den Sommerferien geprüfte Zahlen auf dem Tisch” zu haben.

Nachtrag: Die Heilbronner Stimme hat das Thema inzwischen groß aufgegriffen: Baukosten steigen um bis zu 15 Prozent





Stadtbahn soll bis Schwäbisch Hall fahren

15 03 2010

Unter dem Titel Hohenlohekreis stellt Weiche Richtung Hall berichtet Matthias Stolla in der Hohenloher Zeitung / Heilbronner Stimme darüber, dass auch der Landkreis Schwäbisch Hall auf den Stadtbahn-Zug aufspringen will.
“Für uns ist eine Fortsetzung von Öhringen in Richtung Hessental interessant”, bestätigt der Hohenloher Kreiskämmerer Helmut Kercher.
Für Künzelsau wäre eine Fortsetzung der Stadtbahn bis ins Kochertal das Beste, daran hat Bürgermeister Volker Lenz keine Zweifel.
Dass der Hohenlohekreis lieber mit seinen Nachbarn in Hall gemeinsame Sache machen will als mit Künzelsau, sieht Lenz eher als Chance denn als Nachteil: “Die Anbindung von Schwäbisch Hall und damit Crailsheim könnte aus Künzelsauer Sicht interessanter sein als die nach Heilbronn.”

Inzwischen hat auch die Südwestpresse zum Thema berichtet und schreibt: Studie soll Klarheit bringen
Eigentlich sind alle dafür. Ob die Heilbronner Stadtbahn eines Tages aber in den Landkreis Schwäbisch Hall verlängert wird, steht noch in den Sternen. Eine Studie soll Klarheit über die Kosten bringen.

Außerdem:
Stadtbahn-Ausbau kommt ins Stocken

Der Kreis ist bereit, Kosten zu übernehmen, aber das Land hat kein Geld: Eine Verlängerung der Stadtbahn nach Hall wird unwahrscheinlich. Auch der für 2011 geplante Ausbau ins Zabergäu liegt auf Eis.





Stadtbahn HN-Nord soll Ende 2012 fertig sein

26 11 2008

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 23.10.2008: Die Vertreter von Kommunen und Kreisen, die kürzlich zur Unterzeichnung eines Finanzierungsvertrages ins Rathaus Neckarsulm gekommen waren, verbindet ein gemeinsames Interesse: der Bau der Stadtbahn Heilbronn Nord.
Die Vorbereitungen für diese Infrastrukturmaßnahme laufen generalstabsmäßig, und mit der Vertragsunterzeichnung sind alle Beteiligten der Realisierung ein ganzes Stück näher gekommen. Diese Realisierung ist für Ende 2012 geplant: Dann nämlich soll die Stadtbahn in Betrieb genommen werden und eine ganze Reihe von Kommunen untereinander und mit Heilbronn verbinden.
Der unterzeichnete Vertrag regelt die Grundlagen für den Ausbau der Bahn. Die soll Heilbronns Innenstadt mit Jagstfeld und Gundelsheim verbinden. In Abstimmung mit dem Land erfolgt der Ausbau der Stadtbahn allerdings über Haßmersheim und Neckarzimmern bis nach Mosbach, weshalb auch der Neckar-Odenwald-Kreis, vertreten durch Landrat Dr. Achim Brötel, tangiert ist.
Eine Tatsache, die Landrat Dr. Achim Brötel natürlich freut: “Wir als ländlich strukturierter Flächenlandkreis sind zwingend auf ein leistungsfähiges Straßen- und Schienennetz angewiesen, das die schnelle Anbindung an benachbarte Städte und Kreise ermöglicht. Deshalb begrüßen wir den Ausbau der Stadtbahn ganz ausdrücklich.” In diesem Zusammenhang lobte Landrat Brötel das große finanzielle Engagement der Gemeinde Haßmersheim, die “richtig viel Geld” in den Ausbau ihres Bahnhofs und einen Steg über den Neckar investiere. Eine große Erleichterung könnte die Inbetriebnahme der Stadtbahn ab 2012 – der Baubeginn ist für Frühjahr/Sommer 2011 geplant – auch für einen Teil der rund 1900 Arbeitnehmer sein, die täglich aus dem Neckar-Odenwald-Kreis zur Firma Audi nach Neckarsulm pendeln. Eine Anpassung des künftigen Fahrplanes an den dortigen Schichtbetrieb wurde zumindest in Aussicht gestellt.








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