Hier finden sich aktuelle News und Entwicklungen zum Bau der Stadtbahn Nord, die nun nach erneuter Verspätung Ende 2013 von Heilbronn über Neckarsulm nach Sinsheim und Neckarelz fahren soll, vielleicht aber auch erst 2014.
Mit umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit will die Stadt Heilbronn Bürger, Besucher und Geschäfte über den Bauablauf informieren.
Infos dazu auf der neuen Internetseite www.stadtbahn-nord.hn.
In der Stadtbahnzeitung Nr. 5 vom 15. Dezember 2011 gibt es ein Interview mit Claus-Jürgen Renelt vom Landratsamt Heilbronn über die Wirrungen rund um die Stadtbahn Nord. Darin bestätigt Renelt erneut, dass es einen verqueren 20- bis 40-Minuten-Takt geben soll, der vollkommen an den Strukturen des bisherigen ÖPNV in der Region vorbei geht. Erhellend auch: Im Neckartal soll es kaum zusätzliche Fahrten geben, sondern es wird lediglich die bisherige Regionalbahn Neckarelz-Stuttgart durch Stadtbahnen ersetzt – mit längerer Fahrzeit als heute nach Heilbronn und Umsteigezwang in Richtung Stuttgart. Mit einem richtigen S-Bahn-Konzept für eine Großstadt hat dies leider nicht viel zu tun.
Auf den Seiten der Stadtwerke Heilbronn, die die Stadtbahn auf Heilbronner Gebiet bauen und betreiben sollen, gibt es noch ein paar spärliche Infos zum Projekt:
Stadtbahn Nord Info Nr. 1 (pdf)
Stadtbahn Nord Info Nr. 2 (pdf)
Eine ausführliche Begründung der Stadt Heilbronn für die gewählte Streckenführung mit 19 Seiten als Vorlage für den Gemeinderat (“Sachstandsbericht Stadtbahn Nord”) als pdf findet sich hier.
Der Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Stuttgart für den Bau der Innenstadtstrecke als pdf findet sich hier.
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2. März 2011, PM Stadt Heilbronn:
Neue Abstellanlage direkt vor dem Hauptbahnhof
Nach Angaben der Stadt Heilbronn soll die ursprünglich geplante Abstellanlage für Züge der Stadtbahn Nord nicht im Heilbronner Stadtteil Böckingen gebaut werden, sondern direkt vor dem Hauptbahnhof im Bereich des heutigen Busbahnhofes. Konzipiert sind sechs Gleise, drei davon enden in einer 85 Meter langen Wagenhalle. Die AVG investiert hier acht Millionen Euro. Die Stadtwerke Heilbronn GmbH wird als Eigentümerin der innerstädtischen Stadtbahnstrecke diese Anlage mitbenutzen.
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2. Februar 2012, NOKZEIT:
Stadtbahn Nord: Verträge unterzeichnet
Mit der Unterzeichnung verschiedener Verträge in Bad Friedrichshall ist der Startschuss für den Ausbau der (Infrastruktur für die) Stadtbahn Heilbronn Nord gefallen. Unterzeichner waren Verkehrsminister Winfried Hermann, Landrat Detlef Piepenburg, Vertreter der Deutschen Bahn AG, der Albtal- Verkehrsgesellschaft und die Bürgermeister der Anliegergemeinden. Auf den Seiten der der Deutschen Bahn gab es dazu eine Pressemitteilung, die jedoch inzwischen nicht mehr erreichbar ist.
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30. September 2011, Heilbronner Stimme:
Stadtbahn Nord frühestens 2014 komplett fertig
Bestenfalls Ende 2013 wird die Stadtbahn Nord von Heilbronn bis Mosbach fahren. Für den Zweig von Bad Friedrichshall-Jagstfeld über Bad Rappenau nach Sinsheim ist jetzt definitiv klar, dass die Fertigstellung erst bis Ende 2014 möglich ist. Daran ist die Kollision zweier Baumaßnahmen schuld, die nach ursprünglicher Zeitplanung nicht zusammengetroffen wären. Die Deutsche Bahn hat 2013 größere Baumaßnahmen auf der Neckartalstrecke vor, die mit langem Vorlauf geplant wurden − als die Arbeiten für die Stadtbahnstrecke nach Sinsheim noch für 2012 eingetaktet waren. Beide Maßnahmen bedingen lange Sperrungen, währenddessen muss die jeweils andere Strecke den Umleitungsverkehr bewältigen. Alles Verhandeln war vergebens. “Wir sind nicht Herr des Verfahrens”, bedauert Landrat Detlef Piepenburg. Dass auch 2013 weiter unsicher ist, liegt daran, dass es von der Landesregierung zwar “positive Signale aber noch immer keine schriftliche Zusage gibt”, so der Landrat. Möglicherweise werde die erst mit einer Zustimmung des Landtags möglich − im ersten Quartal 2012.
Das Land müsste für den Bund einspringen, weil der aufgrund der Föderalismusreform 2019 aus der Finanzierung des Nahverkehrs aussteigt. Die Deutsche Bahn aber treibt das Verfahren nicht weiter, solange sie keine sicheren Finanzierungszusagen hat.
Jenseits dieser Hürden wird intensiv daran gearbeitet, alle anderen Wege zu ebnen. So müssen der Landkreis und die Städte und Gemeinden an der Strecke die Verträge unterzeichnen und ihrem Kostenanteil zustimmen. Inklusive der Betriebskosten.
Dazu gehört die Bezahlung der künftigen Fahrleistung, die mit dem Betrieb der Stadtbahn um mehr als 400 000 auf 956 000 Zugkilometer steigen wird. Wie bei anderen Stadtbahnen auch, zahlt das Land hierzu zwei Drittel, die Region ein Drittel der Mehrkosten, was jährlich 2,4 Millionen Euro ausmacht. Knapp 1,1 Millionen Euro zahlt der Landkreis. Zusammen etwa die gleiche Summe bringen Neckarsulm, Bad Friedrichshall, Offenau, Gundelsheim, Bad Wimpfen und Bad Rappenau ein. Den Rest die Landkreise Neckar-Odenwald und Rhein-Neckar, sowie Mosbach, Haßmersheim, Neckarzimmern und Sinsheim.
Dann sind da noch die Kosten für die Fahrzeugbeschaffung, die die Region alleine trägt. Das ist dennoch sinnvoll, weil es den Zugkilometerpreis verringert und die “günstigste Lösung” ist, wie Claus-Jürgen Renelt, Leiter des Kreisplanungsamts, sagt.
15 Fahrzeuge werden beschafft, rechnerische 11,5 entfallen auf den Landkreis, 3,5 auf die Stadt Heilbronn. Ein Wagen kostet rund 4,5 Millionen Euro. Die Gesamtsumme von mehr als 51 Millionen Euro für den Landkreis-Teil wird nach ähnlichem Schlüssel wie bei den Zugkilometern aufgeteilt. Der Landkreis übernimmt die Hälfte der jährlichen Rate, also 1,8 Millionen Euro. Bis Mitte Oktober braucht die AVG die definitive Aussage zur Bestellung. Deshalb stimmen jetzt in allen beteiligten Kommunen die Räte ab. Die Zeit drängt. Bei Verzögerungen, so heißt es, drohe eine Teuerung pro Fahrzeug um 500 000 Euro.
Die Gesamtkosten für die Stadtbahn Nord im Landkreis Heilbronn betragen rund 81 Millionen Euro – 65 Millionen für den Bau, 16 Millionen für die Planung. Bund und Land tragen auf Grundlage des Entflechtungsgesetzes (früher GVFG) 80 Prozent der Bauausgaben. Die restlichen 20 Prozent, etwa 13 Millionen Euro, teilen sich Landkreis und Kreiskommunen je zur Hälfte. Gleiches gilt für die Planungskosten. Die Stadt Heilbronn hat Bau- und Planungskosten von 64 Millionen Euro. Sie ist von der Genehmigungsproblematik um die Deutsche Bahn nicht betroffen, weil diese für die Finanzierung des innerstädtischen Abschnitts nicht Partner ist.
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28. Juli 2011, Heilbronner Stimme:
Zeitplan für Stadtbahn Nord wackelt
Bis zum März dieses Jahres hätte der Bau- und Finanzierungsvertrag für die Stadtbahn Nord beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) vorliegen müssen. Doch diese Vereinbarung ist noch immer nicht unterzeichnet. Die Deutsche Bahn will diese so lange nicht akzeptieren, bis alle Finanzierungsfragen beantwortet und alle Risiken ausgeschlossen sind. Damit gerät der Zeitplan unter Druck. Ob die Stadtbahn Nord wirklich 2013 den Betrieb aufnehmen kann, ist offen. “Das ist sehr ärgerlich, es liegt aber nicht an uns”, sagt Landrat Detlef Piepenburg.
Worum geht es? Als ein Ergebnis der Föderalismusrefom zieht sich der Bund − ein wichtiger Geldgeber für die Stadtbahn Nord − aus der Kommunalfinanzierung zurück. Ab Ende 2019 steht damit kein Geld aus Berlin zur Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs mehr zur Verfügung. Doch was geschieht, wenn in der Folgezeit Kosten auftauchen? Wer übernimmt dieses Risiko? “Der Landkreis kann es nicht”, sagt Piepenburg. Er verweist darauf, das zum Beispiel die Stadtbahnstrecke Heilbronn-Eppingen, die 1996 in Betrieb genommen wurde, noch immer nicht vollständig abgerechnet ist. Und so lange können eben überplanmäßige Ausgaben auftauchen. Vor diesem Hintergrund hat Piepenburg Verständnis für die Haltung der Bahn. “Wir können dem Konzern nicht garantieren, dass die Stadtbahn Nord 2019 abgerechnet ist.”
Dieses Problem macht den Verantwortlichen schon seit einiger Zeit zu schaffen. “Wir suchen seit langem nach einer Lösung”, sagt Piepenburg. Bis zum Regierungswechsel habe das Land sich nicht verpflichten wollen, Risiken zu tragen und damit im Vorgriff eventuell den Landesetat zu belasten. Jetzt sei die Bereitschaft da, in die Pflicht zu gehen. “Wir werden wirklich gut unterstützt, auch Staatssekretär Ingo Rust setzt sich stark ein.”
Der Sprecher des Verkehrsministeriums, Edgar Neumann, macht Hoffnung. “Wir suchen nach einer raschen Lösung.” Derzeit gebe es Gespräche mit dem Finanzministerium. “Ich bin zuversichtlich, dass wir erfolgreich sind.” Generell setze sich Baden-Württemberg beim Bund für eine frühzeitige Nachfolgeregelung des 2019 auslaufenden GVFG-Programms ein.
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26. Januar 2011, Heilbronner Stimme:
Allee-Umbau in Heilbronn beginnt
Hier gibt es auch ein Video zur Geschichte der Heilbronner Allee mit Straßenbahn.
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14. Januar 2011, Heilbronner Stimme:
Nordstrecke der Stadtbahn kann gebaut werden
Regierungspräsident Johannes Schmalzl hat den Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Nordstrecke der Stadtbahn Heilbronn erlassen. (Hier die Pressemitteilung)
Die Stadtwerke Heilbronn beabsichtigen, im kommenden Frühjahr mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Die gesamte Bauzeit beträgt voraussichtlich 2,5 Jahre, so dass die Inbetriebnahme mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 möglich wird. Die Baukosten belaufen sich auf rund 74,8 Millionen Euro. (…) Die Weiterführung der Stadtbahn nach Neckarsulm ist Gegenstand eines gesonderten Planfeststellungsverfahrens, das voraussichtlich im Frühjahr beginnen wird. Ab Neckarsulm fährt die Stadtbahn auf der bestehenden DB-Strecke über Bad Friedrichshall nach Mosbach-Neckarelz beziehungsweise über Bad Rappenau nach Sinsheim. An beiden Endpunkten wird Anschluss an die S-Bahn Rhein-Neckar bestehen. (…) Der Ausgleich für die mit der Baumaßnahme verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft erfolgt im wesentlichen durch die Neupflanzung von Bäumen und Sträuchern. Eine Ausfertigung des Planfeststellungsbeschlusses und der Pläne wird voraussichtlich Anfang Februar für zwei Wochen in Heilbronn öffentlich ausgelegt. Der Beschluss kann dann auch im Internet auf der Homepage des Regierungspräsidiums eingesehen werden.
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27. Oktober 2010, Blog von Tanja Sagasser:
Stadtbahn – ciao, Europaplatz
SPD-Stadträtin Tanja Sagasser beschreibt in ihrem Weblog ihre Haltung zur Strecke über den Europaplatz und warum sie letzten Endes doch für die Variante Sülmer Tor votiert hat.
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18. September 2010, Heilbronner Stimme:
Streit um Stadtbahn
Sie verband die nackten Zahlen mit einem dringlichen Appell an den Heilbronner Gemeinderat, in der kommenden Woche die zweimal beschlossene Trassenführung über die Paulinenstraße kurz vor dem Planfeststellungsbeschluss nicht wieder in Frage zu stellen. Dies aber ist in den Fraktionen des kommunalpolitischen Parlamentes der Stadt das Debattenthema dieser Tage. In den Sommerwochen hatten die meisten Fraktionen zu erkennen gegeben, dass fast alle erneut über die Trassenführung nachdenken. Auslöser war eine Meldung gewesen, wonach die Stadtbahn sich um bis zu 15 Prozent verteuere und sogar die staatlichen Zuschüsse gefährdet seien. (…)
Sie stehe “hinter der Paulinenstraße,” erklärte Erste Bürgermeisterin Margarete Krug − “aus voller Überzeugung, ohne Trotz und Dickkopf”. Ihre Gründe: Die Paulinenstraße habe den dichteren Einzugsbereich aus Berufsschule und Wohngebiet und sei fünf Millionen Euro billiger als der Weg über den Europaplatz. Baubürgermeister Wilfried Hajek ergänzte: Daraus ergebe sich ein Kosten-Nutzen-Faktor von 1,24 − die Alternative brächte es nur auf 1,03. Außerdem sei die Weipertstraße räumlich zu beengt. Jede weitere Umplanung bringe jetzt Verzögerungen und gefährde die Fördermittel für das gemeinsame Projekt von Stadt Heilbronn und Landkreis. (…)
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4. September 2010, Heilbronner Stimme:
Kommentar von Iris Baars-Werner: Kosten
(…) Klafft jetzt eine Lücke zwischen den früheren Schätzungen zur Stadtbahn Nord und den neuen Kosten, oder hat sich alle Sorge in Wohlgefallen aufgelöst? Erste Bürgermeisterin Margarete Krug muss sattelfest sein, wenn sie demnächst die Aufsichtsräte der Stadtwerke und die Stadträte davon überzeugen will, dass man das Millionenprojekt fest im Griff hat. Und dass die eingeschlagene Trassenführung über die Paulinenstraße tatsächlich die bessere und billigere Lösung ist. Das gilt aber auch für die Kritiker. Die hätten gerne den Schwenk hin zum Europaplatz. Das muss wohlüberlegt sein. Wer Pläne umschmeißt und von vorne anfängt, der muss sich bei den Zuschüssen wieder hinten anstellen. Am Beispiel Karlsruhe hat man in der Vergangenheit gesehen, wie schnell die Millionen weg sind. Damals griff übrigens das Unterland zu − mit der Stadtbahn.
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3. September 2010, Heilbronner Stimme:
Hoffnung auf Schwenk bei Stadtbahn
(…) Die Freien Wähler halten die vor einem Jahr beschlossene Trassenführung über die Paulinenstraße und das Sülmertor schon immer für eine Fehlentscheidung. Nun aber sieht die Drei-Mann-Fraktion eine neue Entwicklung, die die bisherigen Annahmen und Voraussetzungen in Frage stellt.
Zwei Punkte nähren die Zuversicht: Zum einen gehen die Kostenberechnungen für die Linienführung über die Paulinenstraße wohl von 15 Prozent Verteuerung aus. Damit würden die Preisunterschiede zwischen Paulinenstraße und Europaplatz dahinschmelzen. Die bisherigen Kostenvorteile der Paulinenstraßen-Lösung wären Vergangenheit. Bisher ging man bei dieser Linienführung von 77,15 Millionen Euro aus, bei der über den Europaplatz von 81,65 Millionen Euro. Die Kostensteigerung verteuert die Paulinenstraßen-Lösung auf 88,72 Millionen Euro.
Zum zweiten hätten sich die Rahmenbedingungen gravierend verändert: So seien seit der Kosten-Nutzen-Berechnung des Jahres 2005 die Ansiedlung von zwei Hochschulcampus hinzugekommen mit zusammen um die 2000 Studenten. Außerdem lasse sich auf dem privaten Bildungscampus auch die AIM-Akademie nieder − mit 38 000 Besuchern bei mehr als 1550 Veranstaltungen, sagt die FWV. Nicht zu vergessen, dass die Zeag inzwischen ihre neue Firmenzentrale dorthin verlegt habe. Das alles erhöhe das Fahrgästepotenzial einer Linienführung über den Europaplatz.
Ein Kritikpunkt ist zudem die Eisenbahnbrücke am Sülmertor. Das Bauwerk, das notwendig ist, um die Stadtbahngleise langsam unter der Eisenbahn hindurchzuführen, müsse über eine weite Strecke mit hohen Mauern abgestützt werden. “Dieses Bauwerk ist ein Westwall”, unkt Heiner Dörner. Zudem müsse man das Grundwasser in Griff bekommen. (…)
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6. August 2010, Heilbronner Stimme:
Stadtbahn Nord wird 15 Prozent teurer
Die Stadtbahnlinie Richtung Norden wird auch im Stadtgebiet Heilbronn teurer. Das bestätigte Erste Bürgermeisterin Margarete Krug auf Anfrage der Heilbronner Stimme. Dass die Kostensteigerung 15 Prozent ausmachen könnte, will Krug nicht kommentieren, dementiert diese Zahl allerdings auch nicht. “Ich will nicht, dass die Gremien ihre Informationen aus der Zeitung bekommen.” Die Gremien, das sind Gemeinderat und Aufsichtsrat der Stadtwerke Heilbronn. Denn die 3,6 Kilometer lange Wegstrecke von der Harmonie im Stadtzentrum nordwärts bis zur Gemarkungsgrenze mit Neckarsulm werden von der städtischen Tochter Stadtwerke gebaut, betrieben und bezahlt.
77,2 Millionen Euro waren für den Bau auf Heilbronner Stadtgebiet bisher errechnet, 19,4 Millionen Euro bleiben übrig, wenn alle Zuschüsse eingegangen sind. Hinzu kommen jedoch die Kosten für die 15 Züge, von denen jeder 4,6 Millionen Euro kostet. Steigerungen um 15 Prozent, das wären zwischen elf und zwölf Millionen Euro. Diese Summe kann Heilbronn nicht einfach hinnehmen, denn es droht ein ganzes Bündel von Problemen: Die Kosten steigen, die Zuschüsse aber nicht. Margarete Krug bestätigt, dass die Stadt die Förderung bereits beantragt hat und keinen Nachschlag verlangen kann. Außerdem ist das gesamte Finanzkorsett ausgesprochen knapp.
Der Grund ist die standardisierte Bewertung. Dabei handelt es sich um eine volkwirtschaftliche Formel aus Kosten und Nutzen. Bleibt die unter der Marke 1,0 kommt kein Geld von Land oder Bund, denn dann ist das Vorhaben unwirtschaftlich. Die Stadtbahn Nord lag anfangs bei 1,24. Inzwischen ist die Marke nach Stimme-Informationen bedrohlich nahe an 1,03.
Der Landkreis Heilbronn hatte für seinen Streckenabschnitt ab Neckarsulm bereits im Mai Mehrkosten signalisiert. Unter anderem weil die Eisenbahnbrücke bei Bad Wimpfen neu gebaut werden muss. Von den damals befürchteten 15 Prozent sind inzwischen nur noch zehn Prozent übrig geblieben. Planungsamtschef Claus-Jürgen Renelt sagte gestern, man habe Einsparungen ausfindig gemacht. Dazu gehören Baustelleneinrichtungen ebenso wie veränderte Bahnsteige, Brückenkonstruktionen oder elektrische Leitungen.
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Noch sprechen alle Offiziellen von einem erhofften Start der Stadtbahn Nord im Dezember 2012. Doch sowohl Landrat Detlef Piepenburg als auch Heilbronns Erste Bürgermeisterin Margarete Krug wissen eigentlich, dass dieser Zeitplan nicht mehr zu halten ist.
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7. Mai 2010, Heilbronner Stimme:
Baukosten steigen um bis zu 15 Prozent
Ob die Stadtbahn Nord wie geplant im Dezember 2012 ihre Fahrt aufnehmen wird, ist inzwischen mehr als fraglich. “Wenn alle Beteiligten optimal zusammenarbeiten, ist der Zeitplan zu halten”, sagt der Chef des Planungsamtes im Heilbronner Landratsamt, Claus-Jürgen Renelt. Sicher scheint dagegen, dass die Baukosten für den Landkreis Heilbronn und die Landkreiskommunen entlang der Strecke die ursprünglichen Schätzungen von 57 Millionen Euro übersteigen werden. Derzeit geht Renelt von 62 bis 65 Millionen Euro aus. Keine Überraschungen erwartet die Stadt Heilbronn. Der Bau dieser rund drei Kilometer langen Strecke wird laut Cristian Britzke, Sprecher der Stadt Heilbronn, insgesamt 77 Millionen Euro kosten, 19,4 Millionen davon bezahlen die Stadtwerke Heilbronn.
“Bei Projekten dieser Größenordnung gibt es viele Unwägbarkeiten”, erklärt Renelt. Dass der Bau der Stadtbahn Nord laut aktueller Kostenberechnung für Landkreis und Kommunen aber knapp 15 Prozent teurer wird als geplant, hat vor allem zwei Gründe: Die Eisenbahnbrücke in Bad Wimpfen muss entgegen der Planung abgerissen und neu gebaut werden. Die Mehrkosten beziffert Renelt auf bis zu zwei Millionen Euro. Und der rund 2,5 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Heilbronn und dem Bahnhof Neckarsulm ist schwerer zu realisieren als gedacht. Renelt kalkuliert hier Mehrkosten von rund vier Millionen Euro ein.
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5. Februar 2010, Heilbronner Stimme:
AVG plant Millioneninvestition in Böckingen
Der Stadtbahnbetreiber AVG plant auf dem Gelände des Böckinger Rangierbahnhofs, einem der schlimmsten Schmuddelareale der Stadt, einen neuen Betriebshof zu bauen. Hintergrund ist der Kauf von bis zu 40 neuen Bahnwagen, die die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) im Zusammenhang mit neuen Trassen braucht, etwa der neuen Stadtbahnverbindung von Heilbronn in den nördlichen Landkreis.
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14. Dezember 2009, Heilbronner Stimme:
Stadtbahn-Nord: Premierenfahrt gibt Vorgeschmack
Erstmals fuhr zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember eine Stadtbahn von Heilbronn über Neckarsulm und die neu elektrifizierte Strecke nach Sinsheim – drei Jahre vor der geplanten Einweihung der Nord-Linie. Die Tour gibt einen Vorgeschmack auf das Schienenangebot, das ab Ende des Jahres 2012 im Neckartal und in den Kurstädten Standard sein wird.
Besonders beliebt bei Bürgerinnen und Bürgern entlang der Frankenbahn machten sich Landrat Detlef Piepenburg und Chef-Planer Claus-Jürgen Renelt bei der Sonderfahrt in Bad Friedrichshall mit folgendem Zitat (laut Heilbronner Stimme):
“Ist auch die Weiche richtig gestellt?”, erkundigt sich Renelt mit einem Schmunzeln. Ins Jagsttal abbiegen soll die Stadtbahn an diesem Tag trotz aller Forderungen der dortigen Kommunen nämlich nicht. Der Kreisplaner: “Das wäre das falsche Signal.”
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7. Oktober 2009, Heilbronner Stimme:
Projekt Stadtbahn Nord: Planfeststellung eingeleitet
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18. September 2009, Pressemitteilung Bombardier:




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